Die Ostsee kämpft um das Überleben: Kann man ein Meer reparieren?

Im Blinker war ein guter Beitrag dazu.
70% der Jungdorsche werden von Kormoranen gefressen.


Das Wasser regeneriert sich ja über die Jahre, wenn aber alles weggefressen wird, kann der Bestand sich nicht erholen. Den Anglern, Fischern und dem menschgemachten Klimawandel die Schuld zu geben ist für die grüne Pest der einfachste Weg.

Beste Grüße
Axel
 
und wer nur dem Kormoran die Schuld in die Schuhe schieben will, hat wohl nicht gelernt in Zusammenhängen zu denken.

Gehe mal davon aus, daß zu Urzeiten genügend reichlich Kormorane und Dorsche vorhanden waren, bevor die Menschenpest den Planeten zu großen Teilen vergewaltigt und zerstört hat.

:lacher:

in einem ausgeglichenen Ökosystem ist für alle die es nachhaltig nutzen genügend da. (da gehört die Spezies Mensch wie wir ja wissen und tagtäglich bestätigt bekommen nun mal leider nicht dazu) Denn die Menschheit ist gierig, die allermeisten Tiere nicht.

Gibts mehr Fisch können sich logischerweise mehr Fischräuber halten, gibts weniger Fisch dann sterben die ab oder ziehen weiter wenn das mögllich ist.

Ich bin ganz bestimmt kein Kormoranfreund - aber Hirn hab ich schon gerne. :wink:
 
und wer nur dem Kormoran die Schuld in die Schuhe schieben will, hat wohl nicht gelernt in Zusammenhängen zu denken.

Gehe mal davon aus, daß zu Urzeiten genügend reichlich Kormorane und Dorsche vorhanden waren, bevor die Menschenpest den Planeten zu großen Teilen vergewaltigt und zerstört hat.

:lacher:

in einem ausgeglichenen Ökosystem ist für alle die es nachhaltig nutzen genügend da. (da gehört die Spezies Mensch wie wir ja wissen und tagtäglich bestätigt bekommen nun mal leider nicht dazu) Denn die Menschheit ist gierig, die allermeisten Tiere nicht.

Gibts mehr Fisch können sich logischerweise mehr Fischräuber halten, gibts weniger Fisch dann sterben die ab oder ziehen weiter wenn das mögllich ist.

Ich bin ganz bestimmt kein Kormoranfreund - aber Hirn hab ich schon gerne. :wink:
Da bin ich bei Dir. Wenn das Gleichgewicht stimmt, reguliert sich das alleine. Das Gleichgewicht stimmt aber nicht mehr. Schuld ist der Mensch.
Der Kormoran fast hat keine natürlichen Feinde mehr und wird vom Menschen geschützt.
Wenn Du die Schwärme auf der Ostsee mal siehst, da kannste nur noch staunen. Der Himmel ist dann schwarz.

Beste Grüße
Axel
 
und wer nur dem Kormoran die Schuld in die Schuhe schieben will, hat wohl nicht gelernt in Zusammenhängen zu denken.

Gehe mal davon aus, daß zu Urzeiten genügend reichlich Kormorane und Dorsche vorhanden waren, bevor die Menschenpest den Planeten zu großen Teilen vergewaltigt und zerstört hat.

:lacher:

in einem ausgeglichenen Ökosystem ist für alle die es nachhaltig nutzen genügend da. (da gehört die Spezies Mensch wie wir ja wissen und tagtäglich bestätigt bekommen nun mal leider nicht dazu) Denn die Menschheit ist gierig, die allermeisten Tiere nicht.

Gibts mehr Fisch können sich logischerweise mehr Fischräuber halten, gibts weniger Fisch dann sterben die ab oder ziehen weiter wenn das mögllich ist.

Ich bin ganz bestimmt kein Kormoranfreund - aber Hirn hab ich schon gerne. :wink:

Was bei jeglicher Kormoran- und Fischotterproblematik usw. bei deiner Denkweise immer vergessen wird: Wir leben nicht mehr in unberührter Natur, wir haben uns mit unserem "Fortschritt" mit Kulturlandschaften Seen, Teiche usw. geschaffen um den Ertrag zu erhöhen, Jagen, Fischen, Züchten usw. mit immer besseren Methoden... Wir erhöhen quasi künstlich die Nahrungsmittelproduktion des Planeten, weil wir im Endeffekt durch unsere Entwicklung zu gute Predatoren geworden sind.

Man muss aber irgendwann akzeptieren das die durch uns veränderte Nahrungskette nicht mehr mit einem ohne äußere Eingriffe funktionierenden Ökosystem von vor X Jahren zu vergleichen ist. Das auch durch uns "verschuldete" Ungleichgewicht müsste daher auch von uns gemanaged werden. "Unberührte Natur" würde auch bedeuten, dass wenn es zu wenig Fisch, Fleisch, Getreide, Soja, usw. (mit primitiven Fang- und Jagdmethoden) auf der Welt gibt die Menschheit auch vor die Hunde geht. Egal ob im Wasser oder im Wald (Wolfspopulation, denen fehlen einfach zusammenhängende Fläche für ihre Reviere etc. so kommt es zum Konflikt mit dem Mensch).

Also entweder sauber gemanagede Kulturlandschaften, Jagd und Fischerei -> heißt auch das man die Population von Prädatoren im Gleichgewicht halten muss

oder

wir schenken den "Vorreiterstatus" der Evolution wieder her und kehren zum Jäger und Sammler zurück;-)

Es geht ja nicht darum um Kormoran, Kegelrobbe oder Fischotter auszurotten, da aber die natürliche Nahrungskette ohne Mensch nicht mehr vorhanden ist müssen diese auf ein erträgliches Maß reduziert werden!
 
Für die, die immer noch vom armen kleinen Vogel sprechen...an dem Tag haben wir drei solcher Schwärme auf der Müritz angetroffen...hier muss gehandelt werden, da wie Hecht99 schreibt eben in unserer Kulturlandschaft keiner da ist der das natürlich regelt, nicht mal der letzte Winter, in dem hunderte Vögel tot geblieben sind, diese sind hier bereits nicht mehr zu sehen...
Und genauso ist es eben mit dem Wolf oder sonst was, diese Tiere gehören in die Natur, also nicht nach Deutschland, da es hier wie gesagt nur Kulturlandschaft gibt, nix anderes...klar haben wir einige Nationalparks, aber das sind eben mickrige Flächen zu dem was so ein Wolfsrudel zum Beispiel als Lebensraum benötigt.

Achso, das Krautfeld von dem wir die Kormorane vertrieben haben war dann übrigens leer...die Barsche die man dort vorher fangen konnte, waren nicht mehr vorhanden...
 

Anhänge

Ich war im Sommer-Urlaub kurz unterhalb Aarhus, wir waren auch ein paar mal Los zum Angeln egal ob Aarhus Mole oder Brandung nicht eine Platte.
Habe mich mit einen Dänen der ganz gut Deutsch sprechen konnte unterhalten, auch er meinte das das nur an den Komoranen liegt früher war sehr viel Fisch beim Brandungsangeln zu Fangen. aber duch die hohe Population der Komorane ist da nicht mehr viel zu holen.
 
Da bin ich bei Dir. Wenn das Gleichgewicht stimmt, reguliert sich das alleine. Das Gleichgewicht stimmt aber nicht mehr. Schuld ist der Mensch.
Der Kormoran fast hat keine natürlichen Feinde mehr und wird vom Menschen geschützt.
Wenn Du die Schwärme auf der Ostsee mal siehst, da kannste nur noch staunen. Der Himmel ist dann schwarz.

Beste Grüße
Axel
Naja - ganz allgemein - wo viel Fressen ist, gibts auch viele Fresser - sprich - gut für die Adler dort.

"Der Mensch" denkt er ist ganz schlau - und weiß lediglich - wenn überhaupt - nur Bruchstücke.

Ich gehe davon aus, daß alles von selber wieder heile wird - die Welt hat ja schon immer funktioniert auch ohne unsere Schlauheit.

Gibts nicht mehr genug zu fressen für die Galgenvögel, dann verrecken sie von selber oder ziehn eben weiter.

Die fitten, guten und schlauen Dorsche werden überlegben und sich danach wieder fortpflanzen und somit ihre guten Gene weitergeben.

Sinnvol wäre halt, daß "Der Mensch" die Ostsee nicht weiter mit seinen Abwässern verseucht, mit seinen Schleppnetzen umpflügt und mit seinen Fischkuttern dem letzen Rest den Garaus macht . . . .

. . . . aber das wird wohl genau so wenig passieren als das "Der Reiche" in den Himmel kommt! :lacher:
 
Was bei jeglicher Kormoran- und Fischotterproblematik usw. bei deiner Denkweise immer vergessen wird: Wir leben nicht mehr in unberührter Natur, wir haben uns mit unserem "Fortschritt" mit Kulturlandschaften Seen, Teiche usw. geschaffen um den Ertrag zu erhöhen, Jagen, Fischen, Züchten usw. mit immer besseren Methoden... Wir erhöhen quasi künstlich die Nahrungsmittelproduktion des Planeten, weil wir im Endeffekt durch unsere Entwicklung zu gute Predatoren geworden sind.

Man muss aber irgendwann akzeptieren das die durch uns veränderte Nahrungskette nicht mehr mit einem ohne äußere Eingriffe funktionierenden Ökosystem von vor X Jahren zu vergleichen ist. Das auch durch uns "verschuldete" Ungleichgewicht müsste daher auch von uns gemanaged werden. "Unberührte Natur" würde auch bedeuten, dass wenn es zu wenig Fisch, Fleisch, Getreide, Soja, usw. (mit primitiven Fang- und Jagdmethoden) auf der Welt gibt die Menschheit auch vor die Hunde geht. Egal ob im Wasser oder im Wald (Wolfspopulation, denen fehlen einfach zusammenhängende Fläche für ihre Reviere etc. so kommt es zum Konflikt mit dem Mensch).

Also entweder sauber gemanagede Kulturlandschaften, Jagd und Fischerei -> heißt auch das man die Population von Prädatoren im Gleichgewicht halten muss

oder

wir schenken den "Vorreiterstatus" der Evolution wieder her und kehren zum Jäger und Sammler zurück;-)

Es geht ja nicht darum um Kormoran, Kegelrobbe oder Fischotter auszurotten, da aber die natürliche Nahrungskette ohne Mensch nicht mehr vorhanden ist müssen diese auf ein erträgliches Maß reduziert werden!
ne so drastisch seh ich das nicht - die Ostsee kannst schlecht mit nem Zuchtteich vergleichen.

Und nochmal - ich bin kein Kormoranfreund - den hatten wir zu meiner Jugend nicht und ich brauch den auch nicht bis ich den Löffel abgebe.

Nichtsdestotrotz halte ich die Umweltauswirkungen die "wir" auf der Kugel verursacht haben als das drastischte Problem.

Offensichtlich reicht aber der Verstand der einzigen vernunftbegabten Tierart auf der Kugel doch nicht all zu weit - sprich - es wird häufig die Gans geschlachtet die güldene Eier legt.

Ob wir uns freiwillig auf die Bäume zurückziehen werden oder ob uns ein GauGau dahin schickt bleibt abzuwarten.
 
Für die, die immer noch vom armen kleinen Vogel sprechen...an dem Tag haben wir drei solcher Schwärme auf der Müritz angetroffen...hier muss gehandelt werden, da wie Hecht99 schreibt eben in unserer Kulturlandschaft keiner da ist der das natürlich regelt, nicht mal der letzte Winter, in dem hunderte Vögel tot geblieben sind, diese sind hier bereits nicht mehr zu sehen...
Und genauso ist es eben mit dem Wolf oder sonst was, diese Tiere gehören in die Natur, also nicht nach Deutschland, da es hier wie gesagt nur Kulturlandschaft gibt, nix anderes...klar haben wir einige Nationalparks, aber das sind eben mickrige Flächen zu dem was so ein Wolfsrudel zum Beispiel als Lebensraum benötigt.

Achso, das Krautfeld von dem wir die Kormorane vertrieben haben war dann übrigens leer...die Barsche die man dort vorher fangen konnte, waren nicht mehr vorhanden...
kein Mensch (zumindest ich nicht) spricht vom Armen Vogel - die gehen genauso den Weg alles irdischen wenn ihnen kein Futter mehr vor den Schnabel schwimmt
 
Ich bin kein Meeresbiologe interrissiere mich aber sehr für den Schutz von Bodenbrütern. Habe dort einige Studien zu den Auswirkungen von Prädation gelesen und mich vielfach zu dem Thema mit Biologen unterhalten. Ich weiß nicht ob man hier Erkenntnisse eins zu eins übertragen kann. Einiges scheint mir aber logisch.
1. Kormorane sind Nahrungsgenerallisten. Kormorane nutzen viele weitere Fischarten als Nahrungsgrundlage als lediglich die Art Dorsch. Populationsentwicklungen beim Dorsch haben somit keinerlei Auswirkungen auf die Population des Kormoran.
2. Arten die nur noch in kleinen Populationen existieren befinden sich oft in einem sog. Räuberloch aus dem sie aufgrund der Prädation nicht mehr herauskommen. Sie sind gegenüber häufiger vorkommenden Arten klar im Nachteil. Übermäßige Prädation kann nun schnell zum erlöschen ganzer Populationen führen.
3. Durch die immer weiter schrumpfende Gesamtpopulation engt sich der Genpool immer weiter ein mit all seinen bekannten negativen Auswirkungen.

Dies sind Punkte deren Übertragung auf die Beziehung Dorsch Kormoran durchaus Sinn machen könnte
 
Zuletzt bearbeitet:
Da bin ich bei Dir. Wenn das Gleichgewicht stimmt, reguliert sich das alleine. Das Gleichgewicht stimmt aber nicht mehr. Schuld ist der Mensch.
Der Kormoran fast hat keine natürlichen Feinde mehr und wird vom Menschen geschützt.
Wenn Du die Schwärme auf der Ostsee mal siehst, da kannste nur noch staunen. Der Himmel ist dann schwarz.

Beste Grüße
Axel
So ist es .
In Holland z.B. gibt es grüne Gruppen,die großflächig Boden pachten, damit sich der Kormoran ausbreiten kann .
Kormoranschutz ist ein Politikum mit großen finanziellen Mitteln .
Die will keiner aufgeben !
 
Man muss aber irgendwann akzeptieren das die durch uns veränderte Nahrungskette nicht mehr mit einem ohne äußere Eingriffe funktionierenden Ökosystem von vor X Jahren zu vergleichen ist. Das auch durch uns "verschuldete" Ungleichgewicht müsste daher auch von uns gemanaged werden. "Unberührte Natur" würde auch bedeuten, dass wenn es zu wenig Fisch, Fleisch, Getreide, Soja, usw. (mit primitiven Fang- und Jagdmethoden) auf der Welt gibt die Menschheit auch vor die Hunde geht. Egal ob im Wasser oder im Wald (Wolfspopulation, denen fehlen einfach zusammenhängende Fläche für ihre Reviere etc. so kommt es zum Konflikt mit dem Mensch).

Also entweder sauber gemanagede Kulturlandschaften, Jagd und Fischerei -> heißt auch das man die Population von Prädatoren im Gleichgewicht halten muss

oder

wir schenken den "Vorreiterstatus" der Evolution wieder her und kehren zum Jäger und Sammler zurück;-)

Es geht ja nicht darum um Kormoran, Kegelrobbe oder Fischotter auszurotten, da aber die natürliche Nahrungskette ohne Mensch nicht mehr vorhanden ist müssen diese auf ein erträgliches Maß reduziert werden!
Das Problem mit dem Management ist leider ,daß Arten mit viel Lobby,Singvögel,Rehe,Dorsche,keine Ahnung ,weiß jeder selbst ,geschützt werden,Arten die aber nicht auf dem Radar sind,dadurch noch schneller verschwinden !
 
Ich bin kein Meeresbiologe interrissiere mich aber sehr für den Schutz von Bodenbrütern. Habe dort einige Studien zu den Auswirkungen von Prädation gelesen und mich vielfach zu dem Thema mit Biologen unterhalten. Ich weiß nicht ob man hier Erkenntnisse eins zu eins übertragen kann. Einiges scheint mir aber logisch.
1. Kormorane sind Nahrungsgenerallisten. Kormorane nutzen viele weitere Fischarten als Nahrungsgrundlage als lediglich die Art Dorsch. Populationsentwicklungen beim Dorsch haben somit keinerlei Auswirkungen auf die Population des Kormoran.
2. Arten die nur noch in kleinen Populationen existieren befinden sich oft in einem sog. Räuberloch aus dem sie aufgrund der Prädation nicht mehr herauskommen. Sie sind gegenüber häufiger vorkommenden Arten klar im Nachteil. Übermäßige Prädation kann nun schnell zum erlöschen ganzer Populationen führen.
3. Durch die immer weiter schrumpfende Gesamtpopulation engt sich der Genpool immer weiter ein mit all seinen bekannten negativen Auswirkungen.

Dies sind Punkte deren Übertragung auf die Beziehung Dorsch Kormoran durchaus Sinn machen könnte
Hört sich voll interessant an, Aber gab’s das wirklich schon mal das z.b. die Hasen ausgestorben sind weils zu viele Füchse gab?

Oder Rotaugen weils zu viele Hechte gibt?
 
@ da Beppe

Ich hoffe es ist nicht zu sehr off topic ( der Fuchs hat ja bekanntlich keine Flossen) aber tatsächlich sind die aus dem Ruder gelaufenen Fuchsbesätze ein riesen Problem im Naturschutz. Lt Biologen hier bei uns an der ostfriesischen Nordseeküste das zentrale Problem. Der Fuchs kommt heute nicht zuletzt Dank der Tollwutimpfung in Besätzen vor die völlig unnatürliche sind. Natürlich wäre ein Besatz von einem Geheck auf 1000ha. Wir liegen bei mehr als einem Geheck auf 100ha. Da haben Bodenbrüter kaum noch eine Chance da es schlicht an Bruterfolgen fehlt. Der Fuchs nimmt sich nicht kranke oder alte Tiere wie oft unterstellt. Was dann zu einem survivsl of the fittest führen solle. Er nimmt sich in der Masse Jungtiere oder brütende Hennen. Hier bei uns werden daher Wärmebildvorsatzgeräte, Fallen und Hochsitze durch den NABU finanziell gefördert. Man befürchtet viele Arten zu verlieren. Unweit von uns gab es ein Projekt von Jägern und NABU zum Schutz der uferschnepfe mit herausragenden erfolgen. Es gab eine Studie der Universität Göttingen. Dort wurden ich meine 1132 Rebhuhgelege überwacht. Regional wurden 80 bis 100 Prozent der Gelege prädiert. Davon waren 70 Prozent Totalverluste, d.h die Henne wurde mit gerissen. Dies kann sehr schnell zum regionalen Aussterben einer Art, hier das Rebhuhn,führen. Die Biologen haben mir erklärt das viele Bodenbrüter die Zeiten nach einem Tollwutseuchenzug bräuchten um ihre Besätze wieder aufzufüllen.
Vor ca einem halben Jahr habe ich mit einem Biologen aus Schleswig Holstein gesprochen. Dieser meinte die Abwesenheit dieses Räuberloches habe zum Aussterben des (ich meine es war der) Goldregenpfeiffers in Deutschland geführt.

Wie schon geschrieben weiß ich nicht ob man alles unbedingt auf die Beziehung Dorsch/ Kormoran übertragen kann. Aber eine übermäßige Prädation wird die Dorschbesâtze sicherlich nicht stützen.
 
Die Kormoranbesätze werden sich aber mit jagdlichen Mitteln kaum absenken lassen. Als Rabenvögel sind die äußerst aufmerksam und vorsichtig so das es immer nur bei einzelnen Abschüssen bleibt. Zudem wirst du kaum einen Jäger in Zeiten von Schalenwild und Raubwildmanagement sowie der afrikanischen Schweinepest zum Kormoran Schuss motivieren können.
 
Den Begriffbesatz verstehe ich nicht in Deinem Kontext.

Meinst Du das Kormorane oder Füchse besetzt werden?

Das käme mir seltsam vor.
 
Hört sich voll interessant an, Aber gab’s das wirklich schon mal das z.b. die Hasen ausgestorben sind weils zu viele Füchse gab?

Oder Rotaugen weils zu viele Hechte gibt?

Kann ich dir Beispiele nennen, ja.

Schleien sind aus Gewässern in denen Welse eingeschleppt wurden bei uns z. B. komplett verschwunden...

Hasen aus manchen Lebensräumen z. B. auch. Vor Flurbereinigung, Einebnung der Äcker, Entfernen von Feldrains (bewachsene Böschungen zwischen Äckern) gab es noch genügend auf den Feldern, ohne Versteckmöglichkeiten in den Böschungen usw. haben sie sich aus dem Lebensraum zurückgezogen, da vor Fuchs und Greifvögeln keine Deckung bestand, nun sieht man sie halt an Waldlichtungen.

-> ähnlich ist es ja in der strukturarmen Badenwanne Ostsee auch...

In Bayern genauer in Nordbayern gibt es übrigens seit Jahren ein sehr erfolgreiches Kormoranmanagement, in dem Angler, Züchter und Jäger zusammen gearbeitet haben und der Bestand auf ein "gesundes" Maß gesetzt wurde. Strukurarme, seichte Fließgewässer sind zwar immer noch betroffen, da müsste halt auch was zur Renaturierung getan werden (Einstände).
Was bei uns im nördlichen Bayern komplett aus dem Ruder gelaufen ist, ist die Sache mit dem Fischotter, aber das ist ein anderes Thema...
 
Gegen den Fischotter werden wir niemals eine Chance haben, denn der ist zu putzig :lacher:

Nochmal - ich bin überhaupt nicht für den Kormoran - und hab mir auch schon oft überlegt ein Gerät zu besorgen :biglaugh:

Mir geht es nur um den Zusammenhang der weiter oben gemacht wird - eine Art löscht die andere aus.

Das ist Humbug für sich und nicht radikal im Ansatz.

Fakt ist doch - die Reproduktion funktioniert nicht mehr und die Lebensräume verschwinden (das ist leider unzweifelhaft unserer Art der Land und Wassernutzung zuzuschreiben) Wenn dann noch 1-5 Prozent des ursprünglichen Bestandes übrig sind kann ich mich doch nicht allen Ernstes hinstellen und behaupten der Kormoran wäre am Aussterben des Dorsches schuld oder der Fuchs am Aussterben der Hasen oder der Wels am Aussterben der Schleien.

Viecherl sind nun mal nicht vernuftbegabt und die machen auch selten Diät - die müssen halt fressen um nicht zu verhungern.

Der Mensch schimpft sich vernunftbegabt zu sein, bringt aber sein Hirnschmalz und Denk - PS einfach nicht auf die Straße - (oder halt meist nicht wahrnehmbar oder ebent noch nicht im ausreichenden Umfang)

Das Problem ist - der Mensch ist und bleibt maßlos (zumindest wenn ich mir die westliche Art des Wirtschaftens so anschaue) Es wird gerafft und gehortet, nur um hinterher festzustellen, ach das brauche ich ja alles doch gar nicht und ein Prozentsatz wird dann weg geworfen weil verdorben oder sonst nicht mehr verzehrbar.



Das ist die Welt wie ich sie wahrnehme, das muß ja auch alles so nicht stimmen - und mit guten Argumenten laß ich mich gerne vom Gegenteil überzeugen

aber wie gesagt - ich seh die Menschheit als Übel an
 
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