Erfahrungen Notsender / RescueMe Gerät von Ocean Signal

frodo9999

Stammnaffe
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Moin aus Hamburg,

ich wollte mal in die Runde fragen, ob ihr ein solches Gerät auf dem Boot nutzt und wie eure Erfahrungen damit sind. Bzw. nutz ihr überhaupt Notsender?

Vielen Dank für eure Antworten und liebe Grüße
 
Ich nutze selber kein AIS. In den Angelrevieren in Norwegen halte ich AIS, sowohl in fest verbauter Form oder Boje bei unseren Kleinbooten für entbehrlich. In Revieren mit viel Berufsschifffahrt, abgelegen und "weit draußen" wäre es gewiss nice, aber mir fällt kein Revier ein, wo man das bräuchte...
 
Wenn man bedenkt, was man ansonsten so für Angelausrüstung ausgibt, dann sollte ein EPIRB eigentlich Bestandteil der persönlichen Schutzausrüstung sein.

Aber ich kenne tatsächlich niemanden der sowas hat, dem mag sehr wohl eine "mir passiert schon nix" Mentalität zugrunde liegen. Vielleicht mal nen angelnden Psychologen fragen ;-)
 
wie funktioniert denn so ein Gerät?
 
Wenn man bedenkt, was man ansonsten so für Angelausrüstung ausgibt, dann sollte ein EPIRB eigentlich Bestandteil der persönlichen Schutzausrüstung sein.

Aber ich kenne tatsächlich niemanden der sowas hat, dem mag sehr wohl eine "mir passiert schon nix" Mentalität zugrunde liegen. Vielleicht mal nen angelnden Psychologen fragen ;-)
Interessant dabei, dass es bei Tauchern in bestimmten Regionen mittlerweile absoluter Standard ist und auf einem Boot, wo so ein Teil ja nichtmal persönlich mitgeführt werden muss, den meisten komplett unbekannt.

Fairerweise muss man natürlich sagen, dass Taucher auch kein Telefon oder Funk mitführen können.
 
wie funktioniert denn so ein Gerät?
Ein EPIRB wird auf Schiffen/Booten mitgeführt und sendet im Notfall automatisch ein SOS-Signal (GPS) über Satelliten. Damit können Rettungsdienste sehr schnell den Standort eines Schiffes orten. Aktiviert sich automatisch, wenn ein Schiff sinkt (durch Wasserkontakt / Druckauslösung) oder ein Mann (auch Frauen 😅) über Bord geht. Kann auch manuell eingeschaltet werden. Rettungsleitstellen bekommen die Daten und starten eine Suche. Das Gerät schwimmt an der Oberfläche und funktioniert weltweit.
Ein EPIRB muss registriert werden. Das Notsignal enthält nur eine ID-Nummer. Erst durch die Registrierung wissen Rettungsdienste zu wem es gehört. Ohne Registrierung funktioniert das EPIRB technisch – aber praktisch ist es dann viel weniger effektiv. Deshalb ist die Registrierung vorgeschrieben und entscheidend für schnelle Hilfe. Ein EPIRB in Norwegen wird nicht direkt beim Gerät selbst registriert, sondern über die norwegische Schiffs-/Funklizenzverwaltung.

In meinen Augen eine absolut sinnvolle Anschaffung. Es ist nicht günstig, aber für die Angelausrüstung geben wir auch eine Menge an Geld aus.
 
Ich hab ein wasserdichtes Telefon mit echten Tasten, Cat B30 oder so, das hab ich in der Brusttasche.
Also so GANZ nackt würde ich nicht planschen gehen.
Zumindest mal sowas sollte man haben. Kostet so 20€.

Ohne SIM Karte ist sogar besser, weil man dann nicht Telia oder Telenor gebunden ist.
Deutsche Gratis Zweitkarte ist natürlich auch ok.
 
Ist sicher nice to have .. aber auch leider aus aktuellem Anlass hier im Nappstraumen, hat man wieder gesehen, dass ein Notpeilsender im Falle eines Falles auch keine Leben retten kann. Am Gründonnerstag ist ein Fischerboot mit 3 Personen an board gekentert. Der Notpeilsender hat zuverlässig fuktioniert und die Redningsselskapet + SAR Queen Helikopter konnten die Personen bergen. Eine Person wurde ins Krankenhaus nach Gravdal gebracht, 2 Personen zuerst nach Bodø und dann weiter ins Krankenhaus nach Tromsø. Leider sind die beiden Personen verstorben.


Sicher hilft der Notpeilsender beim auffinden des Bootes und durch den automatischen Notruf, leider ist es oft zu spät, wenn man einmal im Wasser ist - (speziell im Winter in Nord Norwegen). Daher würde ich auch hier wieder dafür plädieren, in fragwürdigen Wetterverhältnissen einfach das Boot im Hafen zu lassen.
 
Das ist tragisch. Ein Notsender erhöht aber zumindest die Überlebenschancen. Soweit ich weiß, gibt es nur zwei Kombigeräte auf dem Markt, die sowohl AIS (lokaler Notruf direkt an Schiffe in der Nähe) als auch PLB auf 406 MHz (Satelliten-Notruf über eine weltweite Rettungsleitstelle) in einem Gerät vereinen. Die kosten etwa 500–600 Euro. Für die nächste Norwegen-Tour im Mai werde ich mir so ein Gerät zulegen. So viel sollte einem das eigene Leben wert sein.
 
Gerade in Kombination mit nem Trocky und warmer Unterkleidung erhöht es im Fall der Fälle definitiv die Überlebenschancen. Setzt aber voraus, dass man das Gerät bei sich behält und es korrekt nutzt (bei meinem ist der Alarmknopf zu drücken und die Antenne muss nach oben in Richtung Himmel zeigen).
 
So wie es sich liest, wäre für Einzelpersonen ein PLB ausreichend und sinnvoll. Ein EPIRB soll für Schiffe/Boote registriert sein, ist meistens größer und hat automatische Auslösung, oder?

Oder gibt es da noch weitere vergleichbare Gadgets?

..auch noch gefunden, beide Varianten bei gleichem Gerät auswählbar??
 
Hallo,
ich habe noch ein McMurdo Max PLB, habe es einige Male auf meinen Angelreisen mitgehabt, einwandfreier Zustang, lediglich
die Batterie muss getauscht werden. Preislich habe ich mir 100€ vorgestellt.
 
Normalerweise schiebe ich die Verantwortung ja ungern ab und kümmer mich selber drum, ABER wäre denn dieses Gerät nicht als Sicherheitsstandard vom Vermieter zu tragen? Macht ja wenig sind wenn 30 oder 35 Gruppen sich das Boot mieten und jeder kauft sich selbst so ein Ding?

Einen großartigen Mehrwert für mich persöhnlich finde ich da jetzt nicht unbedingt. Mit einem Boot fahren wir grundsätzlich nicht Offshore und grenzwertige Wetterbedinungen gibt es nicht. Wenn man überlegen muss ob die Bedingungen noch gehen oder nicht haben wir Freizeitkapitäne auf dem Wasser nichts verloren. Das Wichtigste ist eh das man schnell aus dem Wasser kommt, da beruhigen mich trockene Wechselklamotten, ein großes Handtuch und ein zweites Boot dessen Bootsführer schon mal was von nen Mann-über-Bord-Manöver gehört hat wesentlich mehr als ein technisches Hilfsmittel. Als Einzelgruppe siehts evtl. wieder anders aus.
 
Moin Moin.
Ich finde so ein Teil EPIRB / PLB sehr sinnvoll und habe solch ein Handgerät seit ca. 7 Jahren immer dabei. Auf Grund meines ehemaligen Berufes, bin ich in dieser Richtung doch sehr sensibilisiert. Ich hatte damit zu tun Menschen, Crews auf dem Wasser aber auch auf dem Land zu finden. Man muss nicht immer gekenntert sein um diese "Beacon" einzusetzen. Es reicht auch schon, wenn der Bootsführer evtl. einen Herzinfarkt oder Schlaganfall auf dem Wasser erleidet. Obendrauf kommt dann noch die Panik bei einigen Menschen. Wenn dann diese Person(en) das Boot schnell nach Hause bringen sollen oder den Standort "händisch" über das Telefon mitteilen sollen, dann kapitulieren nicht wenige. Da ist es schon einfacher, wenn man an einem kleinen Gerät die Antenne ausrollt und einen Knopf drückt. Wenn das Gerät richtig angemeldet wurde, dann kommt der Anruf von der Rettungskette zu euch (über das Handy des Eigentümers), usw., usw.,.....
"Jeder ist seines Glückes Schmied, aber nicht jeder Schmied hat Glück." Das war jetzt nur meine Meinung zu dem Thema.

Gruß Carsten
 
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