Seekrankheit - es kann jeden treffen, Strategien?

Mariner2

Stammnaffe
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Seekrankheit, früher oder später wird sich so mancher damit auseinandersetzen müssen. Angefangen mit Bauchschmerzen bis zum mehrmaligen Übergeben, können eine schnelle Rückfahrt erforderlich machen. Gibt es, außer sich Medikamente einzuwerfen oder irgendwelche Wirkstoff-Pflaster aufzukleben, auch andere Strategien, wie z.B. über die Ernährung?

Welche Naturheilmittel helfen zuverlässig gegen Seekrankheit, kann man gegen letztere auf See irgendwie ankämpfen?
 
Hallo, mit dem Problem "Seekrankheit" hatte ich auch Jahre zu kämpfen. Bei den Scopoderm Pflastern hatte ich dann als Nebenwirkung Sehstörungen. Seit einigen Jahren esse ich 6 Wochen vor der Reise kein Flisch und keine Wurst mehr und nehme zwei Tage vorher je eine Postafen Tablette. Seitdem war ich auch bei starkem Wellengang nicht Seekrank. Die Postafen Tabletten gibt es in den norwegischen Flughäfen.
 
Hallo, mit dem Problem "Seekrankheit" hatte ich auch Jahre zu kämpfen. Bei den Scopoderm Pflastern hatte ich dann als Nebenwirkung Sehstörungen. Seit einigen Jahren esse ich 6 Wochen vor der Reise kein Flisch und keine Wurst mehr und nehme zwei Tage vorher je eine Postafen Tablette. Seitdem war ich auch bei starkem Wellengang nicht Seekrank. Die Postafen Tabletten gibt es in den norwegischen Flughäfen.
und was hat das mit Fleisch und Wurst zu tun?
 
Welche Naturheilmittel helfen zuverlässig gegen Seekrankheit, kann man gegen letztere auf See irgendwie ankämpfen?

Ein gutes Vorbeugen bei eventueller Anfälligkeit gegen Seekrankheit ist unter anderem:

- den Blick in die Ferne richten, am Besten zum Horizont
- nicht mit kurzer Blickführung auf den Boden ins Boot schauen
- nicht hinlegen und die Augen schließen
- tief die frische Luft einatmen

... ist zwar alles kein Allheilmittel, aber kostet nix und kann evtl.vorbeugen
 
Vor einer Ausfahrt, insbesondere dann, wenn mit Dünung zu rechnen ist, nicht zu viel und zu schwer essen.
So viel, dass der Magen nicht leer, die Rühreier mit Speck und 2l Kaffee aber nicht schon von selbst Pfötchen geben.

Dünung (englisch Swell) sind die "langgezogen Wellen". Diese Wellen sind flach, haben eine große Wellenlänge und bewegen die Boote in einem langsamen, rhythmischen Takt auf und ab.

Genau auf diese Wellen reagiere ich ab und an auch. Liegt am gleichmäßigen, tieffrequenten Rhythmus hab' ich mir sagen lassen und ist ein Hauptauslöser für starke Seekrankheit.
 
Wobbler 07 hat schon die richtigen Tricks genannt!!!! Ergänzen dazu würde ich noch .......die (kurzen) Bewegungen des Bootes( natürlich geht das bei Dünung nicht)versuchen mit den Füßen auszugleichen bei gleichzeitigem Blick zum Land oder Horizont......dann geht es mir jedenfalls schnell besser!
 
Servus
Hatte bisher auf dem Boot nie Probleme, aber nach ein paar Tagen am Boot war ich immer etwas landkrank!
Als natürliche Unterstützung, zu Medikamenten oder auch nicht soll Ingwer unterstützend wirken!
Aber immer mal wieder Blick auf den Horizont bzw . Klippen, Berge, Rute usw die Abwechslung macht glaub ich nen Unterschied das hab ich mir so angewöhnt.
Liegen bei mir ganz schlecht, also da kann ich zustimmen!
Falls ich merke mir wird es schwummrig Blick , wie schon geschrieben auf den Horizont!
Hat bei mir bisher immer funktioniert, war bisher auch ohne Tabletten, Ingwer usw. Mit meiner Taktik nie Seekrank!
An Land war das wieder anders 😬

Gruß des Gerchla
 
Ein gutes Vorbeugen bei eventueller Anfälligkeit gegen Seekrankheit ist unter anderem:

- den Blick in die Ferne richten, am Besten zum Horizont
- nicht mit kurzer Blickführung auf den Boden ins Boot schauen
- nicht hinlegen und die Augen schließen
- tief die frische Luft einatmen

... ist zwar alles kein Allheilmittel, aber kostet nix und kann evtl.vorbeugen
Diese Tips funktionieren fast alle bei jedem. Wenn ich nun aber tatsächlich seekrank werde kann ich nur noch liegen, auch mit Augen zu. Stärkere Seekrank macht auch sehr müde. Auf einem Segeltrip um die Kanaren bin ich tagelang nur rumgelegen, so gings. Alles andere sofort todes-elend. Zum Glück schon länger nicht mehr erlebt. Natürliche Medis oder Tips habe ich leider nicht ausser die von Wobbler07 (und Stugeron:)
 
Hatte mir nie Gedanken darüber gemacht bis ich vor ein paar Jahren bei ordentlichen Restwelle zum Seefo Schleppen fuhr. War dieses mal mit dem Aufbau statt mit dem Fahren beschäftigt als es mich nach 20min fahrt,voll erwischte. Schwindel, Übelkeit, Müdigkeit und Erschöpfungszustände...

Musste zurück an Land, fuhr nach Hause, legte mich hin und schlief die nächsten 3 Stunden....

Die nächsten male war wieder ohne Anzeichen oder Symthome.

Mit blick auf den nächsten Norwegen Urlaub warf mir ein Kollege Spaßhalber, auf der Angelmesse solche Akupressur Armbänder in meinen Korb.

Ich dachte mir die können nicht Schaden und nehme sie mit in den Urlaub.
Habe Ausfahrten mir und Ohne gemacht.
Mein klares Fazid ist das ich das gewackel und geschaukel über Stunden mit Bänder komplett Synthomfrei überstehe.

Achte aber Genauso darauf stehts auf den Horizont zu achten und auch bei längeren Arbeiten immer wieder hoch zu schauen.

Ohne Bänder sind die ersten Anzeichen, ständiges Gähnen und steigender Druck im Kopf...

Kann jetzt natürlich auch alles Hokus Pokus sein oder auch nicht... bei mir funkt's und gehört fest zur Packliste...auch wenn ich sie nicht immer brauche....

Probiers mal aus....Chemie geht danach immer noch 😜.

Sg. Stefan
 
-abends nicht saufen
-nicht zu viel und zu fettig futtern
-ausschlafen
-kaffee (und getränke mit viel kohlensäure) vermeiden
-viel trinken ( ingwer tee hilft nem kollegen immer)

besser vorbereitet kann man nicht sein, alles weitere wurde schon beschrieben.
 
Da ich schon einige Kollegen mit auf dem Boot hatte, kann ich sagen das dass einzige zuverlässige Mittel Postafen ist.
Gerade für den ersten Tag. Bekommt man in jedem norwegischen Supermarkt bei den Arzneimitteln. Nachteil ist man muss es vorher nehmen.

Die ganzen Tipps die hier genannt wurden kann ich zu 100% unterschreiben.

Ergänzend vielleicht noch das Beschäftigung hilft. Im Zweifelsfall einfach weiter Angeln. Auch angeregte Gespräche funktionieren gut. Das lenkt ab und meist wird es nach Ner gewissen Zeit besser.
 
Bin da auch eher empfindlich. Gar nix vorher essen, auch kein Frühstück, hilft mir aber.

Als auch das Boot selbst zu fahren.

Bei starker Welle helfen mir auch keine Medikamente mehr, wenn ich vorher irgendwas gegessen habe. Morphium habe ich jetzt noch nicht probiert aber alles andere was so bekannt ist.
 
Ja, der Verzicht auf bestimmte Fleisch- und Wurstwaren ist bei Seekrankheit sinnvoll. Vor allem gereifte, geräucherte oder gepökelte Produkte wie Salami, Schinken und Leberwurst enthalten viel Histamin. Histamin kann die Ausschüttung von Botenstoffen im Körper anregen, die Übelkeit und Schwindel bei einer Schieflage oder bei Seegang verstärken.
 
Ich muss aber auch dazu sagen, das ich anscheinend kaum dazu neige Seekrank zu werden, hab dann eher meine Probleme nach Tagen auf dem Boot mit der Landkrankheit.
Aber ich hatte einmal eine Übernacht Fähre von Rostock nach Schweden, und es war so ein lang gezogener aber deutlich spürbarer Wellengang, ich musste dann versuchen im Sitzen zu schlafen. Also liegen ist,auch bei mir schwierig.
Bin mal mit einer Katamaran Fähre in Neuseeland auf Stewart Island rüber, das war so krass!
Wir sind auf die Welle gefahren und ann in das Wellental, im 360grad winkel drum herum nur noch Wasser kein Horizont mehr zu sehen, im Bauch ein Kribbeln wie in der Achterbahn :laola:
Um mich herum waren Papiertüten sehr gefragt, ich fand es super für die Dauer der Überfahrt.
Anscheinend auch etwas Veranlagung ob man Seekrank wird oder nicht.🤔
 
Unsere Truppe, bestehend aus 6 Personen im mittleren Alter haben zwei Rituale gegen Seeübelkeit.

1. weniger Alkohol am Abend zuvor
2. jeden Morgen ein großes Glas 100% Orangensaft

Punkt 1. klappt oft mäßig gut, weshalb Punkt 2. auch mal auf zwei Gläser aufgestockt wird :)

Der Tipp mit dem Orangensaft habe ich mal irgendwo aufgeschnappt, ich meine es war ein Norwegen Angelprofi der dies in einem seiner Videos erzählte.
Auf jeden Fall hilft es…bis jetzt war keiner Seekrank.
 
Ein gutes Vorbeugen bei eventueller Anfälligkeit gegen Seekrankheit ist unter anderem:

- den Blick in die Ferne richten, am Besten zum Horizont
- nicht mit kurzer Blickführung auf den Boden ins Boot schauen
- nicht hinlegen und die Augen schließen
- tief die frische Luft einatmen

... ist zwar alles kein Allheilmittel, aber kostet nix und kann evtl.vorbeugen
Zum Punkt - nicht hinlegen und die Augen schließen:

Ich habe zu meiner Marinezeit gelernt und erfahren, das durch das Liegen, das für das Gleichgewichtsgefühl verantwortliche Nervensystem so gut wie ausgeschalten ist und gerade dieses Gleichgewichtszentrum ist verantwortlich für die Seekrankheit. In der Koje wurde ich noch nie seekrank.
Was gut hilft aber das falsche Mittel für uns Angler ist, ist der Alkohol. Durch Alkohol wird das Gleichgewichtszentrum auch beeinflußt.
Wir mußten mal Rosenmontag mit Alarm raus auf die stürmische See. Wir hatten alle vorher etwas getrunken und uns ging es prima.
Nur mal meine persönliche Erfahrungen. Das Stauchen bei Fahrt ist wesentlich schlimmer als das Schlingern. Vor allem das Nachfedern bei den langen Leichtbauvarianten ist des Magens Tod.
 
Mir gings mal fast übel, als am Vestkap die lange Welle von hinten kam und der Kutter besoffen heimtuckern mußte.
Zudem standen wir in der Abgaswolke! :lacher:

In Irland wars auch mal grenzwertig - da waren wir im großen Meer und ich so mit fischen beschäftigt, daß ich beim Hantieren mit Rute und Rolle den Horizont vernachlässigt habe - durch die hohe Dünung war mir dann plötzlich schwummerig.


Und ganz seltsam - bei der Überfahrt von Korsika nach Sardinien bei schönstem Wetter ordentlich Wind glaub 16 oder 17 Knoten warens die wir segelten und ich am Steuer - dazu noch Delphine die mir vor dem Bug rumsurften - da hat nix gefehlt - aber am nächsten Tag nach unruhiger Nacht auf See kam ein Gewitter auf uns zu.

Wind und Fahrt waren nicht so schlimm wie tags zuvor, aber alleine die Aussicht auf Sturm ließ mir das Nervenkostüm flattern. :lacher::lacher::lacher:

Damals half mir Superpeb als Kaugummi.

Wobei dann echt die Frage bleibt, wird Dir schlecht von der Seekrankheit oder wird Dir schlecht vom Geschmack des Kaugummies :biglaugh:

Von uns 8 an Board haben 3 gereihert, ich war knapp davor und der Rest hats genossen - unser Skipper lag Zeitung lesend unter Deck :lacher::lacher::lacher::lacher::lacher:
 
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