So, jetzt berichte ich von meinen Schlepperfahrungen in Norwegen auf Senja. Leider konnten wir nur etwa 3 Stunden schleppen. Wir hatten von 6 Angeltagen 3 komplette Windausfall Tage und an den drei Tagen gab es eben nur dieses eine kurze Fenster zum Schleppen. Wir haben je zwei Ruten mit Light Tackle auf Forelle mit Sideplaner geschleppt was super funktioniert hat vom Setup her. Die Planer liefen perfekt. Die Köder (Møre Silda in 12g und Rapala Minnow 11 cm) habe ich 15 Meter hinter dem Planer laufen lassen an 30er Mono. Dann kam ein Kugellager Wirbel und dann 1,5 Meter 30er Fluocarbon und nochmal ein Kugellager Wirbel für den Blinker bzw. ein Snap für den Wobbler. Die Mono Schnur war an ner 13er Power Pro Multicolor gebunden und die Planer habe ich 40 Meter raus gelassen. Also Ruten haben wir die Zeck Troy 2,70 Meter in 50 Gramm genommen. Zwar eine relativ straffe Rute, die es aber auch braucht, weil der Widerstand der Planer doch recht groß ist. Das gute an dem Setup ist, dass der Planer nach dem Biss nur bis zum ersten Kugellager Wirbel runter läuft und somit nicht bis ganz runter zum Köder mit Fisch dran.
Das zweite Setup waren große tief laufende Wobbler in 10 Meter Tiefe ohne Planer oder Ähnliches. Diese Köder (Hybrida B3 in 20 cm und Rapala Deep Taildancer in 13 cm) wären für Heilbutt gedacht gewesen, es haben aber nur einige Dorsche gebissen. Bei ner Geschwindigkeit von 2,5-3 sind die super gelaufen. Am Oberflächen Setup mit Planer kamen permanent kleine Seelachse, aber auch zwei Makrelen und zu meiner großen Freude eine maßige Meerforelle. Die haben wir gerade graved gebeizt mit Baguette und Honig-Dill-Senf Soße gegessen. Ein Gaumenschmaus. Nächstes Jahr hoffe ich auf mehr Schleppzeit und vor allem auf die Buckellachse. Wir werden nächstes Jahr Ende Mai/Anfang Juni auf Senja sein. Hoffentlich ist das nicht zu früh im Jahr.