Entscheidungshilfe Sørøya

Kogge

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11 September 2023
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Hallo Forengemeinde
Gerade zurück von den Lofoten (Brettesnes), steht natürlich die Planung für 2026 an.
Nach drei Jahren Lofoten und einen Ausrutscher an den Øksfjord ist klar, es soll in Richtung Finnmark gehen, die Dichte an Kapitalen Fischen und an Butt scheint einfach höher zu sein.
Bevor wir uns für ein Camp entscheiden und für Ende September buchen, würde ich mich freuen mich mit einem Sørøya erfahrenen Forenmember auszutauschen.

Liebe Grüße, Robert
 
Was möchtest du denn wissen? Ich persönlich war acht Mal in Breivikbotn sowohl im Frühjahr wie auch im Sommer und Herbst.
 
Moin,

ich war einmal in Sörvaer auf der Westseite und zweimal in Akkarfjord auf der Ostseite. In 10 Tagen gehts zum dritten mal nach Akkarfjord. Vielleicht steckt ja in dieser Aussage schon eine Tendenz drin. Aber wenn @since1981 bereits 8mal in Breivikbotn war, dann sicher auch nicht ohne Grund. Frag, was du genau wissen möchtest. Unterstützung in der Entscheidungsfindung kann eigentlich nie schaden.
 
Danke für eure Beiträge!
Da wir die Anreise mit Auto bevorzugen möchten wir 14 Tage vor Ort sein, dann kommt auch richtig Urlaubsfeeling auf und man kann den einen oder anderen Ausfalltag eher kompensieren. Auf der Westseite gibt's mehrere Camps, auf der Ostseite anscheinend nur am Akkarfjord. Die Preise dort sind bestimmt gerechtfertigt, erscheint mir aber um einiges teurer.
Auch wenn natürlich keiner das Wetter für nächstes Jahr vorhersagen kann, frage ich mich was man bei der Wahl des Camps berücksichtigen sollte und wo man vielleicht windgeschützter ist.
Aus dem Bauch heraus tendiere ich zu Breivikbotn, die Boote von Camp Halibut machen einen top Eindruck.
Ende September ist die Rotbarsch Saison schon auf Grund von Schonzeit vorbei, oder? Bin verwirrt da ich hier und da auch im September hier und da was von Rotbarsch zu sehen und lesen ist, aber vielleicht gibt's die Schonzeit noch nicht so lange und das sind Berichte aus dem Archiv..
 
Also die Preise haben allgemein ziemlich angezogen. Das hängt natürlich auch mit den Booten zusammen die dort angeboten werden. Ich würde da oben min. 22ft und 100PS nehmen. Mit einem 19ft Kvaerno und 50PS Motor wie sie bei einigen noch angeboten wird, macht das absolut keinen Sinn. Ich selbst bin bei einem kleinen privaten Vermieter, bei dem Boot und Unterkunft getrennt ist.
Breivikbotn bzw. Breivikfjod hat den Vorteil das du einen gewissen Windschutz hast und im Breivikfjord auch gute Stellen auf Heilbutt, Scholle und ab Juli auch Seelachs hast. Dafür ist die Anfahrt zu den Offshorespots etwas weiter (ca. 8km mehr als von Soelvaer). Bei unserem letzten Aufenthalt waren wir zwei Tage in Hasvik bei Big Fish Adventure. Das ist eine extrem geile Anlage mit verschiedenen Unterkunftsmöglichkeiten, tollem Filetierhaus und richtig guten Booten. Ist allerdings auch die teuerste Option auf Soroya. Camp Halibut liegt noch im Breivikfjord, hat ebenfalls richtig gute Boote, allerdings finde ich die Unterkünfte relativ beengt. In Solvear hast du noch zwei Anbieter die ebenfalls tolle Boote bieten und unterschiedliche Unterkünfte. Abraten würde ich da von den kleinen Häuschen. Da ist kaum platz zum Leben drin.
Rotbarsch kann nur im Juni, Juli und August beangelt werden wie überall nördlich des 62.Breitengrades. Was manche dann daraus machen ist ne andere Geschichte.
Zum Akkarfjord kann ich nicht viel zu sagen bis auf die Tatsache das es ein brutales Revier ist, in dem kaum Angeldruck herrscht. Da sind Spots in der Nähe dafür fahren manche mit dem Boot um die halbe Insel (Kamoysund z.b.).
Wie viele Leute seid ihr denn? Wie sind eure Anforderungen an die Unterkunft und allgemein den Komfort einer Anlage?
 
Vielen vielen Dank für deine aufklärenden Worte. Die Unterkünfte in Solvear habe ich aus unerklärlichen Gründen ganz aus meiner Vorauswahl gelassen, jetzt wirds definitiv nicht einfacher.
Wenn du sagst dass es von Breivikfjord ein Stück weiter zu den Offshoreplätzen ist, dann meinst du sicher in erster Linie die Gründe nördlich von Soroya. Die wären von Bigfishadventure natürlich noch weiter weg, dafür erscheinen mir die Plätze auf der Südseite der Insel nicht viel unattraktiver. Aktuell sind wir noch in der Findungsphase, wir werden zu dritt, eher zu viert sein, oder vielleicht sogar zu sechst, dann mit zwei Booten, das wird eine Rolle für die Auswahl. Bei den Booten bin ich voll bei dir, unter 115, eher 150PS und 6,6m kommt nichts in Frage. Nach meinen Erfahrungen Pilothaus und T-Top Booten tendiere ich zu letzterem. Der Standard muss nicht allzu hoch sein, uns geht es weniger um die Bude, eher ums Angeln und Ausfalltage würden wir im Hinterland der Insel mit Rute und Wanderschuhen kompensieren. Zu viert auf 34qm, wie ich es schon angeboten gesehen habe, fetzt natürlich nicht, zu dritt würde es vielleicht gehen. Hingegen ein ordentlicher Trockenraum oder eine Sauna an kalten Herbsttagen ist natürlich klasse und bringt Pluspunkte.. Camps in denen alle schweigend an ewig langen Filetiertischen unendlich viel Fisch und Alkohol verarbeiten finde ich tendenziell befremdlich, hängt bestimmt aber auch immer mit den Truppen zusammen die gerade vor Ort sind.
Danke für die Aufklärung mit den Rotbarschen, den Ententeichtag nutzen wir dann eben nicht für die Roten, sondern für weiter Offshore.
Ich höre also raus, bis auf zu kleines Boot oder kleine Wohnung/Haus kann man überall nicht allzu viel verkehrt machen. Zwecks weniger Windschutz tendiere ich aktuell weniger zu Solvear, ansonsten hoffen wir aufs Beste und werden uns die nächsten zwei drei Wochen in unserer Gruppe gemeinschaftlich einigen. Sollte jemand noch Partei für ein spezielles Camp/Anbieter via Beitrag oder PN ergreifen, freue ich mich natürlich auch, ich sag schon mal Danke
 
Also die Hotspots auf der Westseite sind die Abbruchkanten Richtung Øksfjordrinne. Die hast du in Hasvik quasi vor der Haustür. Von Breivikbotn bzw Solvear ist das das Gebiet um den Kveitegrunnen sowie Runningen. Natürlich auch weiter in Richtung Norden. Also Longbakken und Silboen.
Die Nordwestspitze von Sørøya sowie die Richtung Osten liegenden Fjorde sind auch sehr interessant (Sandfjord usw.)

Mal eine grobe Übersicht der OffshoreSpots auf der Westseite. Ist nur ne grobe Übersicht. Aber daran siehst du, das du von Hasvik tendenziell andere Spots befischst als von Sølvaer aus. Da Breivikbotn in der Mitte liegt hast da eh alle Optionen, da die Anfahrt immer etwas weiter ist.
 

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Moin,

ich will ja nicht klugscheißen.....mache es aber dennoch 😂 @since1981 Du meinst ja in deinen Ausführungen sicher
Sørvær oder Sörvaer oder Sorvaer😇 Aber den von dir beschriebenen Ort mit dem L (3 verschiedene Schreibweisen habe ich in deinen Beiträgen auch gefunden🧐) den gibt es nicht in dem Gebiet.

Ich bin da komplett bei @Heiblu und freue mich über jeden, der sich für die Alternativen im Westen der Insel entscheidet. Die Saison ist kurz, die Unterkünfte begrenzt...und ja, ist auch 3 Mark 50 günstiger. Also los. Wobei.....Fuck.....der Dicke Skrei kommt ja aus Sørvær ☹️...aber gut, der Reisezeitraum war ja auch nicht auf Skrei ausgerichtet, sondern auf September oder?!

Bevor hier ein falscher Eindruck entsteht. Ich mache bestimmt keine Werbung für DT....weder spreche ich es aus noch schreibe ich es aus! Insofern verweise ich ausdrücklich auf meine Ausführungen im entsprechenden DT Thread letzten Sommer!


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Moin,

ich will ja nicht klugscheißen.....mache es aber dennoch 😂 @since1981 Du meinst ja in deinen Ausführungen sicher
Sørvær oder Sörvaer oder Sorvaer😇 Aber den von dir beschriebenen Ort mit dem L (3 verschiedene Schreibweisen habe ich in deinen Beiträgen auch gefunden🧐) den gibt es nicht in dem Gebiet.

Ich bin da komplett bei @Heiblu und freue mich über jeden, der sich für die Alternativen im Westen der Insel entscheidet. Die Saison ist kurz, die Unterkünfte begrenzt...und ja, ist auch 3 Mark 50 günstiger. Also los. Wobei.....Fuck.....der Dicke Skrei kommt ja aus Sørvær ☹️...aber gut, der Reisezeitraum war ja auch nicht auf Skrei ausgerichtet, sondern auf September oder?!

Bevor hier ein falscher Eindruck entsteht. Ich mache bestimmt keine Werbung für DT....weder spreche ich es aus noch schreibe ich es aus! Insofern verweise ich ausdrücklich auf meine Ausführungen im entsprechenden DT Thread letzten Sommer!


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Jo hast Recht 🤣👍 ich denke aber jeder weiß was gemeint ist.
 
Hallo Forengemeinde
Gerade zurück von den Lofoten (Brettesnes), steht natürlich die Planung für 2026 an.
Nach drei Jahren Lofoten und einen Ausrutscher an den Øksfjord ist klar, es soll in Richtung Finnmark gehen, die Dichte an Kapitalen Fischen und an Butt scheint einfach höher zu sein.
Bevor wir uns für ein Camp entscheiden und für Ende September buchen, würde ich mich freuen mich mit einem Sørøya erfahrenen Forenmember auszutauschen.

Liebe Grüße, Robert
Hallo, was meinst du genau mit "Ausrutscher" an den Oksfjord? War das Revier schlecht ?
Beste Grüße Stefan
 
Nein absolut nicht. Gemeint ist der Øksfjord von welcher Ortschaft aus auch die Fähren nach Ostsoroya gehen, nur um Missverständnissen vorzubeugen. Und der Ausrutscher bezoge sich darauf, dass es für mich ein einmaliges Intermezzo an diesem Ort war.
Ist schon ein tolles Fleckchen Erde, auch wenn der Ort selbst keine Schönheit ist. Die Finnmark kann in meinen Augen in Sachen Natur und Landschaft nicht mit beispielsweise den Lofoten mithalten, ist natürlich trotzdem wunderschön.
Es gibt wohl Zeiten in denen sich für Angellei im Fjord sehr schwer gestaltet, weil die Fische nicht da sind oder nicht beißen, draußen auf dem Lopphavet ging fischtechnisch hingegen einiges, es braucht aber echt nicht viel Wind und da draußen ging was Welle angeht richtig die Post ab. Das ist aber natürlich kein exklusives Problem dieser Destination.
 
Ich möchte mich jetzt mal im Namen der vierköpfigen Reisemannschaft für die gute Beratung hier im Forum bedanken. Wir hatten einen fantastischen Urlaub am Akkarfjord gehabt, der Fokus lag natürlich aufs Angeln, aber Wandern und Natur erleben kann man auf der Insel auch gut, gleichwohl es sicher bessere Orte dafür in Norwegen gibt! Schweinswale gab es reichlich zu sehen, auch einen Zwergwal hatten wir mal vor dem Boot, ehrlich gesagt habe ich in der exponierten Lage aber mit mehr Walsichtungen gerechnet.
Für den Reisezeitraum Ende September bis Anfang Oktober hatten wir echt Glück mit dem Wetter und auch den Temperaturen, bei potentiellen 13 Angeltagen mussten wir "nur" 3,5 Tage dem Wind opfern, dennoch konnte ich persönlich 21 Butts fangen, was wirklich außerordentlich für mich war. Die Angellei auf Dorsch hingegen war beschwerlich da die etwas besseren Fische der Kategorie über 90cm erst ab 90m zu finden waren. Leider fehlten uns die wirklich Kapitalen. Seelachs hat uns nicht so interessiert, man hätte aber 70er und 80er in Massen fangen können, dort wo wir richtig tief größere Dorsche vermutet haben. Da sich aber bei einem so langen Aufenthalt das Baglimit fast von alleine füllt, war die Angellei im Tiefen und auf nicht-Heilbutt oft ein kurzes und seltenes Vergnügen.
Butts hatten wir in allen Tiefen gefangen und im Flachen an manchen Tagen richtig gute Frequenz beim Wurfangeln mit Gummifisch gehabt.
Zwei Wermutstropfen bleiben, angesichts der ab und zu vorkommenden Rotbarschbeifänge bleibt zu vermuten, dass es sich dort um eine gute Ecke für windstille Tage handelt, leider hatten die Kollegen Schonzeit, Steinbeißer war uns nicht vergönnt, das muss man wohl zu der Jahreszeit akzeptieren.
Die Möglichkeit Abends im Ort mal eine Pizza essen zu gehen und einen Shop für Lebensmittel um die Ecke zu haben ist schon gut, ansonsten ist die abgelegene Lage ein anglerischer Vorteil der logistische Nachteile nach sich zieht. Tanken per Kanister, ordentliche Benzinpreise (wenngleich auch wahrscheinlich angemessen) und die Anreise per Fähre bei täglich zwei An und Abfahrten, wobei uns telefonisch von Snelandia die Automitnahme zugesagt wurde und wir es mangels Platz auf der Fähre vorerst zurück lassen mussten. Aber so wie man es aus Norwegen gewohnt ist, die Dinge fügen sich.
Positiv hervorzuheben ist die Betreuung, die Camp-Ausstattung, wie zB. der Filetierraum, und die geräumigen Kaasboll Kabinenboote mit Standheizung. Zu viert drauf angeln ist mMn. zwar Maximum, aber dennoch wirklich entspannt machbar. Die 150PS sind gut, wenn nicht unbedingt sparsam, wäre wahrscheinlich ein bisschen mehr Kraft noch von Vorteil, vollgetankt und beladen geleitete das Boot aber bei 4500rpm zuverlässig.

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