….Wenn ich’s richtig lese ist dies aber kein klassischer Schleppköder, sondern eher zum Werfen gedacht?
Welche Schleppgeschwindigkeiten macht der noch ordentlich mit ohne irgendwie „komisch“ zu laufen, und mit welcher Lösung hältst du ihn beim Schleppen in der fängigen Wassertiefe?
Gruss
Smolt 😊
Hallo Smolt,
den Köder hatte ein Freund erst im August mitgebracht und da konnten wir noch viele Tage mit 3 Mann testen. Wir haben da mehr geworfen
als geschleppt, hat sich bei 5-7 km/h aber noch gut verhalten. Er war halt deutlich fängiger im Vergleich zu unserem Blech und Wobblern, die
wir sonst erfolgreich einsetzen. Im Sommer schleppe ich meist nur in der Oberfläche ohne Gewicht, tiefere Regionen teste ich immer mal
mit tief laufenden Wobblern an, ohne große Erfolge. Interessant ist, dass die Seeforellen Schlepper von der Form viele ähnliche Schleppköder
einsetzen, teilweise aus Perlmutt, dann aber auch mit Preisen von über 30€ je Stück🤔. Ich habe mal 2 Bilder angehängt. Die werden dann
auch schneller geschleppt. Ich denke, dass es zwischen Seeforelle und Meerforelle viel Ähnlichkeiten gibt und man den Seeforellen Schleppern
sich einiges abgucken kann… da habe ich bei Felchengünni einiges gelernt, was ich mal in Norwegen testen werde.
Ein Test wird sein, mit Planerboards zu schleppen. Die Seeforellen sind halt scheinbar viel empfindlicher, wenn Deine Blinker im Kielwasser
laufen, über das man gerade gefahren ist. So laufen die Planer zwischen 10 und 30 m neben dem Boot (und nur so können sie auch mit
8 Ruten schleppen) mit ca. 50 m monofilem Vorfach in 0,30 mm. Ich habe mangels Möglichkeit halt immer mit 2 Ruten im Kielwasser geschleppt und bin
halt meist immer Kurven gefahren. Evtl. verscheucht man damit aber auch die erfahrenen MeFos im Fjord. Ich werde das auf alle Fälle
testen.
Bzgl. auf Tiefe bringen, nutzt Felchengünni Steckbleie/Steckoliven so ca. 10 m vor dem Köder in verschiedenen Gewichten von 20-60 Gr.
Vorteil ist ein einfaches Handling und es bleibt der Dreck dort eher hängen als am Blinker, man muss das natürlich immer entfernen, wenn
ein Fisch ans Boot geführt wird, was ein kurzer Kontrollverlust sein kann… Zweiter Nachteil ist, dass man mit schwereren Ruten angeln
muss, wenn man z. B. 50 Gr dranhängt und dann auch noch mit Planerboards fischt. Das ist dann nichts mehr für die gewohnte MeFo
Rute mit 20-40 Gr. WG sondern schwereres Kaliber… also Extra Rute dafür. Auch damit werde ich ein wenig probieren, ist dann aber sicher
nicht mehr die „einfache Art“ auf MeFo mit 1-2 Ruten, mit denen man werfen und schleppen kann. Richtig tief runter kommt man dann wirklich
nur mit Downriggern, was im Leihboot aber extrem aufwändig ist und was ich dann nicht testen werde.
Es wäre schön, wenn einige ihre Schlepp Erfahrung (positiv wie negativ) ein wenig hier teilen könnten, so kann jeder von den Erfahrungen
der Gruppe profitieren. Ich werde meine Erfahrungen wieder hier einstellen😀👍.
Viel Spaß bei den Tests und dickes Petri Heil.
