•   
  •   
 
 
 

Light Tackle auf Pollack: Wie „Light“ ist möglich?

Also mein "Light Tackle" auf Pollack,was ich jetzt seit 18 Jahren auf Tysnes betreibe ,besteht aus einer Tailwalk Crimson S80mh-F . 10-45gr und einer Shimano Exsence BB 3000 MHG und als Schnur YGK Super Jigman in PE 1.2 und als Vorfach kommt ein Berkley Trilene in 0,32mm .

Als Köder kommt fast ausschließlich ein Al Gag wip it Eal in 21gr zum einsatz. Sehe keinen Grund da was zu ändern. Mit Heilbutt ist da nicht wirklich zu rechnen,und den Rest der da so bis 40m einsteigt, hab ich damit bisher immer gewuppt bekommen .
 
Light tackle fische ich, glaub ich nicht, sondern eher dem Ködergewicht (-Größe) und den Bedingungen angepasstes Gerät.

Im November/Dezember und auch zur Laichzeit im März/April, fische ich eine alte Savage Gear Custom Jerk WG < 125g.
Damit fische ich dann auf 15-30 m Tiefe den 10” RonZ (25 cm) am 80 g Kopf. Mit dieser Ködergrösse kann man in gewisser Weise die kleineren und mittleren Pollacks ausselektieren wenn die Fische in den Makrelenschwärmen stehen und sich an den einjährigen 15-20 cm Makrelen fett fressen. Köder wird voll rausgefeuert, dazu braucht man das entsprechende Wurfgewicht.
:p075:

Zur Laichzeit sind die Köder dann auf 60-70 m Tiefe unterwegs, da kommen dann auch Köder von 140g rann (z.b. SG Sandaal 21,5 cm).

Im Sommer und Frühherbst fische ich dann mit Ködern im 25-40 g Bereich, 10-20 m Tiefe an 60g WG Ruten (Hearty Rise und Savage Gear; unterschiedliche Ruten).

Keine Ahnung ob ich damit Light-Takle fische. Ich würde mal sagen “so leicht wie möglich und so schwer wie nötig”.

Gruss
Smolt
 
Nur mal so zum Verständnis um die Diskusion auch einigermassen einordnen zu können: - wie definieren hier die eingeschweisten light-tackle-fetishisten denn eigentlich "light-tackle" beim Pollack-Angeln?

Alles unter 30g WG = "light tackle", und alles über 50g WG = "heavy tackle"?

Ich kenne Leute die mit alten schweren Ruten fischen, die ziehen andere mit neuen leichten und geringen Wurfgewicht ausgestatteten Ruten anggeltechnisch locker ab.
Deshalb ist die ganze Geschichte für mich eher eine Sache der Vorliebe und wie man sein Angelhandwerk beherrscht.

Der eine mag halt nen dicken Knüpel in der Hand, der andere fühlt sich mit seinem dünnen Zahnstocke voll toll - So what? :p075:
Ich möchte nur kurz einwenden das es auch um das bereits vorhandene Gerät geht, da ich nicht nur in Norwegen angeln gehe versuche ich natürlich das vorhandene Gerät zu nutzen, da fängt die Mefo oder Zander-Rute halt Pollack.
Das sind dann die bis 40 oder 50g WG.
Es geht natürlich auch noch deutlich leichter,
Ich muss jetzt auch nicht die Massen fangen, schon durch die Ausfuhrbeschränkung macht das ja keinen Sinn.
Wenn ich den ein oder anderen Pollack der tiefer steht dann nicht fange ist das halt so,
dafür kann ich kleinere Exemplare da flach gefangen einfacher zurück setzen.
 
Ich weiß ja nicht wie eng das Thema von @Dakarangus abgegrenzt sein soll, wäre aber in puncto Geräteabstimmung / Köder sicherlich interessant weiterzuführen.

Mir gehts besonders um einen Punkt: Die Ködergröße

Da wir insgesamt viel im Norden unterwegs sind hat jetzt unsere Pollackkarriere wesentlich weniger Auszeichnungen als beim Rest;.)

Egal ob auf Hitra (je 1x Mai, Juli, August) oder in Westnorwegen (2x August) haben wir fast alle Pollack auf extrem kleine Gummifische der Größenordnung unter 10cm, kleine Maks oder Beifängerfliegen gefangen. Hierfür hätte sich dann auch eine noch leichtere Rute angeboten. Das "klassische" Angeln mit SG Sandaalen in 33, 46 und 65gr und 80/100gr Rute brachte nur einen Bruchteil an Fischen im Vergleich zu den Kleinködern (Pollacks zwischen 55 und gut 80, also nicht nur kleine).

Beispiel: Dieses Jahr am einzigen Angeltag in Kvenvaer fingen wir zwischendurch immer mal wieder nen guten Pollack auf 30-50m Tiefe, der zwischen den Dorschen und unter den Seelachsen stand, allerdings alle auf relativ kleine Gummimaks. Diese jagden alle Sandaale und die Dorsche Heringe und Sandaale. Quasi ein All-in-one Platz bei auflaufenden Wasser. Aufgrund der geringen Strömung konnte man auch Sandaale mit 65gr noch kontrolliert fischen, diese brachten aber nur Dorsch und Seelachs, aber keinen Pollack.

In Westnorwegen im August war es mitunter so, dass selbst 75er Pollacks nur auf einen Twister ähnlich einer eingebundenen Springerfliege bissen, da waren 10cm Gummis schon zu groß.

Auch hier kommt es immer aufs Revier drauf an; überlegen waren jetzt die Sandaale bei uns aber noch nie (außer beim Butt spinnen.)

Zur Laichzeit sind die Köder dann auf 60-70 m Tiefe unterwegs, da kommen dann auch Köder von 140g rann (z.b. SG Sandaal 21,5 cm).

Im Sommer und Frühherbst fische ich dann mit Ködern im 25-40 g Bereich, 10-20 m Tiefe an 60g WG Ruten (Hearty Rise und Savage Gear; unterschiedliche Ruten).

Keine Ahnung ob ich damit Light-Takle fische. Ich würde mal sagen “so leicht wie möglich und so schwer wie nötig”.

Gruss
Smolt

fangt ihr mit den großen Ködern auch "normale" Pollacks oder sind das dann ausschließlich große über 85cm?

Kommt die Zeit der "größeren" Sandaale dann erst in Richtung frühen Herbst oder seid ihr das ganze Jahr damit erfolgreich?
 
Ich weiß ja nicht wie eng das Thema von @Dakarangus abgegrenzt sein soll, wäre aber in puncto Geräteabstimmung / Köder sicherlich interessant weiterzuführen.

Mir gehts besonders um einen Punkt: Die Ködergröße

Da wir insgesamt viel im Norden unterwegs sind hat jetzt unsere Pollackkarriere wesentlich weniger Auszeichnungen als beim Rest;.)

Egal ob auf Hitra (je 1x Mai, Juli, August) oder in Westnorwegen (2x August) haben wir fast alle Pollack auf extrem kleine Gummifische der Größenordnung unter 10cm, kleine Maks oder Beifängerfliegen gefangen. Hierfür hätte sich dann auch eine noch leichtere Rute angeboten. Das "klassische" Angeln mit SG Sandaalen in 33, 46 und 65gr und 80/100gr Rute brachte nur einen Bruchteil an Fischen im Vergleich zu den Kleinködern (Pollacks zwischen 55 und gut 80, also nicht nur kleine).

Beispiel: Dieses Jahr am einzigen Angeltag in Kvenvaer fingen wir zwischendurch immer mal wieder nen guten Pollack auf 30-50m Tiefe, der zwischen den Dorschen und unter den Seelachsen stand, allerdings alle auf relativ kleine Gummimaks. Diese jagden alle Sandaale und die Dorsche Heringe und Sandaale. Quasi ein All-in-one Platz bei auflaufenden Wasser. Aufgrund der geringen Strömung konnte man auch Sandaale mit 65gr noch kontrolliert fischen, diese brachten aber nur Dorsch und Seelachs, aber keinen Pollack.

In Westnorwegen im August war es mitunter so, dass selbst 75er Pollacks nur auf einen Twister ähnlich einer eingebundenen Springerfliege bissen, da waren 10cm Gummis schon zu groß.

Auch hier kommt es immer aufs Revier drauf an; überlegen waren jetzt die Sandaale bei uns aber noch nie (außer beim Butt spinnen.)



fangt ihr mit den großen Ködern auch "normale" Pollacks oder sind das dann ausschließlich große über 85cm?

Kommt die Zeit der "größeren" Sandaale dann erst in Richtung frühen Herbst oder seid ihr das ganze Jahr damit erfolgreich?
Also ich fische ja zu 99 %den Illex nitro slim shad mit 15 cm mit 31 gramm kopf da fange ich alles von 40 cm ´bis 99 cm grörerer wollte noch nicht
lg güni
 
.....

fangt ihr mit den großen Ködern auch "normale" Pollacks oder sind das dann ausschließlich große über 85cm?

Kommt die Zeit der "größeren" Sandaale dann erst in Richtung frühen Herbst oder seid ihr das ganze Jahr damit erfolgreich?

An den grösseren Ködern vergreifen sich natürlich auch kleinere Pollacks, allerdings haben die aufgrund der Ködergrösse scheinbar etwas mehr Probleme sie richtig einzusaugen. da ruckelts mal etwas in der Rute und man kan sich überlegen ob man anschlägt oder nicht.
Die grösseren Fischen saugen den grossen Köder voll ein, man merkt nen richtigen Biss, Rute wird langsam bestimmt krumm, oder der Fisch bleibt stehen.

Die grossen Köder gehen meiner Erfahrung nach auch nur wenn die Hauptnahrung zu der Zeit auch aus etwas grösseren Futterfischen besteht, also eher im Herbst/Winter wenn die Pollack sich an den Makrelen-schwärmen mästen. Da haben die Fische dann auch eine ordentliche Korpulenz und sind nicht so schlank wie im Sommer.

In den Sommermonaten funktionieren die grossen Köder nicht ganz so gut, da ziehen sich die Pollacks egal ob gross oder klein eher kleine Brutfische (...diese wachsen bis zum Herbst ab), Krill oder, wenn man Glück hat, Sprotten rein. Deshalb fischt man natürlich zu dieser Zeit mit kleineren, teilweise Mini-Ködern, mit denen man dann alle Grössen fängt.

Macht also Sinn die Ködergrösse der Nahrungsgrösse und das Equipment der Ködergrösse anzupassen. 🙂

Gruss
Smolt

Skjermbilde 2026-07-01 134050.webp
 
Die Eckdaten dieses Fischleins sind mir noch gut bekannt und wie immer wurde ich gnadenlos abgeledert von meiner Holden.
Penn Spinnrute 2,70 m, WG 10-50 Gramm, Rolle Shimano Twinpower 2500, Schnur 012 Fireline, Köder Storm Biscay Minnow 24 Gramm, 12 cm, RWS
Quasi Light-Tackle, aber ich bevorzuge den Begriff - gewässerangepasstes Angelgerät- .
Damit hätten wir letztes Jahr auf Vikna gerade mal unsere Köderfische stippen können.
Für das Gebiet Hardangerfjord jedoch optimal.

Pollak Hardangerfjord.webp
 
Bisher schwanke ich noch zwischen „einfach weiter die 90g Rute fischen“ bis zu „man kann es ja mal ausprobieren“.
Mach dir nicht so viele Gedanken. Kauf eine leichtere Rute und probiere es aus, es macht einfach Spaß. Meine Rute hat 20-60g Wg und hat keine Probleme. Aber alles steht und fällt mit der Angelstelle. Tiefes Wasser benötigt stärkeres Gerät als die Uferangelei oder flaches Wasser. Der Pollack selbst ist doch nicht das Problem. Ich habe mal einen 6Kg Pollack vom Boot aus fast im offenen Meer bzw. recht weit weg vom Ufer gefangen, allerdings war dort eine große Untiefe wo der große Fels bis knapp unter der Oberfläche zu sehen war. Auf der anderen Seite habe ich Pollacks zufällig mit Naturköder in gut 100 Meter Tiefe gefangen.
 
Oben