Ich habe nach der Meldung von dir gedacht, dass das ein Fan war.
Ich habe mir dazu gerade einen Zeitungsartikel online durchgelesen.
Für die Allgemeinheit hier mal die gekürzte Fassung.
Ich hätte allerdings dem Präsidenten einen Vorschlag zu machen.
So wie beim Spiel BS-H95+1 der Gästeblock mit Netzen überdeckt war, so sollte es überall sein und sowas wird bei uns schon Jahre bei Mitgliederversammlungen gefordert. Stabile Netze auf beiden Seiten des Gästeblocks und Ordner, die verhindern, dass dort jemand rankommt.
Ich bin der Meinung, die Althools haben das provoziert. Ich habe auch was gelesen, dass die sich einen Tag vorher wohl zum gemeinsamen Kloppen getroffen haben und da schon die Polizei zwischen gegangen sein soll. Deshalb haben sie das im Stadion gemacht. Gut, wenn sie davon einige wegsperren, dann ist das richtig
Nach Derby-Eklat viele Botschaften im FCM-Stadion
Gegen Hannover 96 waren die Vorfälle aus dem Dresden-Spiel noch sehr präsent. Der Präsident des 1. FC Magdeburg kommentierte diese ausführlich, die Fanhilfe gab eine Stellungnahme heraus.
Von Yannik SammertAktualisiert: 31.01.2026, 13:06
Nach der
Derby-Gewalt vergangene Woche entwickelte sich das Spiel gegen Hannover 96 am Freitagabend zu einer Partie der Botschaften. Diese fielen unterschiedlich aus.
Da waren das Banner „Gute Besserung allen Clubfans“ der Magdeburg-Ultras, der Schriftzug „Bullen raus aus den Kurven“ der 96-Anhänger und das Statement „Für einen friedlichen Fußball! Gewalt hat beim FCM keinen Platz“ auf den Banden. Ministerpräsident Sven Schulze und Innenministerin Tamara Zieschang wiederum statteten Polizisten einen Besuch ab.
Ebenfalls zu diesem Themenfeld: Der FCM veröffentlichte am Donnerstag ein erstes umfassendes Statement
FCM-Präsident Jörg Biastoch stellte sich nach dem Hannover-Duell den Fragen der Journalisten. „Was passiert ist, hat mich wirklich erschüttert“, sagte der 62-Jährige über die Gewalt. Es gehe vielen beim 1. FC Magdeburg so und auch vielen Fans.
Die Aufarbeitung habe für reichlich „Arbeit in der Woche“ gesorgt und sei wichtig gewesen. Biastoch: „Ich gehöre nicht zu den Menschen, die am nächsten Tag sofort populistisch irgendwelche Maßnahmenkataloge in die Welt setzen.“
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Er habe sich nach Bekanntwerden der Eskalation gefragt: „Haben wir was falsch gemacht?“ Als FCM. Das Risiko, die Sorge habe bestanden. Aber am Freitagabend resümierte er: „Das können wir nach heutigem Erkenntnisstand ausschließen.“
Nun sei dem Verein viel daran gelegen, genau zu prüfen, wie solche Situationen künftig verhindern werden können. Als eine Option nannte Biastoch eine bauliche Anpassung des Stadions, wobei die Möglichkeiten hierbei begrenzt seien.
Für das TV-wirksame Statement gegen Gewalt beim Hannover-Spiel auf den Banden im Stadion habe sich Blau-Weiß entschieden, damit „alle verstehen, wie wir als Verein dazu stehen“, so Biastoch: „Auf Initiative eines größeren Wirtschaftspartner haben die Wirtschaftspartner auf die Werbung verzichtet, um diese klare Botschaft zu senden.“
Es hätten sich welche nach den Vorfällen beim Club „gemeldet“. Der FCM stehe mit seinen Sponsoren „im Austausch“. Das Engagement „gekündigt“ hätte allerdings noch keiner.
Zu den Ermittlungen der Täter äußerte Biastoch: Es sei primär Aufgabe der Justiz. Erhalte der Club Hinweise, „würden wir es natürlich weitergeben“. Es sei dem Zweitligisten wichtig, die einzelnen Personen herauszufinden: „Jeder Täter, der ermittelt wird, muss mit weiterführenden Konsequenzen rechnen. Das ist ganz klar.“ Biastoch hob Stadionverbots-Verfahren hervor: „Unsere Stadionverbots-Kommission arbeitet sehr gut. Wir sind dafür vom DFB gelobt worden.“
Krawalle bei FCM gegen Dresden: Unklarheit über beteiligte Personengruppen
Und von welchen Konsequenzen für den Verein geht Biastoch aus? „Wir rechnen schon mit einer empfindlichen Strafe“, antwortete er. Es bestehe die Hoffnung, keine Geisterspiele absolvieren zu müssen. Auszuschließen sei das aber nicht. Noch zeichne sich keine Entscheidung ab: „Auch der DFB wird erstmal bewerten.“ Biastoch machte klar: „Ich bin kein Fan von Kollektivstrafen, die eine komplette Gruppe eines Stadions an die Wand stellen.“
Es herrsche indes noch Unklarheit, welche Personen (also etwa Hooligans oder Ultras) sich die Auseinandersetzung mit der Polizei lieferten: „Das ist sicher auch schwer, zu ermitteln.“ Das Ziel bestehe aber.
Auf die Banner beider Fanlager beim Spiel gegen Hannover angesprochen meinte der FCM-Präsident: „Das die Ultraszenen generell ein Problem mit der Polizei haben, ist bekannt.“ Aus Vereinssicht halte er aufgrund dieser grundlegenden Thematik „Kommunikationsarbeit, um Verständnis werben und Deeskalation“ für wichtig.
Banner im FCM-Fanblock diskutabel
Konkret zum Schriftzug „Gute Besserung allen Clubfans“ – die Nicht-Erwähnung der verletzten Beamten fiel bei diesem auf – betonte Biastoch: Es sei nicht so „dass man jetzt nicht an die Polizisten denkt“. Es gibt dahingehend „sehr wohl Äußerungen und es gibt auch Kontakte zwischen der aktiven Fanszene und Sanitätsdiensten, die sich nochmal aussprechen wollen“. Biastoch: „Die Szene wollte klar machen, dass auch viele Clubfans verletzt worden sind.“
Es handele sich nicht um mangelnde Empathie der Ultras, sondern diese hätten sich für ihre Botschaft entschieden, weil die Fans „bisher überhaupt noch nicht im Fokus standen“.
Dies liege sicher auch daran, dass genaue Zahlen zu verletzten Fans (Beteiligte wie Unbeteiligte) lange fehlten. Laut Fanhilfe – die ebenfalls am Freitag eine Mitteilung herausgab – sind „weit über 100 Stadionbesucher verletzt oder geschädigt“ geschädigt worden.
Fanhilfe Magdeburg spricht nach Krawallen von „Novum" beim FCM
„Zunächst ist festzuhalten, dass die Eskalation in der mittlerweile fast 20-jährigen Geschichte des Heinz-Krügel-Stadions ein Novum im negativen Sinne darstellt“, schrieb die Fanhilfe bei ihren detaillierten Darlegungen. Das dürfe „sich in dieser Form nicht wiederholen“ künftig: „Die Geschehnisse – sowohl das Verhalten einzelner Fans als auch das Vorgehen der Einsatzkräfte – führen bei uns und in der gesamten Fanszene zu intensiven Debatten.“
Die Fanhilfe positionierte sich gegen Pauschalisierungen, Einseitigkeit und Populismus – sowohl hinsichtlich der Forderungen im Nachgang als auch bei den Bewertungen. Auch das Fanprojekt appellierte an einen sachlichen, analytischen und differenzierten Umgang.
Es müsse „das Ziel von allen Seiten verfolgt werden, vergleichbare Eskalationen künftig zu verhindern“, teilte die Fanhilfe mit. Die Einrichtung stehe „dabei im Austausch mit dem FCM und dem Fanprojekt“.