Ich möchte mich jetzt mal im Namen der vierköpfigen Reisemannschaft für die gute Beratung hier im Forum bedanken. Wir hatten einen fantastischen Urlaub am Akkarfjord gehabt, der Fokus lag natürlich aufs Angeln, aber Wandern und Natur erleben kann man auf der Insel auch gut, gleichwohl es sicher bessere Orte dafür in Norwegen gibt! Schweinswale gab es reichlich zu sehen, auch einen Zwergwal hatten wir mal vor dem Boot, ehrlich gesagt habe ich in der exponierten Lage aber mit mehr Walsichtungen gerechnet.
Für den Reisezeitraum Ende September bis Anfang Oktober hatten wir echt Glück mit dem Wetter und auch den Temperaturen, bei potentiellen 13 Angeltagen mussten wir "nur" 3,5 Tage dem Wind opfern, dennoch konnte ich persönlich 21 Butts fangen, was wirklich außerordentlich für mich war. Die Angellei auf Dorsch hingegen war beschwerlich da die etwas besseren Fische der Kategorie über 90cm erst ab 90m zu finden waren. Leider fehlten uns die wirklich Kapitalen. Seelachs hat uns nicht so interessiert, man hätte aber 70er und 80er in Massen fangen können, dort wo wir richtig tief größere Dorsche vermutet haben. Da sich aber bei einem so langen Aufenthalt das Baglimit fast von alleine füllt, war die Angellei im Tiefen und auf nicht-Heilbutt oft ein kurzes und seltenes Vergnügen.
Butts hatten wir in allen Tiefen gefangen und im Flachen an manchen Tagen richtig gute Frequenz beim Wurfangeln mit Gummifisch gehabt.
Zwei Wermutstropfen bleiben, angesichts der ab und zu vorkommenden Rotbarschbeifänge bleibt zu vermuten, dass es sich dort um eine gute Ecke für windstille Tage handelt, leider hatten die Kollegen Schonzeit, Steinbeißer war uns nicht vergönnt, das muss man wohl zu der Jahreszeit akzeptieren.
Die Möglichkeit Abends im Ort mal eine Pizza essen zu gehen und einen Shop für Lebensmittel um die Ecke zu haben ist schon gut, ansonsten ist die abgelegene Lage ein anglerischer Vorteil der logistische Nachteile nach sich zieht. Tanken per Kanister, ordentliche Benzinpreise (wenngleich auch wahrscheinlich angemessen) und die Anreise per Fähre bei täglich zwei An und Abfahrten, wobei uns telefonisch von Snelandia die Automitnahme zugesagt wurde und wir es mangels Platz auf der Fähre vorerst zurück lassen mussten. Aber so wie man es aus Norwegen gewohnt ist, die Dinge fügen sich.
Positiv hervorzuheben ist die Betreuung, die Camp-Ausstattung, wie zB. der Filetierraum, und die geräumigen Kaasboll Kabinenboote mit Standheizung. Zu viert drauf angeln ist mMn. zwar Maximum, aber dennoch wirklich entspannt machbar. Die 150PS sind gut, wenn nicht unbedingt sparsam, wäre wahrscheinlich ein bisschen mehr Kraft noch von Vorteil, vollgetankt und beladen geleitete das Boot aber bei 4500rpm zuverlässig.







