@da Beppe
Auch wenn ich deine Beiträge sonst sehr schätze sehe ich das anders. Die Verwertung sollte stets der zentrale Beweggrund für das Angeln sein. Natürlich darf der Drill trotzdem Freude bereiten.
Aber ohne Verwertung entfällt die gesetzliche Rechtfertigung für das Angeln.
Mit Verwertung vor Ort und Abgabe an Fisch an andere glücklose Angler oder Einheimische sollte auch künftig das Einhalten der Quote vor Ort möglich sein.
Ich kenne die Studienlage zwar nicht aber ich glaube ( ohne es wirklich zu wissen) nicht das durch die Entnahme der Fische notwendige Biomasse im Ökosystem fehlt.
Sollte dies nicht durch den massiven Nährstoffeintrag über die Flüsse u.a. aus der Landwirtschaft mehr als wett gemacht werden????
Nun - jeder darf es sehen wie er mag - darum schrieb ich ja - man sollte eben dann aber auch die anderen Anschauungen für sich stehen lassen und ich gehe zwar davon aus, daß Du Dich nicht als Bessermacher hervortun wolltest - aber so kam es bei mir zwischen den Zeilen an.
Darum nochmal vieleicht etwas präziser.
Studienlage kenne ich nicht - habe ich auch nicht erwähnt - mir reicht dafür der Hausverstand - einen Fisch den wir aus dem Wasser entnehmen, fehlt dort dem Lebensraum. Da gibts glaube ich keine zwei Anschauungen - er ist einfach weg. Kann sich nicht mehr reproduzieren, kann nicht mehr gefressen werden - ist halt nicht mehr da.
Es gibt Situationen in denen ein Fisch gefangen wird der nicht verwertet werden kann. In diesen Situationen bringt doch das Zurücksetzen einen eindeutigen Vorteil - der Fisch bekommt eine Chance - die ist z.B. beim Heilbutt sehr hoch.
Oder beendest Du die Angelei wenn Du am ersten Tag des Angelurlaubes blöderweise einen 75 kg Butt anlandest und untersagst z.b. Deinen 3 Mitfahrern das weiterangeln , denn die 40 kg Fillet sind schon da und die 7-14 kg täglicher Fischkonsum sind save.
Oder stell Dir vor Du fängst so ein Viech am letzten Tag - wo Dir vielleicht nur noch 1 Kilo Fillet in der Kiste fehlt . . . .
Nochmal - es ist tagtäglich eine Abwägung - die macht jeder mit sich selbst und den gegebenen Umständen aus - nix was man tadeln oder kritisieren müsste.
Ich für meinen Teil fange deswegen auch grundsätzlich am liebsten Fische zwischen 60 und 80 cm - die sind am Besten in meiner Küche.
Und wenn ich einen großen Fisch fange - worauf ich es nie anlege - muß ich halt gucken ob der Fisch überlebensfähig ist - kommt er runter ist es gut - bleibt er oben wird er verwertet - so gut es geht.
Das hat mit reinem Spaß an der Angelei noch gar nix zu tun, das wäre dann gegeben wenn grundsätzlich kein Fisch entnommen wird - und auch da gibt es Möglichkeiten wie das vonstatten gehen kann ohne bleibende Schäden und Verluste an den Fischen hervorzurufen.