Fisch auf -20°C wie lange haltbar?

Trickyfisher

Stammnaffe
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18 Dezember 2019
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Hallo Kollegen
Ich hätte eine kurze frage, ich hab im -20°C Tiefkühler noch 2 Kabeljau Filts liegen, die sind ca. 20 Monate alt. Die Filets wurden noch an Board gefroren (Gelbes Riff) und die Kühlkette wurde immer eingehalten. Mir ist klar, dass die Filets kein kulinarischer Leckerbissen mehr sein werden aber als Einlage für eine Fischsuppe sollten sie noch zu brauchen sein, oder?
Kann ein Fisch bei -20°C überhaupt verderben bzw wie lange dauert das?
Danke schon mal
TL
johannes
 
als suppenfisch würde ich den nicht mehr nehmen, aber für buletten, oder curry (irgendwas sehr würziges) auf jeden fall.
 
Fangfrisch, gekühlt und am gleichen Tag verarbeitet, vakuumiert, hält zwei Jahre.
Länger hab ich es noch nicht probiert.
 
Bei Dorsch und Co. brauchst du dir auch nicht unbedingt Gedanken um den Geschmack machen. Klar mag es Änderungen geben, sooooo gravierend sind die nicht. Bei Seehecht ist uns das früher schon mal aufgefallen (grau-braune Schicht am Filet muss sauber entfernt sein) das er geschmacklich recht schnell den Bach runter geht.
 
Hatte letzte Woche Fischsuppe mit Skrei aus 03/2025.
Dünsten oder Braten wollte ich ihn nicht, hätte im direckten Vergleich deutlich schlechter abgeschnitten.
In der Suppe ist sein etwas festeres Fleisch gut gewesen.
Buletten geht auf jeden Fall auch.
Also keinerlei Bedenken.
 
Dorsch hat kaum Fett, von daher sollte er noch gut zu gebrauchen sein.
 
Ich habe vor ein paar Wochen Dorsch aus 2021 gegessen, war gut.
Truhe und Gefrierschrank stehen bei mir jedoch auf -28°C.


Heilbutt würde ich die 2 Jahre nicht überschreiten. Der schmeckt dann irgendwie anders.
Ja Heilbutt und Rotbarsch schmecken wegen der Fettschicht komisch
 
Naja, ...so einfach würde ich mir das nicht machen. Fisch verliert durch das Einfrieren Qualität, jeden Tag ein μ-chen.
Bleiben wir bei Dorsch, der ja relativ fettarm ist. Kurzgebraten oder gar gezogen verliert er mehr und mehr an Glanz und Feuchtigkeit, was man vielleicht nicht schmeckt, aber sieht und spürt. Beim Schockfrosten (-40°C) verliert man 10-15% Qualität, bei normalen Einfrieren bis zu 50%.
Insofern spielt bei solchen Fragen immer die Zubereitungsform eine gewichtige Rolle. Bei länger eingefrorenem Fisch würde ich also immer eine Zubereitung wählen, bei der Feuchtigkeit u/o Fett zugeführt werden muss und dieses Manko ausgleicht. Rezepte gibt es ja da genügend, man sollte es nur im Hinterkopf behalten.
Laut Lebensmittelgesetz darf man gefrorenen Fisch nach 6 Monaten nicht mehr in den Verkehr bringen, ...die Qualität ist ab dann nicht mehr einschätzbar.
Man kann es privat also gerne noch essen, aber besser wäre immer schnell verbrauchen.
PS: Sterneküche ist mit gefrorenem Fisch kaum noch möglich (vllt. noch zu einer Farce verarbeitet).
 
Was auch immer eine Rolle spielt, wie ist der Fisch in den Frost gekommen. Fangfrisch und vakuumiert ist natürlich qualitativ besser als stundenlanges dahintümpeln in der Fischbutte. Und dann noch bloß in Folie eingewickelt oder in unverschlossenen Tüten. Macht schon einen Unterschied (Gefrierbrand).
 
Fangfrisch, gekühlt und am gleichen Tag verarbeitet, vakuumiert, hält zwei Jahre.
Länger hab ich es noch nicht probiert.
:bindafuer:

Dazu noch ein kleiner Nachtrag. Wenn man es so und genau so macht, halten fettarme Fischsorten locker 2 Jahre im Gefrierfach aus, ohne das da die Abbauprozesse wie bei lose eingetütetem Fisch ablaufen. Vakuumieren von frischen Lebensmitteln bringt sehr viel!
Es spielen also wie immer sehr viele Dinge mit rein, wie lange was hält, ...geht ja schon mit nicht ausgenommenen Fischen im Filetierhaus los und endet mit Filets in Angeleimern baden. :a015:
 
Aal ist ja sehr fetthaltig.
Deshalb soll man doch Aal einfrieren,dann nach einiger Zeit wieder aus dem Frost holen und mit kaltes Wasser abspülen,damit eine Eisschicht entsteht .
Das funktioniert bestimmt bei jedem Fisch . Wenn man bewußt (für lange Einfrierzeit) einige Stücke so behandelt,funktioniert das bestimmt auch .
 
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