Organisierte Fischereikriminalität

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Ich kann es mir nicht verkneifen..... Nachdem wir im Bereich turistfiske ja nun wirklich und reichlich einstecken mussten und müssen hier mal eine andere Seite der Medaille.
In Troms beginnt gerade ein Verfahren wegen organisierter Kriminalität gegen Verdächtige aus der Fischverarbeitung und Fischer. Fisch im Wert von 164 Millionen kr wurde irgendwie nicht so eingemeldet wie es hätte sein sollen. Kann ja mal passieren.

Und im Prinzip glaube ich nicht nur, sondern weiß, dass es hier nur die Spitze eines Eisberges ist, die sichtbar wird. Nicht nur bezogen auf unrichtige Mengenmeldung von Fisch, sondern auch Lohndumping bei ausländischen Saisonarbeitern, Entsorgung von Beifang und B- Ware zwischen Anlieferung und vor der Erfassung, systematisches Umdeklarieren von gelandetem Fisch, usw.

Ich bin nicht so der Typ, der eine Sache ranzieht um etwas anderes zu relativieren. Fischschmuggel und schlechte Verwertung im Angeltourismus ist nicht damit entschuldigt, nur weil die Berufsfischerbranche meiner Meinung nach mehr als genug in den eigenen Reihen aufzuräumen hätte.
Aber, wie gesagt, die Einseitigkeit der öffentlichen Meinung und Schlagzeilen in den letzten Monaten und Jahren macht es wohl mehr als legitim solche Fälle nun auch nicht einfach zu ignorieren:

 
Wen wundert´s, die Leute sind auf der ganzen Welt ähnlich.
 
Wie hieß der alte Spruch? Was ich selber gerne denk und tue, traue ich auch den anderen zu. Wer war es gleich, der anfing gegen die Tourifischer zu stänkern? Ach ich werd schon so vergeßlich.
 
hab es mal von KI übersetzen lassen.

Einer der größten Fälle von Fischereikriminalität in Norwegen hat begonnen: „Es ist Umweltkriminalität“​

Vier Monate sind für den Prozess angesetzt, es gibt 27.000 Seiten Dokumente und acht Angeklagte. Am Montag begann der Prozess nach der Aktion gegen das Karlsøybruket in Troms im Jahr 2023. Die Angeklagten bestreiten die Vorwürfe.

Heute begann der Prozess gegen zwei Hafen-/Anlagenleiter und sechs Fischer, denen die Staatsanwaltschaft systematische Falschmeldungen und organisierte Kriminalität in der Fischereibranche vorwirft. Dies soll sich beim Karlsøybruket auf der Insel Vannøya in Troms ereignet haben.

Berichterstattung aus dem Nord-Troms- und Senja-Bezirksgericht

Veröffentlicht heute um 10:10 Uhr, zuletzt vor 15 Minuten aktualisiert.

Der Fall wird laufend aktualisiert.

Acht Personen sind angeklagt​

Acht Personen stehen wegen systematischer Falschmeldungen und organisierter Kriminalität in der Fischereibranche vor Gericht. Zusätzlich haben drei Reedereien Einziehungsverfügungen in Millionenhöhe erhalten.

Der Prozess vor dem Nord-Troms- und Senja-Bezirksgericht ist auf vier Monate angesetzt und gilt hinsichtlich Dauer und Umfang als einer der größten Prozesse dieser Art in Norwegen.

Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft fehlen Wiegescheine für Fisch im Wert von 164 Millionen norwegischen Kronen. Ein Wiegeschein ist ein Dokument, das das Gewicht der angelieferten Ladung bestätigt und für die Anlieferung von Fisch vorgeschrieben ist.

Das ist im Fall Karlsøy passiert​

21. März 2023 – Aktion gegen das Karlsøybruket​

Polizei, Küstenwache, Økokrim, Fischereidirektion und Steuerbehörde führten eine Aktion gegen mehrere Akteure der Fischereibranche durch.

Drei Personen wurden in Troms und Møre og Romsdal festgenommen. Die Polizei ermittelte gegen rund 40 Fischer und mehrere Unternehmen wegen Verstößen gegen die Fischereigesetzgebung.

25. Februar 2025 – Fischer angeklagt​

Ein Fischer aus Troms wurde wegen organisierter Fischereikriminalität angeklagt.

Eines der wichtigsten Beweismittel der Staatsanwaltschaft ist ein Kalender, der ein sogenanntes Schattenbuch bzw. eine Nebenbuchführung enthalten soll. Darin soll festgehalten worden sein, wie Fisch der offiziellen Registrierung entzogen wurde.

14. November 2025 – Urteil gegen einen Fischer​

Der Fischer wurde vom Vorwurf der organisierten Fischereikriminalität freigesprochen.

Er wurde jedoch wegen Verstoßes gegen das Meeresressourcengesetz verurteilt und erhielt eine Geldstrafe von 60.000 Kronen sowie eine Einziehung in Höhe von 200.000 Kronen.

15. Juni 2026 – Acht Personen angeklagt​

Die Staatsanwaltschaft erhob Anklage gegen sechs Fischer und zwei Hafenleiter wegen organisierter Fischereikriminalität.

Das Karlsøybruket erhielt eine Geldstrafe von 15 Millionen Kronen sowie eine Einziehungsverfügung über 19 Millionen Kronen.

14. September 2026 – Prozessbeginn in Tromsø​

Vor dem Nord-Troms- und Senja-Bezirksgericht begann einer der größten Fälle von Fischereikriminalität in Norwegen.

Für die Verhandlung sind vier Monate vorgesehen.

Die Angeklagten bestreiten die Schuld​

Nach der Anklageschrift sollen die acht Angeklagten – zwei Hafenleiter und sechs Fischer – über einen Zeitraum von fünf Jahren, von 2018 bis 2023, falsche Angaben auf den sogenannten Schluss-/Anlandescheinen gemacht haben.

Dabei ging es um die Anlandung und den Verkauf von Fisch verschiedener Fischerboote an das Karlsøybruket auf Vannøya in der Gemeinde Karlsøy.

Staatsanwalt Tor Børge Nordmo erklärte gegenüber NRK:

„Das ist in Zusammenarbeit zwischen der Fischannahmestelle und den Fischern geschehen, die dort angeliefert haben. Es wird zu organisierter Kriminalität, wenn drei oder mehr Personen daran beteiligt sind.“
Neben Staatsanwalt Tor Børge Nordmo sind Vertreter der Polizei und von Økokrim im Gerichtssaal anwesend.

„Umweltkriminalität“​

Staatsanwalt Tor Børge Nordmo bezeichnet den Umfang des Falles als schwere Umweltkriminalität.

Alle acht Angeklagten erklärten zu Beginn des Prozesses, dass sie die Vorwürfe nicht anerkennen.

Die Staatsanwaltschaft bezeichnet einen der Hafenleiter als Hauptverantwortlichen des Falles.

Der Verteidiger Thomas Hansen erklärt, sein Mandant widerspreche den Angaben in der Anklageschrift:

„Mein Mandant ist mit dem, was in der Anklage steht, nicht einverstanden. Er ist nicht Teil einer Darstellung oder Hypothese, wonach es sich um organisierte Kriminalität handeln soll.“
Der Mann habe den Fall seit dreieinhalb Jahren über sich hängen. Die Polizei habe ihn früh als Hauptverantwortlichen bezeichnet. Dies sei für ihn über einen so langen Zeitraum sehr belastend gewesen.

Auch die Verteidigerin Astrid Bolstad erklärt, ihr Mandant erkenne sich nicht in der Darstellung der Staatsanwaltschaft als Mitglied einer organisierten kriminellen Gruppe wieder.

Ihr Mandant habe nur für einen sehr begrenzten Zeitraum und in sehr geringem Umfang Fisch angeliefert.

Warum die Staatsanwaltschaft von Umweltkriminalität spricht​

Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft haben die Angeklagten falsche Angaben darüber gemacht, wie viel Fisch und welche Fischarten tatsächlich an der Anlegestelle angeliefert wurden.

Als Beispiel erklärt Staatsanwalt Nordmo:

Wenn Dorsch angeliefert wird, auf dem Anlandeschein aber beispielsweise Seelachs angegeben wird, kann der Fischer die entsprechende Menge Dorsch später erneut fangen.

Damit könne die tatsächlich aus dem Meer entnommene Fischmenge nicht mehr zuverlässig kontrolliert werden.

Der Anlandeschein hat nach Darstellung der Staatsanwaltschaft mehrere Funktionen:

  • Er wird für die Abrechnung der Fangquote des Fischers verwendet.
  • Gleichzeitig sind die Angaben wichtige Fangdaten.
  • Diese Daten werden an Behörden weitergemeldet.
  • Sie fließen in die Berechnung der Fischbestände ein.
  • Sie werden bei der Festlegung der zukünftigen Fangquoten verwendet.
Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft können falsche Angaben deshalb dazu führen, dass Wissenschaftler und Behörden künftig falsche Fangquoten berechnen.

Im schlimmsten Fall könne dies die Überlebensfähigkeit der Fischbestände gefährden.

Das angebliche Schattenbuch​

Bei der Polizeiaktion im Jahr 2023 wurde ein Kalender beschlagnahmt.

Die Staatsanwaltschaft betrachtet diesen Kalender als eines ihrer wichtigsten Beweismittel.

Nach Auffassung der Polizei enthält der Kalender ein sogenanntes Schattenbuch – also Aufzeichnungen darüber, wie Fisch angeblich der offiziellen Registrierung entzogen wurde.

In dem Kalender sollen 37 Fischereifahrzeuge und Reeder erwähnt worden sein.

Die Polizei hat nach eigenen Angaben Tausende Stunden damit verbracht, Wiegezettel, Handschriften, Nachrichten und die Ortung der Boote zu überprüfen.

Damit sollte unter anderem festgestellt werden, ob sich die Boote tatsächlich auf See befanden oder zum Zeitpunkt der Unterzeichnung der Dokumente im Hafen lagen.

Die Staatsanwaltschaft ist der Ansicht, dass die Falschmeldungen Teil einer organisierten kriminellen Gruppe waren. Einen der Hafenleiter bezeichnet sie als Hauptverantwortlichen.

Außergewöhnlich hohe Anforderungen an alle Beteiligten​

Der Verteidiger eines der Fischer meint, dass die Anwendung des Paragraphen zur organisierten Kriminalität den Fall erheblich vergrößert habe.

Dadurch habe die Polizei Zugriff auf besondere Ermittlungsinstrumente erhalten, beispielsweise:

  • verdeckte Überwachung
  • Telefonüberwachung bzw. Telefonabhörung
  • weitere besondere Ermittlungsmaßnahmen
Ohne den Vorwurf der organisierten Kriminalität hätte es sich nach Ansicht des Verteidigers lediglich um einzelne Verfahren gegen einzelne Fischer gehandelt.

Auch der enorme Umfang des Falles stelle außergewöhnliche Anforderungen an alle Beteiligten.

Die Verhandlung dauere mehrere Monate und umfasse 27.000 Seiten Dokumente.

Dies sei sowohl für Richter und Staatsanwälte als auch für die Verteidiger schwierig – besonders für die Angeklagten.

Forderungen von insgesamt 38 Millionen Kronen​

Das Karlsøybruket ist wegen umfangreicher Falschmeldungen über Fischfang angeklagt.

Nach Angaben der Behörden soll das Unternehmen Werte von knapp 20 Millionen Kronen zu niedrig angegeben haben.

Zwischen 2018 und 2023 soll die Annahmestelle unter anderem Dorsch im Wert von mehr als 10 Millionen Kronen nicht ordnungsgemäß erfasst haben.

Dies soll dadurch geschehen sein, dass auf den Anlandescheinen geringere Mengen angegeben wurden, als tatsächlich angeliefert wurden.

Das Karlsøybruket erhielt im April eine Geldstrafe von 15 Millionen Kronen sowie eine Einziehungsverfügung über 19 Millionen Kronen.

Da das Unternehmen die Verfügung nicht akzeptiert, muss nun das Gericht darüber entscheiden.

Der Verteidiger des Karlsøybruket, Reidar Andresen, erklärte gegenüber NRK, dass das Unternehmen sowohl mit den zugrunde gelegten Tatsachen als auch mit der rechtlichen Bewertung nicht einverstanden sei.

Zusätzlich wurden gegen drei Reedereien aus Troms, Romsdal und Sunnmøre Einziehungsverfügungen verhängt:

  • Reederei in Troms: 2,45 Millionen Kronen
  • Reederei in Romsdal: 209.000 Kronen
  • Reederei auf Sunnmøre: 1,45 Millionen Kronen

Die acht Angeklagten​

Hafenleiter, 50er, Karlsøy​

  • Von der Staatsanwaltschaft als Hauptverantwortlicher bezeichnet.
  • Hafenleiter beim Karlsøybruket auf Vannøya in Troms.
  • Soll nach Auffassung der Staatsanwaltschaft falsche Angaben auf Anlandescheinen gemacht oder dabei mitgewirkt haben.

Hafenleiter, 50er, Ålesund​

  • Mit dem Karlsøybruket auf Vannøya verbunden.
  • Soll falsche Angaben auf Anlandescheinen gemacht oder dabei mitgewirkt haben.

Fischer, 40er, Karlsøy​

  • Fischer und Fischereireeder mit eigenem Unternehmen in Troms.
  • Soll nach Ansicht der Staatsanwaltschaft falsche Angaben auf Anlandescheinen gemacht oder dabei mitgewirkt haben.
  • Die Falschmeldungen sollen Teil einer organisierten und systematischen Zusammenarbeit mit den Hafenleitern gewesen sein.

Fischer, 40er, Karlsøy​

  • Fischer und Fischereireeder mit eigenem Unternehmen in Troms.
  • Soll falsche Angaben auf Anlandescheinen gemacht oder dabei mitgewirkt haben.
  • Ebenfalls angeblich Teil der organisierten und systematischen Zusammenarbeit mit den Hafenleitern.

Fischer, 40er, Ålesund​

  • Fischer und Fischereireeder mit eigenem Unternehmen auf Sunnmøre.
  • Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, als Geschäftsführer keine vollständige und korrekte Buchführung für das Unternehmen geführt bzw. dafür gesorgt zu haben.

Fischer, 30er, Hustadvika​

  • Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, Fangmengen auf den Anlandescheinen zu niedrig angegeben zu haben.
  • Er soll als Fischer und Besatzungsmitglied auf seinem eigenen und auf anderen Schiffen tätig gewesen sein.
  • Dabei soll es eine gegenseitige Zusammenarbeit bei der Über- und Unterdeklaration auf den Anlandescheinen gegeben haben.
  • Die Staatsanwaltschaft bezeichnet dies als organisierte und systematische Zusammenarbeit mit den Hafenleitern.

Fischer, 40er, Molde​

  • Fischer und Fischereireeder mit eigenem Unternehmen in Romsdal.
  • Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, Fangmengen auf den Anlandescheinen zu hoch angegeben zu haben.
  • Auch er soll bei der Über- und Unterdeklaration mit anderen Fischern zusammengearbeitet haben.
  • Laut Staatsanwaltschaft erfolgte dies organisiert und systematisch zusammen mit den Hafenleitern.

Fischer, 60er, Vestvågøy​

  • Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, Fangmengen auf den Anlandescheinen zu niedrig angegeben zu haben.
  • Er soll als Fischer und Besatzungsmitglied auf seinem eigenen und auf anderen Schiffen tätig gewesen sein.
  • Dabei soll er mit anderen an einer gegenseitigen Über- und Unterdeklaration beteiligt gewesen sein.
  • Laut Staatsanwaltschaft geschah dies in organisierter und systematischer Zusammenarbeit mit den Hafenleitern.

Betroffene Unternehmen​

Karlsøybruket​

  • Geldstrafe: 15 Millionen Kronen
  • Einziehungsforderung: 19 Millionen Kronen

Reederei in Troms​

  • Einziehungsforderung: 2,45 Millionen Kronen

Reederei in Romsdal​

  • Einziehungsforderung: 209.000 Kronen

Reederei auf Sunnmøre​

  • Einziehungsforderung: 1,45 Millionen Kronen

Einordnung​

Wichtig ist: Die oben beschriebenen Vorwürfe stammen aus der Anklage bzw. von der Staatsanwaltschaft. Die acht Angeklagten haben zu Prozessbeginn sämtlich die Schuld bestritten. Der Artikel beschreibt also den Stand des Verfahrens zum 14. September 2026 und stellt die Vorwürfe nicht als rechtskräftig festgestellte Tatsachen dar.
 
Wie oft warst Du in Norwegen? Das ist quasi die ARD Norwegens.
Glaubst du, ich fahre nach Norge und stelle da irgend einen Fernseher an, wenn das überhaupt einer ist. Ich schaue mir ja nicht mal in Deutschland viel die Glotze an, höchstens Fußball oder im Winter auch mal mehr, wenn es länger dunkel ist und kalt.
 
Glaubst du, ich fahre nach Norge und stelle da irgend einen Fernseher an, wenn das überhaupt einer ist. Ich schaue mir ja nicht mal in Deutschland viel die Glotze an, höchstens Fußball oder im Winter auch mal mehr, wenn es länger dunkel ist und kalt.
Na dann hatte ich ja Glück, dass Du weisst was die ARD ist....
 
Das es dort Kriminalität und Betrug gibt, überrascht mich nicht.

„Ubi milvium volare vides, ibi milvinum invenies.“

Wörtliche Übersetzung: „Wo du den Milan fliegen siehst, dort wirst du auch Raubgesindel finden.“

Das Zitat stammt aus dem berühmten Werk Satyricon (Kapitel 42/43) des römischen Autors
Gaius Petronius Arbiter. Vor ca. 2000 Jahren niedergeschrieben und wohl damals schon eine tausende Jahre alte Gewissheit.

Wo das Geld ist, gibt es Gauner.

Ich bin nicht so der Typ, der eine Sache ranzieht um etwas anderes zu relativieren. Fischschmuggel und schlechte Verwertung im Angeltourismus ist nicht damit entschuldigt, nur weil die Berufsfischerbranche meiner Meinung nach mehr als genug in den eigenen Reihen aufzuräumen hätte.
Aber, wie gesagt, die Einseitigkeit der öffentlichen Meinung und Schlagzeilen in den letzten Monaten und Jahren macht es wohl mehr als legitim solche Fälle nun auch nicht einfach zu ignorieren:

Sehe ich genauso.
 
Ich möchte mal wissen, wer hier ist, der oder die sich in Norge einen Fernseher einschaltet und wenn es geht die norwegischen Nachrichten versteht, ausser jemand, der dort wohnt. Aber selbst davon kenne ich jemanden, der nach wohl mehr als 20 Jahren dort noch kaum norwegisch kann.
 
ist doch egal oder?
Ich habe den Fernseher immer an egal ob deutsche oder norwegische Programme.
Ja, bei manchen läuft der von morgens bis abends. Ich finde das krank.
Wenn ich nicht so viel mit Haus, Garten und Hof zu tun hätte, wäre mir das zu langweilig. Einen Tag mal bei wirklich schlechtem Wetter das kann ja sein. Aber dazu habe ich ein großes Gewächshaus.
Im Fernseh laufen doch nur Krimis. Naturfilme schaue ich mir auch mal an, als es so warm war oder eben im Winter.
Bin ja nicht umsonst von der Stadt aufs Land gezogen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich glaube die Gier findet man überall in der Welt. Auch in Norwegen gibt es Menschen, die sich davon verführen lassen.
Die Zeit relativiert alles und stellt so manche Dinge wieder auf die Beine.
Wir Hobbyfischer waren lange genug im Kreuzfeuer. Wird Zeit das genauer geschaut wird auf unsere Kritiker.
 
Mir bleiben drei Gespräche mit Einheimischen im Juli diese Jahres in Erinnerung die so ein bisschen die Bandbreite der Norwegern zu ihrem Fisch aufzeigen:

1. Der Besitzer eines Angelladens in der Region Tromsö meinte, dass Touristen die nicht in lizenzierten Angelcamps unterwegs sind, z.B. mit einem Wohnmobil und sich tageweise ein Boot mieten, potentielle Fisch Schmuggler sind, weil ihre Fänge ja meist nicht erfasst werden.

2. Ein Fischcamp Betreiber ist gegen eine Fang Beschränkungen beim Skrei (hochträchtiger Atlantik Winterdorsch). Nord-Norwegen hätte seinen Wohlstand dem Skrei zu verdanken und der Fisch wird zu fast 100% verarbeitet. Solange er an die Küsten kommt gibt es kein Problem.

3. Eine Fischcamp Betreiberin auf Svenja unterstützt die Initiative,Steinbeisser in gewissen Regionen zu Releasen, da sie helfen invasive, überhand-nehmende Muschelarten zu bekämpfen.

Und zuletzt die Aussage der Bürgermeisterin (in dem o.g. Artikel lt. GÜ):

'Der Bürgermeister von Karlsøy sagt, die Kampagne vor drei Jahren habe die lokale Gemeinschaft tief geprägt.

Wie so oft gibt es auch hier mehrere Seiten der Medaille. Viele glauben, die Wahrheit zu kennen, und dass es sich um ein kulturelles Phänomen und nicht um ein Verbrechen handelt.

Dann gibt es diejenigen auf der anderen Seite, die glauben, es handele sich lediglich um eine Verfolgung durch die Behörden, um jemanden zu fassen. Und schließlich gibt es diejenigen in der Mitte, die den Sachverhalt möglicherweise nicht vollständig verstehen.'



Ehrlich gesagt, das Argument mit der kulturellen Einstellung ist die gleiche antiquierte Einstellung die auch den Walfang für wissenschaftliche Zwecke verteidigt.

U.U ist die Antwort viel simpler und wie @Horst04 bereits schrieb: Wo Geld ist gibt es Gauner.
 
Es sind wohl häufig kleine Gemeinschaften, kleine Inseln usw auf denen im Prinzip jeder direkt oder indirekt profitiert. Da redet niemand, außer vielleicht mal jemand der sich ungerecht behandelt fühlt und sich rächen will..... und Clankriminalität ist nicht bestimmten etnischen Gruppen vorbehalten.

Hier war halt jemand dumm genug parallel Aufzeichnungen zu führen und sicherlich gab es auch jemanden von innen heraus der Tipp gegeben hat.

Jedenfalls habe ich von den paar Fischverarbeitungen bei denen ich war keine erlebt die sauber war und teils haben mir Kollegen dort, die viel mehr rumgekommen sind, noch geschildert, dass ich in sehr guten/relativ sauberen Betrieben war.

Nun ist es so, dass es natürlich auch kaum echte Opfern gibt. Die Saisonarbeiter verdienen unter Mindestlohn, aber haben durch teils 18 Stunden Tage usw trotzdem nach 2 Monaten ein Jahresgehalt in ihrem Heimatland zusammen. Die Norweger bekommen ihr Festgehalt und Bonus.
Der Fischer liefert alles ab (macht sich auf See nicht strafbar), schont aber Quote wenn manches nicht registriert/entsorgt wird. Quasi besser später Quote für hoch bezahlte Qualität abrechnen, als mindere Qualität heute.

Na ja, und die Intentionen der Eigner und Betreiber sollten klar sein. Ich habe auch erlebt, dass Eigner der Annahme auch gleichzeitig Eigner der Schiffe war die geliefert haben..... Da läuft es dann so richtig Hand in Hand 😅

Ich glaube den tatsächlichen Umfang möchte lieber niemand kennen. Da könnte man ab den Lofoten aufwärts Norwegen auch gleich ganz zumachen.
 
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