Zum ersten mal nach Norwegen

semiadult

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13 Juni 2026
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Moin moin,

nach vielen, vielen Jahren, in denen es immer mal wieder im Gespräch war, klappt es jetzt endlich:
Am 28.06. fahren wir nach Norwegen, Tregde, zu unserem ersten Angelurlaub. Ich bin Bj. 1964, komme aus SH, bin seit 1977 im Angelverein, habe auch vorher schon als kleiner Junge
in dem einen oder anderen Teich auf Rotaugen und Co gefischt, aber Norwegen ist völliges Neuland.
Nachdem der Kaufrausch (kennen die meisten ja bestimmt😂) jetzt so langsam dem Ende zukommt, beschäftigt man sich mit Seekarten, Spots, Plotter und Co und allem, was da so zugehört.
Spezielle Fragen will ich nicht direkt stellen, (vielleicht zum Boot, wir haben dieses: Angelboot "Øien" 18 Fuß/25 PS, 4-Takter mit E-Starter, Steuerstand,Echolot & GPS/Kartenplotter,kann da wer was zu sagen, sind da Fischkisten, Gaff oder was an Bord, was soll man mitbringen, wie ist das Boot so?), aber wenn jemand direkte grundsätzliche Tipps hat, bin ich nicht abgeneigt...:biglaugh:

Vielleicht gibt es ja auch jemanden, der zur gleichen Zeit in Tregde Ferie ist, da für uns alles neu ist, wäre das sehr interessant.
Ansonsten wird fleissig youtube geschaut, ob das nun Filetieren ist, oder der richtige Umgang mit dem frisch gefangenen Fisch, Plotter bedienen, Kaschis Videos, einfach alles.
Großes Lob hier noch an "andiolsi" für seine Mühen mit SeaSpots, ganz toll gemacht. Dazu hätte ich noch eine Frage mit dem Erstellen eigener Spots, ob man da auch seine eigenen
Koordinaten eingeben kann. Setzte ich aber da nochmal rein.

Das wars erstmal, kurz und bündig, wer etwas interessantes dazu hat, gerne schreiben.

Liebe Grüße und Petri für alle
semi
 
Moin Semi,
Erstmal herzlich Wilkommen hier im NAF.
Da du das ganze ja sehr allgemein gehalten hast und das erste Mal in Norwegen unterwegs bist, denke unbedingt auch an die Sicherheitsausrüstung.
Zur absoluten Mindestanforderung gehören da eine vernünftige Automatikweste, sowie die Wetter Apps Windy und Yr
 
Moin moin,

nach vielen, vielen Jahren, in denen es immer mal wieder im Gespräch war, klappt es jetzt endlich:
Am 28.06. fahren wir nach Norwegen, Tregde, zu unserem ersten Angelurlaub. Ich bin Bj. 1964, komme aus SH, bin seit 1977 im Angelverein, habe auch vorher schon als kleiner Junge
in dem einen oder anderen Teich auf Rotaugen und Co gefischt, aber Norwegen ist völliges Neuland.
Nachdem der Kaufrausch (kennen die meisten ja bestimmt😂) jetzt so langsam dem Ende zukommt, beschäftigt man sich mit Seekarten, Spots, Plotter und Co und allem, was da so zugehört.
Spezielle Fragen will ich nicht direkt stellen, (vielleicht zum Boot, wir haben dieses: Angelboot "Øien" 18 Fuß/25 PS, 4-Takter mit E-Starter, Steuerstand,Echolot & GPS/Kartenplotter,kann da wer was zu sagen, sind da Fischkisten, Gaff oder was an Bord, was soll man mitbringen, wie ist das Boot so?), aber wenn jemand direkte grundsätzliche Tipps hat, bin ich nicht abgeneigt...:biglaugh:

Vielleicht gibt es ja auch jemanden, der zur gleichen Zeit in Tregde Ferie ist, da für uns alles neu ist, wäre das sehr interessant.
Ansonsten wird fleissig youtube geschaut, ob das nun Filetieren ist, oder der richtige Umgang mit dem frisch gefangenen Fisch, Plotter bedienen, Kaschis Videos, einfach alles.
Großes Lob hier noch an "andiolsi" für seine Mühen mit SeaSpots, ganz toll gemacht. Dazu hätte ich noch eine Frage mit dem Erstellen eigener Spots, ob man da auch seine eigenen
Koordinaten eingeben kann. Setzte ich aber da nochmal rein.

Das wars erstmal, kurz und bündig, wer etwas interessantes dazu hat, gerne schreiben.

Liebe Grüße und Petri für alle
semi
Bei den YouTube Filmen auf die Region achten, Südnorwegen kann man nicht mit West- oder Nordnorwegen vergleichen.
Kescher mitnehmen, oft besser als Gaff das auch nicht immer vorhanden ist.
Ich hoffe Du hast dein Gerät auf Südnorwegen angepasst, Kaschi ist eher im Norden unterwegs, ist eine ganz andere Welt da oben.
 
Moin Andreas,
die App "Windy" habe ich, natürlich müssen wir uns auch genau an die Sicherheitsanweisungen halten, da es dort ein geführtes Camp ist, erwarte ich eine klare Anweisung für uns Anfänger.
Empfehlt ihr eher eine eigene Schwimmweste, oder reicht die vor Ort?
 
Moin Andreas,
die App "Windy" habe ich, natürlich müssen wir uns auch genau an die Sicherheitsanweisungen halten, da es dort ein geführtes Camp ist, erwarte ich eine klare Anweisung für uns Anfänger.
Empfehlt ihr eher eine eigene Schwimmweste, oder reicht die vor Ort?
Bzgl Schwimmwesten, Fischkisten usw musst du dich vermutlich an den Vermieter vor Ort wenden. Meist sind es keine Automatikwesten sondern nur die etwas klobigen Standardwesten.
 
Was könnte man sonst noch so erwähnen? 🤔

Werft eure Pastikflaschen bei der Anreise nicht weg, sondern füllt sie bei der Ankunft mit Wasser und stellt sie in die Gefriertruhe. Die nehmt ihr dann zum Kühlen des Fisches mit auf's Boot. Macht natürlich nur Sinn, wenn die Fischkisten unten geschlossen sind.
Bringt einen großen möglichst weißen alten Lappen mit, mit dem ihr die Fische abdeckt. Gerade die Seelachse heizen sich wegen des schwarzen Rückens sehr stark auf. Lappen gut nass machen und einfach über die Kiste.
Testet Köder aus. Wenn mal nix geht, dann sollte jeder einen anderen Köder verwenden, um den richtigen Köder zu finden.
Wir haben auch schon mal zu dritt mit gleichem Pilker in der gleichen Tiefe geangelt aber sehr unterschiedlich gefangen. Gerade beim Pilken ist die Köderführung entscheidend. Wenn die Fische zickig sind, beißen sie manchmal nur auf aggressiv geführte Pilker. Das kann Speedpilken sein oder seeehr kräftig angehobene Pilker, die man dann wieder fallen lässt und die Schnur auf dem Wasser beobachtet, wobei genau da die meisten Bisse kommen.

Ich war bisher fast ausschließlich in Mittelnorwegen. Da beißen die Pollacks im Sommer meist im flachen Wasser bis 20m und werden meist mit Gummi gefangen. Kann also sein, dass das in Südnorwegen anders ist.
Sollten die Pollacks tief stehen, lohnt sich auch mal ein 60-80g Pilker, den man extreeeeeem langsam einkurbelt - wirklich seeeeehr langsam kurbeln. Je schneller, desto Seelachs. 😉
 
Zuletzt bearbeitet:
Haltet immer Ausschau nach Vögeln, die über dem Wasser kreisen. Da ist fast immer was zu holen, denn die Dicken stehen meist unter dem Fischschwarm. Aber auf keinen Fall direkt in den Schwarm fahren. 50m Abstand sollte man schon einhalten. Und dann mit Gummi den Schwarm anwerfen, kurz absinken lassen und langsam einholen. Da kann man wahre Sternstunden erleben. 🤩
 
Gerade am Anfang fischt man oft mit Systemen mit 3 oder mehr Haken. Bei Schwärmen kleiner Seelachse macht das auch anfangs viel Spaß - war bei uns auch so. Das ändert sich aber mit den Jahren meist. 😉
Schaut, wie es andere machen, die selektiver größere Fische fangen. Die meisten geben auch gerne Auskunft darüber.
 
Angelboot "Øien" 18 Fuß/25 PS,
Ab 6 m/s wird es grundsätzlich ungemütlich. Da solltet ihr euch unbedingt in Küstennähe aufhalten, um bei schlechter werdenden Bedingungen schnell zurück zu fahren. Der Wetterbericht von YR ist zwar sehr gut, gibt aber vor allem bezüglich der Zeitangaben keine Garantie, dass es auch wirklich erst um 14 Uhr schlechter wird. Wir hatten auch schon mal 11 von 14 Tagen Sch...wetter und haben immer wieder versucht, passende Zeitfenster zum Angeln zu finden. Ein Zeitfenster war 6 Stunden aber schon nach 2 Stunden wurde es extrem ungemütlich. Da waren wir heilfroh, als wir wieder zurück waren.
 
Haltet immer Ausschau nach Vögeln, die über dem Wasser kreisen.
Und schaut grundsätzlich nach Auffälligkeiten auf dem Wasser. Vor allem bei Ententeich sollte man sich ungewöhnliche Veränderungen an der Oberfläche genauer ansehen. Da kreisen dann auch nicht immer Vögel darüber. Gelegentlich sitzen auch nur ein paar Vögel in der Nähe auf dem Wasser.
Makrelen, Heringe oder kleine Seelachse schwimmen oft nur knapp unter der Oberfläche. Durch die Bewegungen tausender Fische in einem Schwarm entstehen Wirbel usw und verändern die Oberflächenstruktur. Da sollte jeder auf dem Boot die Augen offen halten.
 
Kescher: Das muss nicht zwingend ein extra großer und extra stabil Kescher sein. Ist es nur ein normaler Klappkescher, reicht das auch aus, um den Fisch erst mal nur außerhalb des Bootes zu sichern. Rausheben kann man den Fisch dann immer noch von Hand oder indem man das Netz des Keschers mit der Hand raushebt, um das Gestänge des Keschers zu schonen.
Gumminetz wäre allerdings sehr empfehlenswert.
 
Schon mal vielen Dank für deine Tipps, didda, das eine oder andere haben wir auch schon so vor, bzw. geplant.
 
Oder Ihr lest einfach diesen tollen Reisebericht. Nicht Eure Anlage, aber das gleiche Angelgebiet. Außerdem sehr unterhaltsam. Einige Seekarten gibt's auch.

 
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