Zum Küstenangeln - Multi- oder Stationärrolle?

Mariner2

Stammnaffe
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Bis jetzt habe ich beim Küstenangeln in Nordsee, Mittelmeer (Adria) und im Atlantik nur Stationärrollen benutzt, die vom Gefühl her nicht unbedingt Salzwasserfest waren.

Mit einer Multi habe ich allerdings noch nie gefischt, was ich zukünftig gerne ändern möchte.
Ich hätte Interesse an meiner Rolle, die man hängend montiert und so auch angelt. Meine Fragen sind: Wer angelt bereits auf diese Weise, wie wirft man mit solchen Rollen und welche Marken/Größen und Modelle sind zu einem empfehlen und welche Monoschnur und Stärke?

Es sollen "normale" Ruten so zwischen 2,70 und 3,60m Länge und einem Wg bis 80gr, max. bis 150gr., gefischt werden. Für stärkere Strömungen und Fische hätte ich noch Ruten bis 300 und 400gr. Wg, alle eigentlich aus dem Süßwasserbereich.
Eine Frage zum Schluß: Haben bestimmte Multis auch einen zuschaltbaren Freilauf wie bei bei entsprechenden Stationärrollen?

Für eure Antworten schon mal vielen Dank im Voraus!
 
Hallo
Multirollen werden hauptsächlich zum vertikal fischen benutzt. Man kann mit ihnen zwar auch werfen, das muss man allerdings können. Die Rolle verzeiht dir keine Fehler.
Alternativ könntest du auch eine Baitcaster nehmen. Mit denen ist das Werfen deutlich einfacher. Du brauchst allerdings auch eine Rute, bei der die Beringung dafür ausgelegt ist.
Ich kann würde dir empfehlen; kauf dir eine vernünftige für das Angeln im Salzwasser ausgelegte Stationärrolle und lass diese regelmäßig warten
 
Bis jetzt habe ich beim Küstenangeln in Nordsee, Mittelmeer (Adria) und im Atlantik nur Stationärrollen benutzt, die vom Gefühl her nicht unbedingt Salzwasserfest waren.

Mit einer Multi habe ich allerdings noch nie gefischt, was ich zukünftig gerne ändern möchte.
Ich hätte Interesse an meiner Rolle, die man hängend montiert und so auch angelt. Meine Fragen sind: Wer angelt bereits auf diese Weise, wie wirft man mit solchen Rollen und welche Marken/Größen und Modelle sind zu einem empfehlen und welche Monoschnur und Stärke?

Es sollen "normale" Ruten so zwischen 2,70 und 3,60m Länge und einem Wg bis 80gr, max. bis 150gr., gefischt werden. Für stärkere Strömungen und Fische hätte ich noch Ruten bis 300 und 400gr. Wg, alle eigentlich aus dem Süßwasserbereich.
Eine Frage zum Schluß: Haben bestimmte Multis auch einen zuschaltbaren Freilauf wie bei bei entsprechenden Stationärrollen?

Für eure Antworten schon mal vielen Dank im Voraus!
Hallo!
Das ist ein spannendes Vorhaben. Der Wechsel auf eine Multirolle bringt beim Küstenangeln viele Vorteile – vor allem die direkte Köderkontrolle und die enorme Kraftübertragung im Drill sind klasse. Da du aber noch nie mit einer Multi gefischt hast, ist das Werfen am Anfang die größte Hürde. Bei einer Multirolle dreht sich die Spule beim Wurf mit. Wenn der Köder im Wasser landet und die Spule sich weiterdreht, hast du sofort Schnursalat („Perücken“). Das verlangt etwas Übung und Daumengefühl.
Mein Tipp für den Einstieg:
Bevor du direkt viel Geld in eine große Brandungs-Multi investierst, hol dir am besten erst einmal eine Baitcaster-Kombo (eine kleinere Form der Multirolle) zusammen mit einer passenden Rute, die nach dem Wurf nicht so stark nachschwingt. Damit kannst du im Nahbereich oder im Süßwasser das Werfen und das Kontrollieren der Spule mit dem Daumen perfekt lernen. Wenn dir das liegt, fällt der Umstieg auf die großen Meeres-Multis deutlich leichter!
Das Werfen mit der Multi
Geworfen wird mit einer gleichmäßigen, ziehenden Bewegung (kein ruckartiges Peitschen wie bei der Stationärrolle!). Wichtig: Kurz bevor der Köder auf dem Wasser auftrifft, musst du die Spule mit dem Daumen stoppen.
Haben Multis einen zuschaltbaren Freilauf?
Ja, aber er funktioniert anders als bei Stationärrollen. Bei Multis gibt es meistens einen Freilaufhebel (Thumbar oder Spool Release). Drückt man diesen, läuft die Spule komplett frei (für den Wurf oder zum Schnur ablassen). Sobald du an der Kurbel drehst, rastet der Gang automatisch wieder ein. Einen klassischen „Baitrunner“-Freilauf, bei dem man über die Bremse der Stationärrolle den Widerstand des Abzugs einstellt, gibt es bei reinen Wurfscheiben-Multis selten – hier regelt man das meist über die mechanische Spulenbremse (Cast Control).
Ich hoffe, das hilft dir für den Start!
Viel Erfolg beim Ausprobieren!
 
Beim Brandungscasting mit der Multirolle werden traditionell die absolut extremsten Weiten erzielt. Tatsächlich wurden die meisten historischen und aktuellen Top-Weltrekorde von über 280 Metern mit modifizierten Multirollen aufgestellt.
Klassiker im Einsatz:
Die absoluten Dominatoren bei den Weltrekorden sind modifizierte Versionen der Abu Garcia Ambassadeur (6500er Serie), die Daiwa Millionaire 7HT Mag oder Modelle der britischen Marke Akios.
Die Bremse: Da eine freilaufende Multirolle bei der enormen Beschleunigung sofort überdrehen und Perücken (Schnursalat) erzeugen würde, nutzen Werfer präzise einstellbare Magnetbremsen (Mag-Controls). Während des Fluges regeln Profis die Bremse im Bruchteil einer Sekunde manuell nach.

Mit hängender Rolle gleich Finger brechen.
 
Also ich würde auch bei Stationärrolle bleiben und ich habe auch noch nie Probleme gehabt bezüglich Salzwassertauglichkeit, aber das war nicht gefragt hier
 
:1poke: Erster Satz im Trööt ".....die vom Gefühl her nicht unbedingt Salzwasserfest waren."

Also doch indirekt gefragt?!
 
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Reaktionen: cbt
Multirollen werden hauptsächlich zum vertikal fischen benutzt. Man kann mit ihnen zwar auch werfen, das muss man allerdings können.
In Südafrika, England, USA werden aber eher Multis benutzt und mit schweren Gewichten mag ich persönlich auch lieber Multis. Wer nur Stationärrollen kennt, muss allerdings ein wenig üben.
 
Vielen Dank zunächst für eure weiterführenden Antworten! Stationärrolle von PENN habe ich (Spinfisher Vl, Battle ll) in Größen so um 6500er.

Sind natürlich relativ groß und schwer, wenn man die Combo ständig in den Händen halten muß. Sind kleinere Meeres-Multis devinitiv leichter?
Ich hatte/habe vor, überwiegend vertikal zu angeln, also an Spundwänden von Molen und Hafenbecken sowie an steil und tief abfallenden Felswänden.
 
Ich habe früher viel mit Multirolle gefischt.Bin wieder weg davon,außer beim vertikal Jiggen.Mit Multi ist das Werfen erstens ganz anders und zweitens komplizierter.Ausserdem brauchst du viel Platz zum Schwung holen.Zum Grundangeln geht es,weil man ja nicht ständig wirft ,aber zum Angeln mit künstlichem Köder,da machst du dir das Leben unnötig schwer.
 
Werft doch nicht Sachen durcheinander. Von der Mole oder Boot zu schlenzen, vom Ufer im Meer aktiv zu fischen (shore jigging) oder mit einer 4m+ surfcasting Rute Gewaltwürfe zu machen sind doch schon 3 völlig verschiedene Sachen. Die Surfcaster benutzten wie hier richtigerweise erwähnt oft die Multis mit Magnetbremse, wie die Penn Fathom CS. Aber das ist halt einen 200g Blei in die Brandung 100m und mehr als "fire and forget" zu katapultieren und die Rute anschließend abzulegen.

Zum aktiven Angeln mit einer 20-60g Rute wollten wir heuer eine BC einsetzen und haben fleißig geübt. Ergebnis: die BC Combo wurde wieder verkaft. Man (und Frau) bleiben bei den Spinnruten mit Stationärrollen.
 
Also: Die beiden Penn-Stationärrolle, die ich habe, haben ohne Schnur folgende Gewichte: Spinfisher Vl in 6500er Größe : 760 gr.
Battle ll in 6000er: 626 gr.
Die in Beitrag #3 von Harrie empfohlene kleinere Fathom ll 12 von PENN gefällt mir auch vom Gewicht her ganz gut, die kommt dann mal in die engere Wahl.
Ich finde sie ideal, um erste Erfahrungen mit meiner 1. Multi zum Naturköder-Grundangeln zu machen.

Weit werfen brauche ich nicht. Welche Rute(n) von u.a. Penn, könnt ihr mir passend zu dieser Rolle empfehlen, wenn als größte Fische Seewölfe zu erwarten sind?
 
Vielen Dank für den Tip, Harrie! Die Rute gefällt mir gut und man kann mit ihr viele Angelarten abdecken, ja auch im Süßwasser auf Grund angeln. Sie verkraftet bestimmt auch größere Fische, wie mal einen kleinen Heilbutt oder Conger....
 
Vielen Dank für den Tip, Harrie! Die Rute gefällt mir gut und man kann mit ihr viele Angelarten abdecken, ja auch im Süßwasser auf Grund angeln. Sie verkraftet bestimmt auch größere Fische, wie mal einen kleinen Heilbutt oder Conger....
Kann ich dir nicht sagen, weil ich die Rute nicht kenne.
Ging mir um die Beringung.
 
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