Julian_Sz
Stammnaffe
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- 28 November 2022
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- 13
- Alter
- 30
Hallo liebe Naffen,
hier noch mein diesjähriger Reisebericht zu unserer Tour nach Mikkelvik Anfang Juni:
Mittwoch-Donnerstag:
Losgehen sollte es für uns 4 am Mittwochmorgen um 06:10 Uhr von Düsseldorf aus, über Kopenhagen nach Tromso mit SAS. Alles hat problemlos geklappt, nur der etwa 4-stündige Aufenthalt in Kopenhagen war etwas anstrengend. Wir landeten um 14:20 Uhr bei 17° und Sonne in Tromso.

Nach einem Einkauf im Eurospar kamen wir gegen 16:20 Uhr in der Anlage an. Wir hatten die gleiche Ferienwohnung wie im Vorjahr und auch das gleiche 300 PS Kaasboll-Boot mit Kabine, sodass die Einweisung etwas kürzer ausgefallen ist.
Gegen 22:30 Uhr starteten wir zu unserer ersten Ausfahrt. Wie auch im letzten Jahr, war es abends bzw. nachts recht windstill, das galt eigentlich auch wieder für den ganzen Aufenthalt.

Nach etwa 10 Minuten angeln bekam mein Kumpel Phillip auf einen pinken Rios Gummifisch direkt einen Heilbutt drauf, dieser ging aber nach kurzer Zeit wieder verloren. Kurz darauf das gleiche noch einmal, den Butt schätzen wir auf ca. 1 Meter, verloren diesen aber bei der Landung. Keine 5 Minuten später pilkte Nicolas mit einem Bergmann Pilker auf Heilbutt und erhielt in ca. 25 Metern Wassertiefe einen gewaltigen Biss. Der Fisch nahm sofort Schnur und war eindeutig größer, die 50 Pfund Bootsrute bog sich gut durch. Als er nach ein paar Minuten zur Oberfläche kam, entpuppte er sich als ordentlicher Butt, welchen wir nach einer erneuten Flucht landen konnten. Mit 1,36 Meter sollte er der größte der gesamten Tour bleiben. - Was für ein Auftakt!


Im Anschluss fuhren wir noch etwas durch die Gegend und versuchten hier und da noch unser Glück, fingen vereinzelt ein paar Küchendorsche. Nach dem filetieren gingen wir gegen 06:00 Uhr ins Bett und schliefen erstmal bis Mittag aus.
Donnerstag-Freitag:
Wir fuhren wieder in den frühen Abendstunden raus, Ziel war dieses Mal der Breigrunnen. In 2025 haben wir eigentlich hauptsächlich am so genannten Zuckerhut geangelt, aber das riesige Gebiet hat noch viele weitere interessante Bereiche zu bieten. Nach etwa 2 Stunden angeln bekam ich einen guten Biss auf einen 600 Gr. Bergmann Pilker, welcher mit einem Gummi-Octopus garniert war. Es herrschte es sehr starke Drift. Der Fisch nahm Schnur und wirkte im ersten Moment deutlich größer als er letztendlich war, was natürlich auch an der starken Drift lag. Mein erster Heilbutt in diesem Jahr von ziemlich genau einem Meter. Kurz darauf sollte nun auch Phillip endlich belohnt werden, der ja am Vortag 2 Butts verloren hat. Er fing auf einen Rios Sandaal einen Heilbutt von 1,10 Meter. Beide Heilbutte kamen wieder auf einer Tiefe von 25-27 Metern. Die Wellen wurden dann aber recht hoch und ich und ein Kollege wurden Seekrank, sodass wir wieder in die geschützten Bereiche fuhren. Wir angelten noch etwas im Bardetsund und fingen noch ein paar Dorsche.


Unsere Filetmenge lag nach dieser zweiten Ausfahrt bereits bei ca. 38 Kilo, sodass wir es ab jetzt ganz entspannt angehen wollten.
Freitag-Samstag:
Gegen 15:30 Uhr haben wir den Grill angeschmissen, bevor die nächste Ausfahrt starten sollte. Heute fuhren wir zum Zuckerhut. Wir waren ca. 2 Stunden, bevor das auflaufende Wasser beginnen sollte vor Ort. In ca. 80 Metern Tiefe machten wir einige 70er Seelachse ausfindig. Ich angelte mit einem pinken, schmalen 200 Gramm Pilker und drehte diesen 3 mal komplett durch die Wassersäule. Als ich beim nächsten Mal unten ankam hatte ich einen brachialen Biss. Meine 200 Gramm Daiwa Rute war sofort komplett krumm. Der Fisch nahm direkt Schnur und für uns war sofort klar, dass das ein Heilbutt sein muss! Der Fisch flüchtete bis in über 100 Meter tiefes Wasser. Ich konnte nach und nach Schnur gewinnen. Der Fisch wurde aber im Laufe des Drills immer schwächer. Nach ca. 25-30 Minuten sahen wir einen großen weißen Umriss. Ein gewaltiger Dorsch kam schließlich an die Oberfläche. 1,31 Meter und ca. 21 Kilo schwer. Für mich definitiv mein absoluter Traumfisch. Bei dem Dorsch, der auf einen 6 € Pilker gebissen hatte, zeigte sich mal wieder, wie wichtig die Kleinteile sind. Ich hatte Haken und Sprengringe getauscht und der Fisch hing relativ knapp, aber dennoch sicher an einem scharfen 3/0 Owner Drilling. Nach diesem Highlight angelten wir noch etwas weiter und fuhren schließlich langsam heimwärts. Der große Dorsch hatte entgegen unserer Erwartung astreines, muskulöses Fleisch und keine Würmer. Auf dem Rückweg sahen wir noch kleine Seelachse springen, hielten noch einmal und fingen noch einen schönen 80er Dorsch. Nachdem wir um 02:15 Uhr ankamen brieten wir uns noch frisches Steinbeißerfilet, vom einzigen Steinbeißer der Tour. Danach noch 2 Gin-Tonic und ab ins Bett.


Samstag-Sonntag:
Ab heute stand dann endgültig Spaßangeln auf dem Programm, da wir unsere Filetmengen fast voll hatten. Am Anreisetag wurde uns deutlich empfohlen lieber 14 Kilo Filet mitzunehmen und es nicht drauf anzulegen. Wie auch hier schon im NAF von mehreren geschrieben wurde ist der Zoll extremst streng geworden.
Für uns ging es um 18:00 Uhr dieses Mal nicht offshore, sondern in den Skagoysund. Hier haben wir es bei Rebbenes ausgiebig auf Heilbutt versucht. Wir bekamen nicht einen Biss. Danach fuhren wir ca. bis zur Hälfte in den Sund – nichts. Wir fuhren wieder langsam zurück auf die Stelle 1 der Kingfisher Karte, hier klopften wir etwas auf Steinbeißer, auch ohne Erfolg. Danach pilkten wir nochmal in 150 Metern Tiefe und siehe da, ein 70er Dorsch kam an die Oberfläche. Nach diesen ca. 4 Stunden erfolglosem Angeln entschieden wir uns nochmal raus zum Breigrunnen zu fahren. Also mit Top-Speed raus aufs offene Meer. Dort angekommen war die Dünung sehr ordentlich, aber nicht gefährlich, da diese sehr langgezogen war. Wir fingen einige Dorsche, nach 2 Stunden fuhren wir heim und machten noch leckeren Kibbeling mit Potato Wedges und 1-2 Absacker durften natürlich auch nicht fehlen. Im Endeffekt haben wir an diesem Tag ca. 100 Liter Benzin für fast nichts verfahren, naja ist halt auch Urlaub und etwas Spaß macht Boot fahren ja schließlich auch.


Sonntag:
Heute war das Wetter nicht ganz so gut, wie die Tage zuvor. Wir hatten schon bei uns im Hafen etwas Wind. Nachdem wir zu Mittag gegessen hatten, entschieden wir uns das Boot heute stehen zu lassen und dann am kommenden Tag unseren Rhythmus zu wechseln und früh morgens raus zufahren. So sollte dann auch alles mit der Bootsübergabe am Dienstag passen. Wir gingen also eine Runde die Gegend erkunden. Nachdem wir wieder da waren ging ich noch mit einem Kumpel in Nähe der Anlage schwimmen. Das Wasser war verdammt kalt. Danach grillten wir noch einmal und gingen gegen halb 12 schlafen.


Montag:
Abfahrt um 06:30 Uhr. Wir versuchten einfach mal unser Glück bei Stelle 5 und 6 der Kingfisher Karte. Hier hatten wir auch keine nennenswerten Erfolge. Irgendwo im nirgendwo bekam ich bei ca. 80 Metern einen 80er Dorsch ans Band. Der Wind war immer noch relativ stark, sollte aber im Laufedes Vormittags etwas abflauen.
Der eigentliche Plan war es mal ein paar neue Plätze auszuprobieren, also fuhren wir Richtung Nordkvaloya. Hier angelten wir in den Schären vor dem offenen Meer und erwischten nach ein paar Driften auch einige Küchendorsche. Wir konnten noch ca. 6 Kilo Filet mitnehmen. Es war eine interessante Angelei, da wir teilweise in Tiefen von nur 10-15 Metern gute Fische fingen. Hier ist aber Vorsicht geboten, da hier sehr viele Untiefen sind und man den Kartenplotter und das Echolot nicht aus den Augen verlieren sollte! Der Wind wurde aber gegen 15:00 Uhr sehr stark, sodass wir uns wieder in den Sund verzogen. Auf dem Rückweg fingen wir noch 2 Schellfische und traten dann die Heimreise von unserem letzten richtigen Angeltag an. Nachdem wir die letzten Fische filetiert hatten, verwogen wir schließlich unseren Fang. Wir bekamen alles mit und blieben unter den 15 Kilo. Abends gab es dann nochmal leckeren Kibbeling.
Dienstag:
Reines Spaßangeln in der Nähe der Anlage. Wir versuchten es noch einmal diszipliniert auf Heilbutt und mein Kollege Phillip konnte tatsächlich noch einen kleinen Heilbutt pilken. Es war absolut erstaunlich, dass man gezielt mit Bergmann Pilkern auf Heilbutt angeln kann. Der kleine Butt sollte dann auch der letzte sein und war ein gelungener Abschluss. (Er schwimmt nach dem kurzen Fototermin natürlich wieder) Danach noch das übliche Prozedere, Bootsübergabe, Tackle reinigen, Endabrechnung usw.

Mittwoch:
Der Transfer zum Flughafen startete um 10:00 Uhr, wir konnten direkt unser Gepäck aufgeben, obwohl der Flieger erst um 15:00 Uhr ging. Also fuhren wir noch mit einem Taxi nach Tromso und schauten uns noch kurz die Stadt an.

Abschließend lässt sich für unseren vierten Nord-Norwegen Urlaub sagen, dass es mit Abstand die beste Woche, sowohl vom Wetter, als auch von dem Fischfang her war. Die Anlage in Mikkelvik hatte uns letztes Jahr bereits überzeugt, der Service war wirklich wieder überragend. Kurz nach unserem Aufenthalt wurde die Marina Mikkelvik fertig gestellt - ein kleiner Yachthafen. Dort geht es also weiter voran! 2027 sind wir wieder dort, dieses Mal allerdings mit 6 Leuten und 2 „kleinen“ 150 PS Booten. Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr. Vielen Dank für´s Lesen und viel Petri Heil euch.
Julian
hier noch mein diesjähriger Reisebericht zu unserer Tour nach Mikkelvik Anfang Juni:
Mittwoch-Donnerstag:
Losgehen sollte es für uns 4 am Mittwochmorgen um 06:10 Uhr von Düsseldorf aus, über Kopenhagen nach Tromso mit SAS. Alles hat problemlos geklappt, nur der etwa 4-stündige Aufenthalt in Kopenhagen war etwas anstrengend. Wir landeten um 14:20 Uhr bei 17° und Sonne in Tromso.

Nach einem Einkauf im Eurospar kamen wir gegen 16:20 Uhr in der Anlage an. Wir hatten die gleiche Ferienwohnung wie im Vorjahr und auch das gleiche 300 PS Kaasboll-Boot mit Kabine, sodass die Einweisung etwas kürzer ausgefallen ist.
Gegen 22:30 Uhr starteten wir zu unserer ersten Ausfahrt. Wie auch im letzten Jahr, war es abends bzw. nachts recht windstill, das galt eigentlich auch wieder für den ganzen Aufenthalt.

Nach etwa 10 Minuten angeln bekam mein Kumpel Phillip auf einen pinken Rios Gummifisch direkt einen Heilbutt drauf, dieser ging aber nach kurzer Zeit wieder verloren. Kurz darauf das gleiche noch einmal, den Butt schätzen wir auf ca. 1 Meter, verloren diesen aber bei der Landung. Keine 5 Minuten später pilkte Nicolas mit einem Bergmann Pilker auf Heilbutt und erhielt in ca. 25 Metern Wassertiefe einen gewaltigen Biss. Der Fisch nahm sofort Schnur und war eindeutig größer, die 50 Pfund Bootsrute bog sich gut durch. Als er nach ein paar Minuten zur Oberfläche kam, entpuppte er sich als ordentlicher Butt, welchen wir nach einer erneuten Flucht landen konnten. Mit 1,36 Meter sollte er der größte der gesamten Tour bleiben. - Was für ein Auftakt!


Im Anschluss fuhren wir noch etwas durch die Gegend und versuchten hier und da noch unser Glück, fingen vereinzelt ein paar Küchendorsche. Nach dem filetieren gingen wir gegen 06:00 Uhr ins Bett und schliefen erstmal bis Mittag aus.
Donnerstag-Freitag:
Wir fuhren wieder in den frühen Abendstunden raus, Ziel war dieses Mal der Breigrunnen. In 2025 haben wir eigentlich hauptsächlich am so genannten Zuckerhut geangelt, aber das riesige Gebiet hat noch viele weitere interessante Bereiche zu bieten. Nach etwa 2 Stunden angeln bekam ich einen guten Biss auf einen 600 Gr. Bergmann Pilker, welcher mit einem Gummi-Octopus garniert war. Es herrschte es sehr starke Drift. Der Fisch nahm Schnur und wirkte im ersten Moment deutlich größer als er letztendlich war, was natürlich auch an der starken Drift lag. Mein erster Heilbutt in diesem Jahr von ziemlich genau einem Meter. Kurz darauf sollte nun auch Phillip endlich belohnt werden, der ja am Vortag 2 Butts verloren hat. Er fing auf einen Rios Sandaal einen Heilbutt von 1,10 Meter. Beide Heilbutte kamen wieder auf einer Tiefe von 25-27 Metern. Die Wellen wurden dann aber recht hoch und ich und ein Kollege wurden Seekrank, sodass wir wieder in die geschützten Bereiche fuhren. Wir angelten noch etwas im Bardetsund und fingen noch ein paar Dorsche.


Unsere Filetmenge lag nach dieser zweiten Ausfahrt bereits bei ca. 38 Kilo, sodass wir es ab jetzt ganz entspannt angehen wollten.
Freitag-Samstag:
Gegen 15:30 Uhr haben wir den Grill angeschmissen, bevor die nächste Ausfahrt starten sollte. Heute fuhren wir zum Zuckerhut. Wir waren ca. 2 Stunden, bevor das auflaufende Wasser beginnen sollte vor Ort. In ca. 80 Metern Tiefe machten wir einige 70er Seelachse ausfindig. Ich angelte mit einem pinken, schmalen 200 Gramm Pilker und drehte diesen 3 mal komplett durch die Wassersäule. Als ich beim nächsten Mal unten ankam hatte ich einen brachialen Biss. Meine 200 Gramm Daiwa Rute war sofort komplett krumm. Der Fisch nahm direkt Schnur und für uns war sofort klar, dass das ein Heilbutt sein muss! Der Fisch flüchtete bis in über 100 Meter tiefes Wasser. Ich konnte nach und nach Schnur gewinnen. Der Fisch wurde aber im Laufe des Drills immer schwächer. Nach ca. 25-30 Minuten sahen wir einen großen weißen Umriss. Ein gewaltiger Dorsch kam schließlich an die Oberfläche. 1,31 Meter und ca. 21 Kilo schwer. Für mich definitiv mein absoluter Traumfisch. Bei dem Dorsch, der auf einen 6 € Pilker gebissen hatte, zeigte sich mal wieder, wie wichtig die Kleinteile sind. Ich hatte Haken und Sprengringe getauscht und der Fisch hing relativ knapp, aber dennoch sicher an einem scharfen 3/0 Owner Drilling. Nach diesem Highlight angelten wir noch etwas weiter und fuhren schließlich langsam heimwärts. Der große Dorsch hatte entgegen unserer Erwartung astreines, muskulöses Fleisch und keine Würmer. Auf dem Rückweg sahen wir noch kleine Seelachse springen, hielten noch einmal und fingen noch einen schönen 80er Dorsch. Nachdem wir um 02:15 Uhr ankamen brieten wir uns noch frisches Steinbeißerfilet, vom einzigen Steinbeißer der Tour. Danach noch 2 Gin-Tonic und ab ins Bett.


Samstag-Sonntag:
Ab heute stand dann endgültig Spaßangeln auf dem Programm, da wir unsere Filetmengen fast voll hatten. Am Anreisetag wurde uns deutlich empfohlen lieber 14 Kilo Filet mitzunehmen und es nicht drauf anzulegen. Wie auch hier schon im NAF von mehreren geschrieben wurde ist der Zoll extremst streng geworden.
Für uns ging es um 18:00 Uhr dieses Mal nicht offshore, sondern in den Skagoysund. Hier haben wir es bei Rebbenes ausgiebig auf Heilbutt versucht. Wir bekamen nicht einen Biss. Danach fuhren wir ca. bis zur Hälfte in den Sund – nichts. Wir fuhren wieder langsam zurück auf die Stelle 1 der Kingfisher Karte, hier klopften wir etwas auf Steinbeißer, auch ohne Erfolg. Danach pilkten wir nochmal in 150 Metern Tiefe und siehe da, ein 70er Dorsch kam an die Oberfläche. Nach diesen ca. 4 Stunden erfolglosem Angeln entschieden wir uns nochmal raus zum Breigrunnen zu fahren. Also mit Top-Speed raus aufs offene Meer. Dort angekommen war die Dünung sehr ordentlich, aber nicht gefährlich, da diese sehr langgezogen war. Wir fingen einige Dorsche, nach 2 Stunden fuhren wir heim und machten noch leckeren Kibbeling mit Potato Wedges und 1-2 Absacker durften natürlich auch nicht fehlen. Im Endeffekt haben wir an diesem Tag ca. 100 Liter Benzin für fast nichts verfahren, naja ist halt auch Urlaub und etwas Spaß macht Boot fahren ja schließlich auch.


Sonntag:
Heute war das Wetter nicht ganz so gut, wie die Tage zuvor. Wir hatten schon bei uns im Hafen etwas Wind. Nachdem wir zu Mittag gegessen hatten, entschieden wir uns das Boot heute stehen zu lassen und dann am kommenden Tag unseren Rhythmus zu wechseln und früh morgens raus zufahren. So sollte dann auch alles mit der Bootsübergabe am Dienstag passen. Wir gingen also eine Runde die Gegend erkunden. Nachdem wir wieder da waren ging ich noch mit einem Kumpel in Nähe der Anlage schwimmen. Das Wasser war verdammt kalt. Danach grillten wir noch einmal und gingen gegen halb 12 schlafen.


Montag:
Abfahrt um 06:30 Uhr. Wir versuchten einfach mal unser Glück bei Stelle 5 und 6 der Kingfisher Karte. Hier hatten wir auch keine nennenswerten Erfolge. Irgendwo im nirgendwo bekam ich bei ca. 80 Metern einen 80er Dorsch ans Band. Der Wind war immer noch relativ stark, sollte aber im Laufedes Vormittags etwas abflauen.
Der eigentliche Plan war es mal ein paar neue Plätze auszuprobieren, also fuhren wir Richtung Nordkvaloya. Hier angelten wir in den Schären vor dem offenen Meer und erwischten nach ein paar Driften auch einige Küchendorsche. Wir konnten noch ca. 6 Kilo Filet mitnehmen. Es war eine interessante Angelei, da wir teilweise in Tiefen von nur 10-15 Metern gute Fische fingen. Hier ist aber Vorsicht geboten, da hier sehr viele Untiefen sind und man den Kartenplotter und das Echolot nicht aus den Augen verlieren sollte! Der Wind wurde aber gegen 15:00 Uhr sehr stark, sodass wir uns wieder in den Sund verzogen. Auf dem Rückweg fingen wir noch 2 Schellfische und traten dann die Heimreise von unserem letzten richtigen Angeltag an. Nachdem wir die letzten Fische filetiert hatten, verwogen wir schließlich unseren Fang. Wir bekamen alles mit und blieben unter den 15 Kilo. Abends gab es dann nochmal leckeren Kibbeling.
Dienstag:
Reines Spaßangeln in der Nähe der Anlage. Wir versuchten es noch einmal diszipliniert auf Heilbutt und mein Kollege Phillip konnte tatsächlich noch einen kleinen Heilbutt pilken. Es war absolut erstaunlich, dass man gezielt mit Bergmann Pilkern auf Heilbutt angeln kann. Der kleine Butt sollte dann auch der letzte sein und war ein gelungener Abschluss. (Er schwimmt nach dem kurzen Fototermin natürlich wieder) Danach noch das übliche Prozedere, Bootsübergabe, Tackle reinigen, Endabrechnung usw.

Mittwoch:
Der Transfer zum Flughafen startete um 10:00 Uhr, wir konnten direkt unser Gepäck aufgeben, obwohl der Flieger erst um 15:00 Uhr ging. Also fuhren wir noch mit einem Taxi nach Tromso und schauten uns noch kurz die Stadt an.

Abschließend lässt sich für unseren vierten Nord-Norwegen Urlaub sagen, dass es mit Abstand die beste Woche, sowohl vom Wetter, als auch von dem Fischfang her war. Die Anlage in Mikkelvik hatte uns letztes Jahr bereits überzeugt, der Service war wirklich wieder überragend. Kurz nach unserem Aufenthalt wurde die Marina Mikkelvik fertig gestellt - ein kleiner Yachthafen. Dort geht es also weiter voran! 2027 sind wir wieder dort, dieses Mal allerdings mit 6 Leuten und 2 „kleinen“ 150 PS Booten. Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr. Vielen Dank für´s Lesen und viel Petri Heil euch.
Julian
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