Reisebericht Arnøya Juli 2026

Hechtor

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18 Februar 2026
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Moin,


es ist jetzt etwas her, seit wir mit unserer Gruppe auf Arnøya(bei Skjervøy) waren, aber ich wollte trotzdem unsere Erfahrungen kurz schildern. Es ist mir leider vergessen gegangen, da ich normalerweise keine Reiseberichte mache.
Flug nach Tromsø, dann Übernachtung in Skjervøy und anschließend per Taxi nach Arnøya, wo wir unsere Kollegen auf der Fähre getroffen haben. Haus bezogen und schon die ersten Dorsche von einem Steg, der in Hausnähe lag, gefangen.
SAS.webp
In den nächsten zehn Tagen haben wir viel gefischt (Mitternachtssonne sei Dank), wenn das Wetter es denn zugelassen hat (ein paar Tage war es zu windig).
Gefangen wurde vom kleinen Dorsch bis zum grösseren 1,10 m (da mussten wir schnell selektieren, weil schon die Kleinen auf alles losgingen siehe Bild)
, dazu Steinbeißer, Klieschen, Seelachs, Rotbarsch, Lumb, Makrele und natürlich zogen alle außer mir einen Heilbutt raus(der 1m40 Butt versorgte uns reichlich für die nächsten Tage).
Stein, Dorsch.webpHeilbutt schneiden.webpMinidorsch.webp
Die Fischmöglichkeiten (viele Plätze konnten wir mit den 25- und 40-PS-Booten zum Teil nicht erreichen) waren vielfältig, und mit der schönen Umgebung war es immer ein Augenschmaus, während man auf den nächsten Biss wartete. Aber auch die Insel Arnøya selbst lohnt sich zu erkunden und ist sehr schön.
Natur Arnoya.webp
Außerdem gab es sehr viel Wild: Rentiere, Enten, Hasen, Papageientaucher, Seeadler, Schneehühner, Zwergwale und einfach verdammt viele Gänse, die nicht nur alles vollkacken, sondern sich auch noch angewöhnt haben, genau vor dem Auto über die Straße zu rennen.
rentiere.webp
Hatte der Wind mal wieder zugeschlagen, genossen wir schön unsere Grillade in der öffentlichen Grillhytte.
Grill Hytte.webpHytte Steak.webp

Leider war nicht alles positiv, und der nächste Termin wird sicher in einer offiziellen Fischereianlage stattfinden. Gebucht war das Haus mit den zwei Booten über Dancenter (ich sage jetzt nicht speziell, welches Haus, aber es liegt im Süden von Arnøya). Das Haus war nicht aufgeräumt und wahrscheinlich seit zehn Jahren nicht mehr richtig gewischt worden. Manche der Stühle fielen auseinander oder hatten Nägel, an denen man sich ernsthaft verletzen könnte, auch ohne Alkohol ;). Der Müll der Vorgänger war nicht entfernt worden, und es gab diverse andere Kleinigkeiten.
Infrastrukturtechnisch war der Grill nicht vorhanden(trotz Beschreibung), und die Filetierstation bestand aus zwei Ölfässern mit einem Holzbrett drauf, aber das alles ist ja noch vertretbar, schließlich sind wir zum Fischen da. Bei zwei Dingen hörte der Spaß dann auf: Bis zum letzten Tag war nicht sichergestellt, ob wir den Fisch exportieren könnten oder nicht, trotz offizieller GoFish-Zertifizierung auf der Website. Der Besitzer kam mal vorbei, füllte ein Blatt aus, schrieb den Namen der Anlage, seine Nummer und: „Everybody can have 15 kg of fish“ und das war’s. Am letzten Tag kam dann sein Mitarbeiter, der für das Haus verantwortlich war, und gab zwar ein offizielles Dokument, das aber trotzdem nicht alles korrekt enthielt.
Dann die Boote: Sie sahen schlimm aus und waren nicht aufgeräumt (rostige Haken, alte Köder, Sitze mit Panzertape repariert usw.). Das mulmige Gefühl verflog beim Fischen dann aber relativ schnell. Das alte Equipment hatte sich jedoch noch bemerkbar gemacht, und zwar genau dann, als ich das einzige Mal allein unterwegs war. Ich fischte in der Hafenbucht(gehe alleine nicht aufs offene Meer hinaus), und plötzlich sprang der Motor nicht mehr an. Wieder nicht und wieder nicht. Ich suchte den Grund und habe ihn gefunden: angerissener Benzinschlauch.
Benzinschlauch.webp
Zum Glück hatte ich Panzertape und Kabelbinder dabei und konnte nach einer kurzen Bastelei noch sicher in den Hafen einfahren. Am nächsten Tag wurde das dann ordentlich repariert, aber jede Ausfahrt war dann mit einem mulmigen Gefühl verbunden, und bei den restlichen Fahrten blieben die anderen immer in Sichtweite.


Ansonsten vergingen die Tage halt wie im Flug, und ich genoss am Schluss noch ein paar Tage Tromsø(kann den botanischen Garten sehr empfehlen), bevor es nach Hause ging. Auf die nächsten Ferien freue ich mich schon, denn infrastrukturmäßig kann es nur noch besser werden.


Petri Heil
 
Danke fürs Berichten.
Habt ihr euch bei Dancenter gemeldet? Normalerweise reagieren die recht zügig.

Beste Grüße
Axel
 
Danke fürs Berichten.
Habt ihr euch bei Dancenter gemeldet? Normalerweise reagieren die recht zügig.

Beste Grüße
Axel
Ja, haben wir. Die haben auch recht schnell zurückgeschrieben, dass sie sich das Ganze intern genauer anschauen und sich dann melden werden. Bisher haben sie sich aber nicht mehr gemeldet (letzter Kontakt Mitte Juli).
 
Dann solltet ihr vielleicht mal nachhaken. Ein paar Euro Rückerstattung oder ein Rabattgutschein für die nächste Reise sollten doch drin sein.
Damit niemand in die Falle tappt und dort vielleicht bucht, solltet ihr das Kind beim Namen nennen und die Ojektnummer preisgeben.

Beste Grüße
Axel
 
Es ist das einzige Haus, das Dancenter auf der Insel anbietet, mit der Haus-Nr. 95886 (einfach nach Skjervøy suchen). Vielleicht hatten wir auch einfach Pech und es kamen noch andere Umstände dazu, aber wenn ich die Buchungsdaten momentan anschaue, scheint das Haus gar nicht mehr verfügbar zu sein. Woran könnte das wohl liegen?
Wir haben es so gemacht, dass wir uns während unseres Aufenthalts geweigert haben, einen Teil der Zahlung (Boote) an den Hausbesitzer zu überweisen, bis die Sache über Dancenter geklärt ist. Wenn er das Geld haben wolle, solle er sich bei ihnen melden. Diese haben sich seither aber nicht gemeldet (wir hatten noch ein bis zweimal geschrieben, einen Monat später), da kam nichts mehr zurück. Von daher haben wir schon einen Rabatt bekommen. Das nächste Mal in Norwegen ist dann leider erst 2028, gebucht wird dann bei einem spezialisierten Anbieter.
 
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