Boot mit 3 ausländischen Angeltouristen bei Smøla vermisst

....und zum Thema Boot fahren/manövrieren: bei einem guten Fahrlehrer bekommt man die Grundregeln (.i.d.R. Kleinboot mit Außenbordmotor) auf jeden Fall vermittelt, z.B. das ein Boot auch langsam fahr- und manövrierbar ist; meiner Meinung nach geht dann nichts über Routine, bezogen auf Bootstype/-größe und Fahrtgebiet (üben, üben, üben...); mein Fahrgebiet ist die Elbe; hier hab ich es auch mit Strömung und Windeingriff zu tun - bis auf die Wellenhöhe, die geht nur sehr selten Richtung 1m; in Norwegen bin ich im Jahr 3-4 Wochen auf dem Wasser unterwegs und komme mit den dortigen Verhältnissen ganz gut klar; grundsätzlich bleibe ich aber bei vorhergesagten bzw. tatsächlich bestehenden Windbedingungen mit 8m/s oder mehr immer an Land
 
Ich bastle mir jedes mal meinen eigenen Rettungsring zum werfen

Ich nehme immer 2 hochfeste 20m -Seile mit stabilen Edelstahlkarabinern mit. 1x schwimmend als Notfallseil und 1 x sinkend als Ankerleinenverlängerung.
Die meisten Boote sind nur mit einer viel zu kurzen Ankerleine ausgestattet und zur Not muß man auch mal jemanden abschleppen können (mir selber schon passiert).

Als Rettungsringersatz ist ein Fender hervorragend geeignet. Man sollte nur die Vertäuung am Boot vorher so ändern dass der Fender im Notfall auch schnell frei kommt.
 
Hmm, mich würde interessieren was ihr von folgendem haltet.
Ich bastle mir jedes mal meinen eigenen Rettungsring zum werfen. Oft genug ist es bei Wind, Wellen und Drift extrem schwer an den Verunglückten ran zufahren.
Nun, Taue liegen in der regel vorne im Boot. Dann nehm ich mir eine Schwimmweste vom Norweger und binde die daran fest. Habs getestet. Damit kann man zwar nicht soweit werfen wie mit einem Rettungsring aber 5m schaffe ich dabei leicht. Herziehen ist dann leichter als bei scheißwetter hinfahren. Man könnte natürlich einfach das Tau hinwerfen aber mit eiskalten Fingern kann man sich nicht gut festhalten. Und bei der Weste hat man einfach mehr Möglichkeiten.
die Idee finde ich gut - muss ich auch mal im Auge behalten
Solange wir alle einer Meinung sind, daß man mit stehender Schraube im Umkreis von 1 Bootslänge des Menschen sein muss, ist jede Hilfestellung mit Wurfmitteln erlaubt. Falls der Mensch im Wasser dazu fähig ist sollte er das Wurf-Tau mit dem roten Sicherheitsgurt seiner Rettungsweste verbinden. Dafür und später mit einem Haken hier dran zum Heck des Bootes gezogen zu werden, ist er gedacht.
Die Herausforderung beginnt damit den Menschen zu boarden. Bei schlechten Bedingungen und nur einer Person an Bord ist dies fast unmöglich. Selbst im Sommer bei 12 Grad Wassertemperatur machen die Muskeln nach kurzer Zeit dicht und es braucht 2-3 Personen die ihn an Bord holen (und dabei ihre eigene Sicherheit nicht vernachlässigen) weil er selbst kaum dazu beitragen kann.
Ein Norweger sagte mir, man kann auch die Liftfunktion des Aussenboarders zum Anheben des Menschen verwenden. Keine Ahnung ob dies schon jemand getestet hat, aber ich hätte Bedenken den Mensch bei falscher Anwendung schlimmstenfalls zu strangulieren. Falls das boarden nicht möglich ist bleibt nur den 'Mensch im Wasser' am Boot zu sichern und einen Hilferuf abzusetzen. So ein Mensch-an-Board-hol-Manöver zu üben oder den besten Rettungsablauf zu vermitteln wäre m.E. sehr wichtig, wohlwissend dass die 'praktische Überprüfung' nur in der direkten Notfallsituation erfolgen kann. Wenn ich mich richtig erinnere ga es aber eine theoretische Frage beim SBF und da wurde das Propellerblatt/Schiffschraube als Einstieghilfe genannt.
 
Wenn ich mich richtig erinnere ga es aber eine theoretische Frage beim SBF und da wurde das Propellerblatt/Schiffschraube als Einstieghilfe genannt.
Die Schiffsschraube, bzw. die Propellerblätter sind für den Heckeinstieg nicht geeignet weil diese sich im Leerlauf bei einem Tritt darauf drehen und zudem noch scharfe Kanten haben können. Jeder AB hat über dem Propeller eine Kavitationsplatte auf die Jemand steigen kann um mit Hilfe einer Bootsbesatzung vom Heck ins Boot zu gelangen.
Den Powertrimm dann mit der Person hochtrimmen halte ich nicht für sinnvoll, da sich die Person dann mit den Beinen vom Heck weiter entfernt und dieses den Einstieg erschwert. Beim Wasserskilaufen ist dieser Einstieg bei geübten Läufern oftmals gewohnte Praxis.
 
Ein Norweger sagte mir, man kann auch die Liftfunktion des Aussenboarders zum Anheben des Menschen verwenden.
Dazu muss man den Motor aus machen, je nach Wetter ist das auch nicht grad lustig. (ja ich weiss beim Bergen soll man das sowieso machen)
Jedenfalls kann ich nur sagen, mit Badeleiter gehts, ist aber auch nicht einfach.
 
Die Schiffsschraube, bzw. die Propellerblätter sind für den Heckeinstieg nicht geeignet weil diese sich im Leerlauf bei einem Tritt darauf drehen und zudem noch scharfe Kanten haben können. Jeder AB hat über dem Propeller eine Kavitationsplatte auf die Jemand steigen kann um mit Hilfe einer Bootsbesatzung vom Heck ins Boot zu gelangen.
Den Powertrimm dann mit der Person hochtrimmen halte ich nicht für sinnvoll, da sich die Person dann mit den Beinen vom Heck weiter entfernt und dieses den Einstieg erschwert. Beim Wasserskilaufen ist dieser Einstieg bei geübten Läufern oftmals gewohnte Praxis.
Danke für den Hinweis mit den Propellerblättern und der Kavitationsplatte.
 
Auch zum Thema "Zurück ins Boot":

Wir haben zusätzlich eine Leine mit mehreren Palstek dabei. So eine Leine kostet nicht viel, die Palstek reinmachen ein bisschen Geduld.

Wenn etwas passiert, mit dem oberen Palstek an der Reling oder einem anderen festen Teil festmachen und ins Wasser werfen. Das ergibt eine Notleiter.

Hoffe trotzdem das wir die nie brauchen.

Grüße

Dorschsearcher

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ich habe für mich die Erkenntnis gewonnen, dass mir schlicht die Übung in den Zeiten zwischen Norwegen bei vielen Bootsmanövern fehlt. Wir wären sicher überfordert, einen während der Fahrt über Bord gegangenen oder gefallenen bei Ozeandünung oder Nebel direkt wieder anzufahren und an Bord zu hieven. Wenn das ganze Boot umgeschlagen ist oder gar zwei Leute im Wasser sind, stelle ich mir lieber nicht vor. Manchmal reicht schon ein Motor- oder Schraubendefekt für heikle Situationen.

In der Theorie klingt alles relativ überschaubar und das ist auch gut so, dass man wenigstens einige wichtige praktikable Kniffe kennt, den Praxisfall wünscht sich ohnehin keiner.

Manchmal hilft es zu versuchen, vor dem Schaden klug zu sein und jetzt gibts die 2€ fürs Phrasenschwein.
 
bisher nicht
 
Servus!

Diese tragische Geschichte hat mich echt wieder ins Grübeln gebracht.
Da schaut man immer auf neue Rollen, Ruten, Köder ect.
Anstatt mehr in seine eigene Sicherheit zu investieren.
Vor zwei Jahren habe ich lange über einen one Design Trockenanzug nachgedacht, geworden ist es dann aber der w6 floater von Westin. 🙈
Ob das die richtige Entscheidung war bezweifle ich, aus Gründen der eigenen Sicherheit, heute immer noch, aber damals war dann letztendlich der Preis ausschlaggebend.
Jetzt werde ich mir aber für nächstes Jahr tatsächlich diesen oben genannten Mob Funker zulegen.
Natürlich kann man immer sagen, wie oft war schon was all die Jahre. Aber einmal kann dann eben auch schnell das letzte Mal Norwegen, Familie, Freunde gewesen sein.

Gruß des Gerchla
 
Servus!

Diese tragische Geschichte hat mich echt wieder ins Grübeln gebracht.
Da schaut man immer auf neue Rollen, Ruten, Köder ect.
Anstatt mehr in seine eigene Sicherheit zu investieren.
Vor zwei Jahren habe ich lange über einen one Design Trockenanzug nachgedacht, geworden ist es dann aber der w6 floater von Westin. 🙈
Ob das die richtige Entscheidung war bezweifle ich, aus Gründen der eigenen Sicherheit, heute immer noch, aber damals war dann letztendlich der Preis ausschlaggebend.
Jetzt werde ich mir aber für nächstes Jahr tatsächlich diesen oben genannten Mob Funker zulegen.
Natürlich kann man immer sagen, wie oft war schon was all die Jahre. Aber einmal kann dann eben auch schnell das letzte Mal Norwegen, Familie, Freunde gewesen sein.

Gruß des Gerchla
Du mußt aber bedenken, daß so ein Trocki schon nicht sehr geil zu tragen ist - vom Komfort her - also an der Gurgel würgt es schon sehr.

Ich hab die letzten zwei Mal im Sommer auch nur meinen normalen Goretex Anzug zweigeteilt angehabt und mir bei ü 20 Grad den Trocki nicht angetan.

Wichtig ist ne Schwimmweste damit was zum Verscharren gefunden wird denk ich mir :lacher:
 
Ja auch die Halsmanschette hat mich damals skeptisch gemacht.
Jetzt hab ich den w6 floater, habe damit nicht so lange eine Überlebenschance wie mit einem Trocki.
Deshalb ist für mich die Konsequenz daraus ich muss was tun damit ich so schnell wie möglich gefunden werde.
Und dieser Mob Funker gibt sofort automatisch Signale, an alle Schiffe und Boote in der Nähe, sobald ich ins Wasser falle!
 
Also ein Trocki scheidet für mich prinzipiell aus. Hab verschiedene Modelle anprobiert und komme auf die Manschetten am Hals und Händen überhaupt nicht klar! Hat nix mit Geld zu tun. Was für mich wirklich wichtig ist, ist das Boot. Vernünftige Größe, passend Motorisierung und mit Seefunk/AIS ausgestattet. Dort gibt es einen Notrufknopf den ich einfach nur drücken muss und sofort geht ein Notruf mit Position an die Küstenwache.
Dazu benötigt es auch keinen Funkschein.

Gerade auf Sørøya wieder erlebt wie sich völlig überladene 19ft Kværnos mit 50ps Motor Richtung Fjordausgang gekämpft haben, wo wir mit der Arronet (23,5ft 200PS) schon gesagt haben wir bleiben im geschützten Bereich.
 
Vernünftige Größe, passend Motorisierung und mit Seefunk/AIS ausgestattet. Dort gibt es einen Notrufknopf den ich einfach nur drücken muss und sofort geht ein Notruf mit Position an die Küstenwache.
Dazu benötigt es auch keinen Funkschein.
Beim Boot hast du eindeutig recht, beim Seefunk nicht. Wenn das Boot ein Seefunkgerät mit AIS eingebaut hat, darfst du das Boot in Norwegen nicht fahren, dafür muss einer an Bord die Funklizenz SRC oder LRC haben. Bei den professionellen Vercharterern wird das mittlerweile immer überprüft. Nur wenn das Boot lediglich einen AIS-Transponder ohne Seefunk hat (so wie das Osat-MOB-Teil), braucht man keine Lizenz. Bis vor einigen Jahren konnte das Funkgerät noch bei der Übergabe abgeklemmt werden, um es dann gleich wieder anzuklemmen und für den Notfall gerüstet zu sein. Das ist vorbei, es muss komplett ausgebaut werden. Hintergrund ist, dass ein Großteil der DSC-Notrufe (>90%) Fehlalarme sind. Kann natürlich sein, dass sich einige Betreiber von Angelcamps nicht drum kümmern, der Regelfall ist es aber nicht mehr...
 
Also ein Trocki scheidet für mich prinzipiell aus. Hab verschiedene Modelle anprobiert und komme auf die Manschetten am Hals und Händen überhaupt nicht klar! Hat nix mit Geld zu tun. Was für mich wirklich wichtig ist, ist das Boot. Vernünftige Größe, passend Motorisierung und mit Seefunk/AIS ausgestattet. Dort gibt es einen Notrufknopf den ich einfach nur drücken muss und sofort geht ein Notruf mit Position an die Küstenwache.
Dazu benötigt es auch keinen Funkschein.

Gerade auf Sørøya wieder erlebt wie sich völlig überladene 19ft Kværnos mit 50ps Motor Richtung Fjordausgang gekämpft haben, wo wir mit der Arronet (23,5ft 200PS) schon gesagt haben wir bleiben im geschützten Bereich.
das die Unvernunft nie ausstirbt?

da fällt einem nicht mehr viel ein - höchstens noch das da!

 
Ja auch die Halsmanschette hat mich damals skeptisch gemacht.
Jetzt hab ich den w6 floater, habe damit nicht so lange eine Überlebenschance wie mit einem Trocki.
Deshalb ist für mich die Konsequenz daraus ich muss was tun damit ich so schnell wie möglich gefunden werde.
Und dieser Mob Funker gibt sofort automatisch Signale, an alle Schiffe und Boote in der Nähe, sobald ich ins Wasser falle!
hab damals gehört gelesen, dass es auch Neoprenmanschetten am Hals mit Klettverschluß gibt, die man dann logischerweise nicht ganz so eng macht.

Ich selber hab Latexmanschetten am Hals, Ärmel und Füßlinge - das geht so weit und ist auch kein Problem wenns frisch ist.

Allgemein hieß es damals neopren wäre hauptfreundlicher.

Aber sprich doch einfach mit Sport Mohr, die haben das damals super abgewickelt und ein Maßanzug bleibt ein Maßanzug! 😍
 
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