Senja April 2026 - Livebericht

Vielen Dank für den Livebericht 🙂

Das macht direkt Laune zu lesen und das Warten bis wir wieder auf Senja aufschlagen wird einfacher.

Zum Plattfischangeln könnt ihr auch super Reker verwenden, falls ihr einen Supermarkt in der Nähe habt, das hat bei uns super geklappt.

Bleibt weiterhin dran, das wird schon klappen 👍
 
Zum Plattfischangeln könnt ihr auch super Reker verwenden, falls ihr einen Supermarkt in der Nähe habt,
Richtig, wenn keine Fischfetzen, dann Reker. Der Joker in Stonglandseidet sollte das haben.
Wenn ihr Köderfische habt, dann auf die großen Platten auf der 20-m-Linie bleiben und die KöFis im Mittelwasser anbieten. Sandiger Untergrund hilft und Tide auch.
Auf die Stonies eher Muschelgrund/Steingrund auswählen und dann ab 20 m abwärts probieren, welche Tiefe gerade funzt.
Viel Erfolg Männers!
 
#Tag 2 & 3: Wetter sagt nein. Und aber egal 🤷

Tag 2 sollte direkt unser erster Ausfalltag werden und auch für die folgenden Tage sieht es nicht anders aus. Also versuchen wir das Beste daraus zu machen, haben uns Fluo vom Andy geben lassen und Haken im Joker gekauft, um Plattfisch Vorfächer zu basteln.

Torben und ich haben den Tag damit gestartet, nach Wattwürmer und Seeringelwürmer zu suchen. Mit einer Forke bestückt sind wir bei Ebbe direkt raus und haben angefangen zu graben. Das aber mehr schlecht als Recht, denn die ersten zwanzig Minuten konnten wir kaum was finden. Aber dann hatte Torben so langsam den Dreh raus und wir unsere Wattis, Seeringelwürmer...und eine Garnele und einen kleinen Krebs.

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Der Andy hat uns dann auch noch einen Eimer voll Muscheln gegeben, die wir gekocht haben, um diese ebenfalls als Köder nehmen zu können.

Mit den Ködern und Vorfächer nach McGyver Art bewaffnet, haben wir uns auf dem Steg versammelt und sehr schnell Erfolg gehabt. Zuerst hatte Torben die erste Platte, kurz darauf auch Wegi und irgendwann war auch ich dran. Das Highlight waren neben den Platten ein Seeskorpion und ein Mini Heilbutt bei Wegi.

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Außerdem habe ich noch die Westin Escape Cam von Torben am Steg verwendet (jau, eine von Dreien lebt noch) und damit unfassbar tolle Aufnahmen von Plattfischen, Einsiedlerkrebsen, Seeskorpionen und anderes machen können. Hatte aber noch keine Zeit die auszuwerten.

Danach sind wir noch etwas durch die Gegend gefahren, haben Elche und Rentiere gesehen, der Kameramann konnte einige Fotos machen (habe ich noch nicht), haben nach einem Angelladen gesucht und nur was für Fliegenfischer gefunden und eingekauft.

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Ich würde sagen, den Tag haben wir optimal genutzt. 🫡

Aber halt... beim Abendessen hat sich auf einmal das Wetter beruhigt. Also spontan ins Boot und direkt im der Bucht ein wenig probiert. Direkt beim wegfahren war ich der Meinung einem Heilbutt auf dem Boden über das Echolot erkannt zu haben. Also angeworfen und direkt die erste und auch zweite Attacke gehabt. Ganz typischer Butt Biss. Und direkt danach bekommt Torben den drauf, blieb aber nicht stehen.
Aber danach konnte ich noch einen guten Dorsch fangen und einige Attacken gab es. Ein wirklich schöner Abschluss eines Tages, der unter keinem guten Stern stand, an dem wir aber alles Machbare raus geholt haben.

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#Tag 3: Es kommt anders als gedacht...

Heute stand ausschlafen auf dem Plan. Warum auch nicht, wenn das Wetter eine Ausfahrt nicht zulässt. So war auf jeden Fall der Plan laut Wetterbericht. Und dann klopft es auf einmal an der Tür.
Torben war schon wach, hat den mittlerweile besseren Wetterbericht geprüft.und gesehen wie Andy und die Nachbarn raus sind. Keine zwei Minuten später hatten wir alle ein Brötchen im Hals, während wir die Thermo-Plinte dabei angezogen haben, um schnell aufs Boot zu kommen... Okay, die Realität sah gemächlicher aus. 😅 Aber wir waren heiß und wollten los. 🔥


Zuerst haben wir uns einen Köhlerschwarm gesucht und einige Köderfische gefangen, was für geklappt hat. Dann war eine sehr lange Drift geplant. Zielfisch Pizza... Ähhh Heilbutt (für eine Heilbutt Pizza....fragt nicht 🤣).

Und tatsächlich gab es dann nach einer Weile auf über 60 Metern einen Biss, Wegi seine Rute krum, Rute mit dem Circle-Hook aufgenommen, kurzer Widerstand und dann los gelassen. 🤬

Ärgerlich aber was soll's. Also weiter..
Bis Mittags/Nachmittags. Und es tat sich einfach nichts. Die Laune ging auch so langsam baden, denn an Tag drei noch immer kaum Fisch. Das war nicht der Urlaub, wie wie ihn uns vorgestellt haben.

Also müssen wir uns der Situation anpassen und ein wenig Spaßangeln betreiben. Also habe ich an einer interessanten Stelle nach Fisch gesucht und wir haben ihn gefunden. Die Rute mit einem stattlichen Dorsch war krum und danach hatten wir richtig Action.

Immer wieder Driften mit neuen Fängen auf unsere Sandaale und Gummifische. Da ich aber weiterhin den Steinbeißer fangen will, habe ich natürlich auch Naturköder auf dem Grund geklopft. Die Abnehmer waren auch dort Dorsche. Außerdem hatten wir noch zwei Lengs und ich als Teilnehmer der neuen von Wegi moderierten Gameshow "Grund oder Lumb" den ein oder anderen Lumb... 🤣

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Auch auf Heilbutt wurde es weiterhin versucht. Aber ohne Erfolg.

Dieser Tag 3 war dann ganz anders als erwartet ein richtig toller Tag.

Zum Schluss haben wir noch gemeinsam Filetiert, während Andy zu meiner Freude eine Playlist mit Nordic Ritual Folk hat laufen lassen, der selbst die Filetierbude Renoviert hat. Ein schöner Abschluss.

Danach würde wieder herrlich gut gegessen.
Die Jungs haben anschließend noch Fußball geschaut. Ich selbst kann damit nichts anfangen. Und als ich gesehen habe, wie still es gerade draußen war, habe ich mich noch an den Steg gestellt.

Nur die Natur und ich. Dabei die Seele etwas baumeln lassen, gute meditative und entspannte (Black Metal, Progressive, Gothic, Wave) Musik auf den Kopfhörern, den Fischen beim Rauben zusehen und zusätzlich die Spinnrute auswerfen. Zum Abschluss dann noch einen Dorsch vom Ufer zu bekommen... Ein herrlicher Bonus. Das hat mir gut getan. 😌

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Ich muss zwar gestehen, dass ich noch immer nicht im Urlaub und Urlaubsmodus angekommen bin und mich weiterhin schwer tue abzuschalten.
Aber das heute war schon Mal ein guter Weg dahin, es ein wenig mehr genießen zu können.

Für morgen ist wieder schlechtes Wetter angesagt und eine Ausfahrt nicht möglich. Aber vielleicht ändert es sich ja doch morgen wieder spontan. Und wenn nicht schauen wie, ob es für eine kleine Tour in der geschützten Bucht reicht oder wir am Ende eine weitere Ufer- und Plattentour machen werden.

Aber ganz egal wie... Wir lassen uns was einfallen, um den Tag optimal zu nutzen.

Bis dahin. 🤘
Allen ein dickes Petri.

Knollo
 
Schön von Euch lesen zu können, während ich am Pier zu Gange bin… viel Erfolg um die Leuchtturm DRIFT Ecke… probierts davor an den flachen Inseln und am nördlichen Høyholmen.

Ihr seid ne klasse Truppe!
 
Toller Bericht, wunderschöne Aufnahmen und eine Menge Spaß was man da sieht! Vielen Dank dafür und weiterhin maximalen Fun.
 
Moin Knollo,

Ihr habt das Beste raus gemacht, Bravo schicke dabei 😉👍
Ja das Wetter ist tatsächlich zum gruseln momentan im Norden!
Wir reisen morgen in Saltstraumen Brygge an , Ich denke mal am Samstag wird nicht viel gehen ,…. Wind 💨, Schnee , etc ,….
Aber ab Montag soll’s besser werden 💪

Petri Heil und weiterhin viel Erfolg euch !

Ich versuche mal täglich ein Update zu geben 🤗🤗🤗🤗

Wir sind heiß wie frittenfett das sag ich euch 🥳
 
Zuerst einmal muss ich mich herzlich bei diesem tollen Forum und der Hilfsbereitschaft bedanken. Wie viele Tipps wir bekommen haben, die teilweise auch per Privater Nachricht angekommen sind... Das ist schon einmalig hier.

Diesen Zusammenhalt der Angler liebe ich. :)
Danke dafür.

Wir reisen morgen in Saltstraumen Brygge an , Ich denke mal am Samstag wird nicht viel gehen ,…. Wind 💨, Schnee , etc ,….
Aber ab Montag soll’s besser werden 💪
Wie waren drei Mal dort. Und hatten in der ganzen Zeit nur einen einzigen Ausfalltag. Und da war richtiger Sturm.
Ansonsten konnten wir bei egal welchen Wetter angeln, weil der Fjord so gut geschützt ist und man immer Stellen findet, wo man geschützt angeln kann. Und der Fjord bietet unsagbare Fischvielfalt. Überall ist die Chance auf Butt und Dorsch gegeben.

Schreib mir gerne per PN, wenn du Fragen hast. Diese Zeit kennen wir dort gut. :)


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#Tag 4... Oder ein Teil davon.

Den heutigen Tag kann man am besten als "nichts ganzes und nichts halbes" betiteln. Bis jetzt...

Das Wetter ist uns weiterhin nicht wohlgesonnen. Dennoch konnten wir ein wenig raus, um abseits der Bucht ein paar Driften auf Heilbutt zu machen. Jeder hatte seinen Köderfisch draußen und die Driftgeschwindigkeit hat gepasst.

Aber es war zunehmend windiger, kalt und trist. Und der Heilbutt hat sich noch immer nicht blicken lassen. Da ist noch der Wurm bei uns drin. 🤷

Während die Köder an den Montagen hingen, habe ich mein Glück beim Gummifisch leiern versucht. Aber eigentlich eher, um mich warm zu halten. 😅
Das brachte dann noch einen Dorsch.
Der Torben hatte noch einen kurzen Biss. Und bei Wegi waren Bissspuren am Köfi und der Ghosthook war ausgelöst.

Leider mussten wir dann bei zunehmenden Wind zurück in die Bucht fliehen, wo wir es weiterhin auf Butt probiert haben. Parallel haben wir mit Reka auf die kleineren Plattfische geangelt, um ein wenig Spaß und Action zu haben. Für jeden gab es dann noch eine Platte. Ein paar Schellfische hatten Torben und Wegi an Band, die zwar hübsch aber jedoch zu klein waren. Die Beiden konnten noch jeder einen verwertbaren Dorsch landen, ehe wir vor Regen und Wind zurück in die Bude geflohen sind.

Am Ende hatte jeder einen Dorsch und einen Plattfisch für die Küche gefangen.

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Ich präsentiere: Die Haribo Goldbären Butt Montage. 🤣 Not macht eben erfinderisch und wenn ich schon gerade keine Perlen zur Hand habe... ja, dann wird eben improvisiert.

Jetzt sitzen wir in der Bude, jeder ruht sich auf seinem Zimmer aus und wir schauen, ob wir später noch für eine kurze Tour in der Bucht raus kommen.
Doch spätestens wenn der Regen in ein bis zwei Stunden nachlässt, werde ich wenigstens an den Steg gehen, um dort mein Glück weiter versuchen.

Ich überlege gerade, ob ich irgendwie eine Montage tricksen kann, mit der ich einen Köderfisch oder aber Fetzen als Naturködermontage mit Blei ordentlich ausgeworfen bekomme. Eine Brandungsrute habe ich leider nicht. Aber Not macht erfinderisch und irgendwas fällt mir schon ein.

Aufgeben will ich nicht. Kann ich auch gerade nicht. Ich möchte jede noch so kleine Chance nutzen, einen guten Fisch oder im besten Falle einen Heilbutt überlisten zu können. Mal schauen wie es sich weiter entwickelt und ob wir noch eines der Ziele erreichen. Die Möglichkeiten sind ja gegeben und viel Potential hat es hier.

Die Ziele Heilbutt und Steinbeißer werden natürlich auch die Tage weiter in Angriff genommen. 💪

Bis dahin.🖐️
Euch allen einen schicken Tag und dickes Petri.

P.S. Mit etwas Glück kann ich heute Abend noch von Teil 2 des Tages berichten. Ansonsten geht es morgen weiter. Gehabt euch wohl.
 
Ich überlege gerade, ob ich irgendwie eine Montage tricksen kann, mit der ich einen Köderfisch oder aber Fetzen als Naturködermontage mit Blei ordentlich ausgeworfen bekomme. Eine Brandungsrute habe ich leider nicht. Aber Not macht erfinderisch und irgendwas fällt mir schon ein.
Schaut euch folgendes Video an, und wenn das zu umständlich ist, einfach ein Vorfach mit Endblei (oder Pilker ohne Haken), Seitenarm mit so einem Klumpen und Haken und ab damit.
Alternativ eine Ballonmontage, wenn der Wind gablandig ist, und den Köder einfach weg vom Ufer treiben lassen. Risiko: wenn der Auftriebskörper (meistens eine PET Flasche) abreißt, dann hat man noch mehr Plastik im Meer...

 
Schaut euch folgendes Video an, und wenn das zu umständlich ist, einfach ein Vorfach mit Endblei (oder Pilker ohne Haken), Seitenarm mit so einem Klumpen und Haken und ab damit.
Alternativ eine Ballonmontage, wenn der Wind gablandig ist, und den Köder einfach weg vom Ufer treiben lassen. Risiko: wenn der Auftriebskörper (meistens eine PET Flasche) abreißt, dann hat man noch mehr Plastik im Meer...

Und schon selber gemacht und das Dingle Dangle gefischt?
 
Danke euch für die Tipps. :)

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#Tag 4 die Zweite. Oder auch... endlich den Pizza-Fisch

Um knapp 16 Uhr hat der Regen wie angekündigt aufgehört und ich bin runter, um zu schauen wie das Wetter so ist.

Der Wind sah aber übel aus und die Boote waren hart am Schunkeln. Während der Rest noch geschlummert hat, bin ich alleine zum Steg und wurde kreativ.

Anstatt alles perfekt zu machen... Einfach Mal machen! Man kann eben auch alles zerdenken, anstatt zu experimentieren. 🤷

Also habe ich mir einen Pilker genommen, den Drilling entfernt und unten einen Beifänger (zwei einzelne Haken an Stoffleine) montiert. Auf jeden Haken wurde dann ein länglicher Fetzen Köhler montiert. Mit einer Pilkrute wurde die Montage mittels Gewaltwurf ins Wasser gepfeffert.

Die Rute habe ich dann im Steg geklemmt, hingestellt und dabei die Bremse der Stationärrolle offen gedreht. Sah aus wie so eine stehende Brandungsrute. Nur ohne Brandungsrute und irgendwie falsch. 🤣

Es dauerte keine Fünf Minuten, da bog sich die Rute und ein schöner Küchendorsch war gelandet. Satans, damit hätte ich nicht gerechnet. 😲

Hach... ein herrliches Gefühl, wenn die eigenen Ideen und Experimente tatsächlich klappen. 😍

Kaum gelandet, rief Torben an. Ob wir raus wollen. 🚣 Die Boote waren noch kräftig am Schunkeln. Eine Tour vor der Haustüre in der Bucht war aber kein Ding und auch kein Risiko. Und auch Wegi und Niklas waren mit an Board und es ging auf zur Runde 2. 💪

Das Ende der Bucht wurde angesteuert, um von dort in Richtung Camp zu Driften. Torben hatte dort eine spannende Stelle gefunden, wo er ein paar gute Fische sah und über die er Driften wollte. Doch der Wind und vor allem die Böen haben ihr eigenes Ding gemacht und wir wurden bei zwei Driften immer wieder anders und aufs Ufer gedrückt, ohne dass die Stelle getroffen worden ist. 💨

Vor allem die Böen... die konnte man von Weitem ankommen sehen. Als würden sie Apokalyptischen Reiter das Wasser aufwirbeln, ehe einem gefühlt die Brille von der Nase gewehr worden ist.

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Eine dritte Drift wurde dann angesetzt. Doch so etwas habe ich in meinem Leben noch nicht erlebt. Ab dem Moment haben wir zwei bis drei Stunden mit einer einzigen Drift verbracht, die uns die komplette Bucht entlang des Ufers gedriftet hat. Auch um Kurven und Hindernissen entlang. Und das immer mit dem perfekten Abstand zum Ufer, bei einer Tiefe von 20 bis 40 Meter.

Das an sich klingt ja nicht ungewöhnlich. Aber die Tatsache, dass der Wind bei jedem Steg, Hindernisse und jeder Ecke gedreht hat und uns selbst am Ende der Bucht um 90 Grad Richtung Camp, komplett bis zum Steg gedriftet hat, ist komplett unglaubwürdig. 😳 Aber ein Träumchen.

Ein Traum war auch die folgende Situation...

Jeder hatte eine Heilbutt Montage draußen. Parallel haben wir entweder mit Gummi geworfen oder Plattfisch Montagen und Reker auf Scholle und c.o. geangelt. Ich habe irgendwann die komische Montage, mit der ich am Steg den Dorsch fing, verwendet. Die Beiden Fischfetzen und den Pilker wollte ich über den Boden Streifen lassen.

Kaum ausgeworfen, hieß es schon das ich einen Biss auf die Heilbutt Rute hätte. Aufgrund der letzten Tage, habe ich das nicht so ernst genommen und erst recht nicht mit einem richtigen Biss und einem hängenden Fisch gerechnet. Aber als ich dann sah, wie die Rutenspitze schon ins Wasser ragte, musste Kameramann Niklas erst einmal meine zweite ausgelegten Montage einholen, damit ich die Buttrute aus dem Ständer nehmen kann. Was bin ich froh mir den Reelax Rutenständer gegönnt zu haben. Bei der Kraft wäre jeder andere verbogen.

Der Fisch am anderen Ende zog so kräftig an der Schnur, dass ich die Rute erst gar nicht aus dem Ständer ziehen konnte. So ein Kraftbrocken.

Und dann ging der Ritt los und die Apokalyptischen Reiter liefen nun nicht mehr übers Wasser, sondern zogen meine Rute unters Wasser.
Diese brachiale Urgewalt hat mir alles abverlangt. Aber im Gegensatz zu meinem letzten großen Heilbutt von vor zwei Jahren, nach dessen Kampf ich dermaßen erschöpft war, habe ich es dieses Mal entspannt angehen lassen. Und auch wenn das ein enormer Kraftakt für mich war... der Drill lief reibungslos und (den Umständen entsprechend) entspannt für mich ab.

Irgendwann war der Kollege Plattschuh auch oben. Und wer Wegi kennt, der weiß, der macht keine Gefangenen.

Gaff rein, Heilbutt raus und ins Boot. Und das alles mit einer kurzen Handbewegung, so als hätte man seinen Kugelschreiber aus der Tasche geholt. Eine Maschine der Kerl. 😍

Und dann lag da nun diese Platte vor mir.
Endlich hat es geklappt und der Bann dieser Reise war für uns gebrochen. Endlich dürfen wir uns auf die Pizza freue, da der Heilbutt dazu gefangen worden ist. 🍕

Und Torben hat es wieder einmal bewiesen, ein Händchen für gute Fotos zu haben. Ich freue mich.

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Aber natürlich nicht ohne auch das Gesichtselfmeter einzufangen. 🙈

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Über den Fang freue ich mich ja ungemein.
Aber noch mehr freue ich mich darüber, wie sehr die Jungs sich für mich und für uns gefreut haben. Diese Herzlichkeit und echte Freude in deren Augen. Unbezahlbar. ❤️

Da war nichts von Fischneid oder anderes, wie man es bei Angeleen häufig erlebt. Hier gab es nur vier Freunde, die als Gruppe zusammen Erfolgreich waren und bei denen jeder Schritt in Teamarbeit saß. Ein perfektes Erlebnis.

Aber das ist nicht die einzige Freude. Zuvor hatte ich richtige Sorgen und Angst vor der körperlichen Auseinandersetzung. Ich hatte wirklich Angst davor einen starken Drill zu erleben, der mich körperlich derart verausgabt, dass ich danach erneut nicht mehr dazu in der Lage wäre, weiter zu angeln. Seid dem Herzinfarkt vor ein paar Jahren und anderen weiteren Problemen, die in den letzten Monaten dazu kamen, habe ich nicht damit gerechnet, so gut damit zurecht zu kommen.

Ruhe bewahren war letzten Endes der Schlüssel. Und diese Entspannung, die ich nach diesem Erlebnis gerade erlebe, ist unbezahlbar. 😍

Aber genug von der ganzen Gefühlsduselei...

Es wurde danach noch weiter geangelt. Und tatsächlich war die Kiste am Ende voll. Weitere Dorsche, Schollen und auch Schellfische haben den Weg ins Boot durch die Beiden gefunden. Und einen echt großen Wittlingen, dessen genaue Art wir in dem Moment nicht bestimmen konnten und daher zurück gesetzt haben, wurde von Wegi gefangen.

Ein wirklich toller Abschluss für einen ansonsten katastrophalen Tag.

Zum Abendessen gab es dann Dorsch, Schellfisch und feine Heilbutt Bäckchen. Letztere haben wir noch nie gegessen und uns darauf besonders gefreut. Dazu Kartoffelbrei und Pfeffer Rahmsoße. Ein Gedicht. 😋

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Und jetzt haben wir es 1 Uhr (nope, mittlerweile 2 Uhr), ich schreibe seit über ner Stunden (ney, jetzt zwei) an den Beitrag (am Handy) und bin gerade sehr zufrieden. Morgen steht dann erneut Ausschlafen auf dem Plan...wenn es denn wirklich Mal klappt... Und dann geht es auf zur nächsten Tour. Dieses Mal aber mit doppelter Motivation.

Abschließen noch ein paar Bewegtbilder von nach dem Fang, die man bitte nicht zu ernst nehmen sollte. 🤣

Anhang anzeigen lv_0_20260424013433.mp4
 
:flaggen14:Glückwunsch zum Butt :flaggen14:

Über den Fang freue ich mich ja ungemein.
Aber noch mehr freue ich mich darüber, wie sehr die Jungs sich für mich und für uns gefreut haben. Diese Herzlichkeit und echte Freude in deren Augen. Unbezahlbar. ❤️
Da war nichts von Fischneid oder anderes, wie man es bei Angeleen häufig erlebt. Hier gab es nur vier Freunde, die als Gruppe zusammen Erfolgreich waren und bei denen jeder Schritt in Teamarbeit saß. Ein perfektes Erlebnis.

👍Genau das macht einen schönen Urlaub aus.

Herlich deine Neologismen ( Gesichtselfmeter) :a020:

gruß Markus
 
Ganz dickes Petri von mir und unserer Truppe😀 das Video finde ich besonders gelungen 🤣
Schön dass unser Bericht euch auf dem Weg ins Camp heiß gemacht hat, jetzt macht ihr uns heiß auf unseren Trip zu Kathrin 😀
 
Petri zum tollen Butt und weiter so :32::angler:
 
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