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Ich gestehe, ich hatte noch nie einen Lumb am Haken, auch dort nicht wo es hieß hier wäre ein Lumb Loch.
Kann man den Burschen in Steaks schneiden und so verarbeiten? Wenn ich von der lederatigen Haut und Gräten so lese...

Wir hatten mal einen Eintopf mit Conger gegessen, dieser war in Scheiben geschnitten und ließ sich so hervorragend aus der Haut und von den wenigen sehr dicken Gräten lösen. Das Fleisch war auch sehr fest und mega lecker. Daher die Paralleleln zu Lumb..
 
Ich weiß nicht, warum immer solche Schauergeschichten über Lump verbreitet werden. Mit einem vernünftig scharfem Messer (sollte man sowieso immer haben) ist es kein großes Problem einen Lumb zu filetieren. Die Haut lässt sich ebenso ziemlich problemlos entfernen und wieso davon geschrieben wird, dass der Lumb viele Gräten hat, ist mir vollkommen rätselhaft. Das Fleisch ist fest und schackhaft und erinnert mich immer etwas an Hummer. Einzig, dass es in einigen Gegenden stark verwurmt ist, sollte man beachten. Die in Utvorda gefangene Fische waren übrigens erstklassig. Mein größter hatte knapp zwölf kg und war ausgesprochen lecker.
 
Ich weiß nicht, warum immer solche Schauergeschichten über Lump verbreitet werden. Mit einem vernünftig scharfem Messer (sollte man sowieso immer haben) ist es kein großes Problem einen Lumb zu filetieren. Die Haut lässt sich ebenso ziemlich problemlos entfernen und wieso davon geschrieben wird, dass der Lumb viele Gräten hat, ist mir vollkommen rätselhaft. Das Fleisch ist fest und schackhaft und erinnert mich immer etwas an Hummer. Einzig, dass es in einigen Gegenden stark verwurmt ist, sollte man beachten. Die in Utvorda gefangene Fische waren übrigens erstklassig. Mein größter hatte knapp zwölf kg und war ausgesprochen lecker.
Du hast vollkommen Recht. Sie sind oft etwas nervig als Beifang und hängen ziemlich fest am Haken.
Ab dem Zeitpunkt (also das ich persönlich sie nicht Angeln mag) sind sie wirklich nicht schlecht. Bestätigen ja hier auch die Erfahrungen und Rezepte.

Zum Thema Gräten wollte ich aber eigentlich schreiben: der Aufbau der Gräten ist meiner Meinung nach identisch zu Leng. Wirklich kein Thema.
 
Meine Erfahrungen mit Lumb:
Sie zerfleddern gern die Gummifische und sind bei uns bisher oft verwurmt gewesen (Region Senja)
Deswegen beim angeln mittelmäßig unbeliebt 😆
Wenn wir doch mal einen mitgenommen haben, so ist das (wurmfreie) Filet auf der Haut gebraten seeeehr lecker.
 
Und da widme ich mich wieder meiner Lieblingsbeschäftigung am Flughafen 🥴. Einige wichtige Arten haben wir schon "abgearbeitet", andere fehlen noch.

Ein Fisch, der eher selten gut ist für heftige Fluchten und spannende Drills (aber dafür umso besser in der Küche), ist der Rotbarsch.
In Flatanger wird man nur mit viel Glück Fische über 2,5 max 3kg fangen. Gleichzeitig sind aber doch gute Stückzahlen in "Küchengröße" möglich.
Anforderungen in Sachen Drill mögen überschaubar sein, allerdings sind anglerische Fähigkeiten durchaus gefragt. Denn das Aufspüren und Befischen guter Rotbarschspots erfordert durchaus ein wenig Erfahrung in Sachen lesen von Seekarten und Präzision beim Ansetzen der Drift. Beim Rotbarsch kann gelten "knapp daneben ist voll vorbei".
Es ist nicht nötig extrem tief zu fischen. Die Größe ähnelt, egal ob 120 Meter tief oder 350. Dementsprechend sind Spots um 150 noch einigermaßen zu beangeln und liefern auch.

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Die langen Rotbarsch Vorfächer können durchaus Sinn machen, denn häufig verteilen sich die Fische vertikal auch ein gutes Stück über dem Grund.
Steilwände und Rifftops können gute Spots sein. Auch die mittlerweile gängigen circlehooks sind effektiv, da sich so nach und nach mehrere Fische Haken lassen und auch sicher am Band bleiben.
Leuchtschlauch oder flasher sorgen für optischen Reiz, während kleine Fischfetzen als eigentliche Köder dienen.
Meiner Meinung nach ist die Wahl des Platzes mehr als nur die halbe Miete. Dementsprechend mache ich mir wenig Gedanken bzgl der Fischfetzen. Wichtig ist allerdings sie nicht zu groß zu schneiden. Rotbarsch habe ich schon auf ganze Makrele gefangen, diesbezüglich also kein Grund nicht ordentlich Köder an den Haken zu bringen. Aber das System schnell und effektiv auf Tiefe zu bringen (und zu halten) funktioniert am besten mit kleinen Ködern, nicht zu dicken Schnüren und ordentlichen Stabbleien.
Häufig wird nicht der erste Versuch gleich ein Treffer sein, wenigstens wenn man neue spots befischt.
Die Bisse sind aber gut spürbar und ich versuche durch leichtes Heben den Fisch sicher zu haken um dann möglichst anschließend noch auf weitere Interessenten zu warten. Hat man den Spot voll getroffen, kann es aber auch vorkommen, dass alle Anbissstellen fast zeitgleich besetzt werden.

Ab diesem Zeitpunkt gilt es die stacheligen Leckerbissen mit konstantem Druck an die Oberfläche zu bringen. Geht ein Fisch im oberen Drittel verloren, dann ist die Chance groß, dass er von alleine etwas später zur Oberfläche kommt und eingesammelt werden kann.
Bei der Landung und entfernen des Hakens Vorsicht! Flossen - und Kiemenstacheln können Blutvergiftung und Entzündungen verursachen. Das Auge des Fisches enthält leicht antibiotische Flüssigkeit, die in solchen Fällen als erste Hilfe genutzt werden kann.

Beifänge an Rotbarsch Spots können Goldlachs, Wittling, Haie, Köhler, Lumb und Leng sein.
Da sowohl Köhler, als auch Rotbarsch scharf auf Krill und Fischlarven sind, kann es sein das Köhler an den guten Rotbarschspots in der oberen Etage wohnen. In solchen Fällen kann es ziemlich schwierig sein die Zieltiefe zu erreichen, da die Systeme im Absinken ausgebremst werden.

In der Küche ist der Rotbarsch eine ziemlich eindeutige Sache.
Die gut gepanzerte Haut ist bestens geeignet den Saft im Fleisch zu halten. Ich bereite den Rotbarsch gerne über Nacht gesalzen im ganzen im Ofen zu. Warm geräuchert ist er ebenfalls erstklassig. Als Koteletts in der Pfanne, vom Grill, oder notfalls auch als Filet ist er auch top.

Leider stehen Rotbarschbestände unter Druck. In den vergangenen 50 Jahren sind sie um weit über 90% gesunken.
Den Berufsfischern ist gezielter Fang in norwegischen Gewässern nicht erlaubt. Entsprechend ist es doppelt sinnvoll, wenn wir Angler das Privileg ihn gezielt beangeln zu dürfen mit bedacht nutzen und keine übertriebenen Strecken machen.

Der Rotbarsch ist zwischen September und Mai für gezielte Angelei geschützt. Fängt man dann Rotbarsch (S. marinus), so soll er verwertet werden. Allerdings soll auch der Platz gewechselt werden.
Es gibt zwei Arten, die beide gewöhnlich sind in Norwegen. Der kleine Rotbarsch (S. viviparus) ist dabei nicht geschützt und in geringeren Wassertiefen (ab 10-15 Metern) zu finden.
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Also zum Lump nochmal. Oft macht er keinen Spaß weil er größtenteils nicht gezielt befischt wird. Oft istan auf Leng aus und ärgert sich dann doch die Montage wegen einem gefrässigen Lump wieder hochholen zu müssen. Aber wenn ich doch eine gute Größe erwische kommt er auch mit.
Ich ziehe erst die Haut runter, dann hat man keine Sorgen beim Filet.

Hier noch vom letzten Trip ein paar Barsche. Es waren schöne Größen dabei. Ich mag die Angellei sehr gern.
 

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Also zum Lump nochmal. Oft macht er keinen Spaß weil er größtenteils nicht gezielt befischt wird. Oft istan auf Leng aus und ärgert sich dann doch die Montage wegen einem gefrässigen Lump wieder hochholen zu müssen. Aber wenn ich doch eine gute Größe erwische kommt er auch mit.
Ich ziehe erst die Haut runter, dann hat man keine Sorgen beim Filet.
Ich habe gerade mal YouTube nachgeschaut ob es eine Anleitung gibt wie man einen Lumb am besten entkleidet und filetiert. Für so gut wie jeder Fischart gibt es Anleitungen zum filetieren, für den Lumb ( Bromse) habe ich nichts gefunden.

Zum durchtrennen der Lederhaut verwende ich ein Teppichmesser mit Hakenklingen und schneide dann mit einem normalen Filetiermesser weiter, das schont die Klinge. Aber wie man die Haut am besten abzieht oder den Lumb am besten grätenfrei filetiert, dazu habe ich nichts gefunden. Hier ist also mal wieder das Schwarmwissen einiger gefragt die damit Erfahrung haben.
 
ich glaub mir Zange an der Haut angefaßt und gegen den Strich abgezogen - aber ich bin schon alt, das Hirn ist welk - vielleicht verbuchsle ich da was :lacher:
 
Ich habe gerade mal YouTube nachgeschaut ob es eine Anleitung gibt wie man einen Lumb am besten entkleidet und filetiert. Für so gut wie jeder Fischart gibt es Anleitungen zum filetieren, für den Lumb ( Bromse) habe ich nichts gefunden.

Zum durchtrennen der Lederhaut verwende ich ein Teppichmesser mit Hakenklingen und schneide dann mit einem normalen Filetiermesser weiter, das schont die Klinge. Aber wie man die Haut am besten abzieht oder den Lumb am besten grätenfrei filetiert, dazu habe ich nichts gefunden. Hier ist also mal wieder das Schwarmwissen einiger gefragt die damit Erfahrung haben.
entweder bei Rainer oder beim Horst war ein mal ein älteres Video, wo man die Haut beim Lumb erst rund um mit nem Teppichmesser einritzt und dann vom Schwanz aus mit einer Zange mit kräftigen Ruck abzieht. Ich schau mal nach ob ich es finde.
 
Ich wollte vorhin schon schreiben, dass wir große Lumb in der Fischfabrik auch ganz normal wie jeden anderen Fisch filetiert haben.
Kann schon sein das man zwischdurch Messer einmal öfter abziehen sollte, aber ansonsten ist der Aufwand mit Cutter und Zange meiner Meinung nach nicht nötig. Man wird ja idR auch nicht 50 Lumb am Tag Filetieren.
 
Es gibt Leute, die können mit scharfen Messern nicht umgehen. Die Möwen sind, was Lumb angeht, in Utvorda auch etwas pinglich.
 
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