Grosse Sommerköhler in Flekkefjord

TROLL

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Hallo Naffen, nachdem immer wieder berichtet wird, das im Norden die größten Fische gefangen werden, möchte ich hier etwas über unseren Sommer in Flekkefjord / Südnorwegen berichten.

Da wir bereits im Anfang Juli gefahren sind, waren wir natürlich in diesem Jahr mitz unseren 3,5 Wochen mit dem Wetter verwöhnt worden. So gut wie kaum Regen und Sonne pur.

Erstaunlich war natürlich diesmal die Meeres-Fischerei. Da die Makrelen schon in großer Anzahl vorhanden waren, gelang es uns, mit Einzelködern und kleinen Fischfetzen echte Grossexemplare an Bord zu hiefen. Und die größten Fische bissen ohne Bebleiung direkt unterm Boot in 1 - 2 Meter Tiefe auf leichte schwebende Köder.

Da die Anbisse teilweise so heftig waren, musste man die Rute ständig in der Hand halten. Tatsächlich bekam unser Freund direkt unterm Boot einen so heftigen und urplötzlichen , das die Rute, die er von mir zuvor ausgeliehen bekam, kopfüber über die Bootswand ins Wasser schlug und abtauchte. Da war nichts mehr zu retten.

Naja, jetzt meinen manche von euch, das es ein Anfängerfehler war. Es ist aber so, dass wir seit Jahren zu allen Jahrezeiten nach Flekkejford fahren. Ich bin ansich bestens mit der regionalen Meeresfischerei im Süden vertraut. Aber wie in diesen Sommer habe ich das mit den heftigen Bissen noch nicht erlebt.
Und komischer Weise immer nur auf leichte schwebende Einzelköder.

Aber das Resultat liess nicht lange auf sich warten - und wir wussten dann, warum.
Denn neben den extrem grossen Markrelen waren diesen Sommer auch dicke Köhler bis in den Innen-Fjord Flekkefjords gezogen.
Und man glaubt es kaum, meiner Frau gelang es an einem sonnigen Nachmittag bei sogenannter "Damendamelei" direkt unterm Boot bei Fjellsa mit leichten Geschirr einen gewaltigen Anbiss zu bekommen.
Naja - und die Schurr rannte nur so von der Rolle.
Nach 10 Minuten kam er dann zum Vorschein- ein gewaltiger Köhler, und zwar so einen, den ich in Südnorge in dieser Grösse noch nicht gefangen habe. Gut über 10 KG schwer. Ich musste natürlich zwischenzeitlich den Drill übernehmen und so gelang es, den Fisch nach einigen Mühen sicher zu gaffen und über die Bordwand zu heben. Ich habe mal in Foto beigefügt und hoffe, das es die Grösse des Köhlers gut wiedergibt.
Ein ähnliches Ereigniss hatten wir schon im März diesen Jahres, wo wir des Abend vor Abelsness/ Hidrasund gefischt hatten. Dort bekamen wir auch einen so heftigen Anbiss mit hartem Drill. Es gelang jedoch nicht, den Fisch zu bezwingen. Er lag im Wasser, wie eine Tischplatte. Nach 20 Minuten dann Rutenbruch mit dem Resultat: Fisch und halbe Rute weg. Thorbjörn vom Angelgeschäft in Flekkefjord meinte, es könne auch ein Heilbutt gewesen sein. Diese sollen sogar im Frühjahr bis in die Fjellsa-Bucht ziehen.

Jetzt meine Frage: Hat jemand im Bereich Flekkefjord / Hidra ähnliche Erfahrungen mit Kapitalen in diesem Jahr gemacht ?? Und noch was - ich habe kaum einen Dorsch gefangen. Ist in anderen Gebieten der Dorschbestand auch so erheblich zurückgegangen ?? Viele Grüsse Troll
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Oh man Hilfe, wieso geht das mit dem Bild nicht ??
 
Hei,
@TROLL, ja wo ist das Bild?

Gratuliere dir und deiner Frau zu dem kapitalen Köhler!
Ich war ja im August mit meiner Frau auch in Fjellå.
Haben dort mäßig gefangen aber genug für zu Hause zum mitnehmen.
Mit Dorsch sah es auch mau aus. Einen Größeren und ein paar Lenge (auch nicht sehr groß)
Der Hidrasund ist sicherlich ein sehr gutes Fangebiet. Aber leider von Fjellså es ein ganzes Stück weg. (Kannst ja mal in meinen Reisebericht "10 Tage Flekkefjord/Fjellsa die II." reinschauen-ist unter Reiseberichte Reviervorstellungen mittlerweile auf Seite 5 zu finden)

Wo habt ihr den Köhler gefangen? In der Bucht mit den "Blubberblasen" von der Fischzucht?
 
Tja, unsere Dorschli's

wir fangen mittlerweile auch mehr Leng als Dorsch. Scheint was dran zu sein, dass dewr Dorsch nicht mehr so häufig ist.

Aber sach ma - wo ist Bild ?

Gruß Heiko
 
Ballast1 schrieb:
Tja, unsere Dorschli's
wir fangen mittlerweile auch mehr Leng als Dorsch. Scheint was dran zu sein, dass dewr Dorsch nicht mehr so häufig ist.
Aber sach ma - wo ist Bild ?
Gruß Heiko

@ Heiko Wo kommst du den so schnell her? :?
 
So, noch ein Versuch : Achtung

DSCK0078.JPG
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Hurra, es funktioniert.
 
Vielen Dank für die Hilfe Hoddel,
auch ich hoffe, das waren keine Einzelfänge.
Wir haben festgestellt, das tatsächlich nur an bestimmten Tagen die Grossen dawaren. Wir hatten auch Tage an eigentlichen Topstellen, wo auf einmal gar nichts mehr ging. Tage später liefen sie un wieder um. Aber alleine vom Spassfaktor her ist es natürlich schon ein Erlebniss, grössere Exemplare zu fischen. Dieser Fisch war richtig blank und fast leer und war wohl grad erst in den Fjord gezogen. Er hatte noch keine Gelegenheit, sich mit Fischpellets vollzufressen. Hatte aber eine schöne 250 Gramm Makrele im Bauch. Aber auch die überdimensionalen Makrelen waren leer, aber strotzten nur so von Kraft.
Zur Fangstelle: Die Stelle liegt ca. 300 Meter gegenüber der bekannten Bucht mit den Blasen, PS: Dort haben wir auch Wittlinge gefangen, so grosse habe ich selten gesehen.

Aber eins muss ich hier nochmal loswerden: Fische dieser Grösse schmecjen einfach nicht mehr so gut und taugen wohl nur zu Frikadellen. Das Fleisch war bei diesem wie Pappe und sehr grobfaserig und trocken.

Wir fahren jetzt am 7. Oktober mit leichtem Geschirr zurück nach Flekkefjord. Mal sehen, ob noch Makrelen da sind und wie ansonsten der Bestand aussieht.

Viele Grüsse Troll
 
TROLL schrieb:
Wir fahren jetzt am 7. Oktober mit leichtem Geschirr zurück nach Flekkefjord. Mal sehen, ob noch Makrelen da sind und wie ansonsten der Bestand aussieht.
Viele Grüsse Troll

Von wo aus fährst du den mit der Fähre? Hitshals oder Hanstholm!
Unsere Fähre geht am. 08.10. 01:15 Uhr von Hirtshals!
 
Zur Fangstelle: Die Stelle liegt ca. 300 Meter gegenüber der bekannten Bucht mit den Blasen, PS: Dort haben wir auch Wittlinge gefangen, so grosse habe ich selten gesehen.

Aber eins muss ich hier nochmal loswerden:. Das Fleisch war bei diesem wie Pappe und sehr grobfaserig und trocken. Fische dieser Grösse schmecjen einfach nicht mehr so gut und taugen wohl nur zu Frikadellen

Wir fahren jetzt am 7. Oktober mit leichtem Geschirr zurück nach Flekkefjord. Mal sehen, ob noch Makrelen da sind und wie ansonsten der Bestand aussieht.

Viele Grüsse Troll[/QUOTE]


Meistens ist das Fleisch der Standorttreueren Fische (Wittlinge) durch die Pellets verdorben denn die Pelletts sind auf Lachse eingestellt was den Vitamin, Protein und Fetttgehalt angeht.
Ich meide solche Stellen (Lachsfarmen und Lachsabwassereinläufe) generell.
 
Glückwunsch zu dem tollen Fisch,
über dorschmangel konnten wir uns im März diesen Jahres in Lyngørporten nicht beklagen, Sie wahren einfach überall unser Nachbar hat sogar einen Heilbutt von 85 cm gefangen.
 
Hallo alle zusammen, erst noch einmal sorry für die Bilder.
Das Foto mit den Kids ist natürlich das mit dem Köhler.

Das andere Bild habe ich im März vor Abelsness geschossen. Es zeigt unseren kleinen schmächtigen Freund Henning, der nach 10 minütigem Kampf schwächelte und dem Alex gehörig unter die Arme greifen musste. Das ganze endete natürlich mit Rutenbruch (haha ) und dem Fischverlust. Wir meinen, es war eine Tischplatte, die schwimmen konnte, und zwar recht gut.

Thorbjörn, der Verkäufer aus dem Angelgeschäft Flekkefjord berichtete über vereinzelztes Auftreten von Butt zwecks Laichgeschäft im Hidrasund und in den sandigen Buchten, von denen es ja leider in diesem Gebiet nicht so viele gibt. Auch wusste er aus verlässlicher Quelle von dem Fang eines Seeteufels im Sommer direkt in der Bucht vor Flekkefjord ( Grönnes ) zu berichten. Der wurde mit von einem Fischer an Langleine gefangen und brachte 18 KG auf die Waage.

Zu unserer nächsten Fahrt: Die geht mit der Christian am 07.10.05 Mittag ab Hirtshals. Wir hoffen auf gutes Wetter.

Zum Fischgeschmack der Wittlinge und Köhler in der Blubberbucht:

Natürlich kennen wir dieses Problem und meiden ansich dieses Touri-Magnet. Wir setzten, wenn möglich, die Dickbäuchigen, gefangen in geringer Tiefe, zurück. Die schlanken Fische dort sind ansich vorzüglich im Geschmack, daher gehe ich davon aus, dass in diesem Bereich die Fische ständig wechseln und auch bei gewissen Wind und Temperaturverhältnissen aus dem Fjord wandern. Das erklärt eventuell auch das Phänomen, dass man sich an einigen Tagen besudelt vor Anglerglück und einen Tag später als Schneider in den Hafen zurück fährt.
Den grossen Köhler fingen wir neben anderen guten Exemplaren weiter zur Fjordmitte hin. Und das bei brennender Mittagssonne in 2 Meter unter dem Boot. Ich glaube einfach , dass der Köhler ( Bild) schon überaltert war und deswegen so pappig schmeckte. Er war, wie gesagt, bis auf eine kleine Makrele leer. Wer weiss, von wo der angereist war ?! Troll
 
Ach, ich habe noch etwas vergessen. Was meint ihr, sind die Makrelen noch im Süden - oder sind sie schon abgezogen ?? Wer weiss was ???
 
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