Das perfekte Rotbarschvorfach

Chole

Butthunter
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Hamburg
Moin Zusammen,

seit einigen Jahren entwickle ich mein selbstgebautes Rotbarschvorfach und die Technik immer weiter.
Früher habe ich meine Rotbarsche mit einer einfachen Paternostermontage bestehend aus mehreren Gummimakks gefangen.

Mittlerweile sieht mein Vorfach wie folgt aus:

Das Vorfach ist insgesamt ca. 6-7 Meter lang. Auf dieser Länge fische ich 6 x Circle hooks in der Größe 8/0 (Meistens BKK oder Gamakatsu).

Das Vorfach wird aus 1,2mm Vorfachmaterial gebunden, damit die Montage nicht so leicht verheddert. Falls es doch passiert, lässt sich die Montage aufgrund des starken Vorfachmaterial sehr leichentheddern.

Nach zwei Haken mache ich immer einen Wirbel auf der Hauptschnur. Das Bedeutet, mein Vorfach mit 6 Haken besteht aus 3 Vorfächern mit jeweils zwei Haken, die mit Swivel und Sprengring verbunden werden.

Die Mundschnüre werden entweder direkt mit der Hauptschnur geknotet oder es wird ein Swivel mit der Hilfe von zwei hartplatikperlen und zwei Knoten auf der Hauptschnur fixiert, wo ich anschließend die Mundschnüre dran binde. (Beide Varianten funktionieren sehr gut)

Die Mundschnüre sind ca. 15 cm lang und werden mit einem guten Leuchtschlauch überzogen. (Der alte Eisele Super Loom oder die Light sleeve von Søvik).

Als Blei wird ein Leuchtendes Stabblei benutzt, meistens 500g. Das Blei ist an mindestens 2 m "Abrissleine" gebunden. Dafür wähle ich meist ein Monofiles Vorfach der Stärke 0,45 oder 0,50mm. Zum einen verliert man in dem seltenen Fall eines Hängers nicht gleich die ganze Montagen und zum anderen hält man sich durch den Abstand vom Grund den ein oder anderen Lumben fern.

Als Köder benutzen wir Makrele, Hering, Reker oder Seelachs. Wenn man es sich aussuchen kann, dann auch in der Reihenfolge wie von mir aufgelistet. Allerdings ist das natürlich nicht immer möglich.

die Köder werden in lange Fetzen (ca. 8cm x 2cm) geschnitten und bei Köderfischen die etwas größer sind, schneide ich von den Ködern etwas Fleisch weg um den Wasserwiederstand zu minimieren und den Haken frei zu halten, dass der Circle Hook vernünftig arbeiten kann.

Beim Angeln werden erstmal mit Hilfe von Multicolourschnur die Angeltiefe ausfindig gemacht (Meistens vom Grund in 5m Schritten bis zu ca 50m über Grund).

Bei den Bissen warte ich kurz und fange dann langsam und gleichmäßig das Einkurbeln zu beginnen. wenn ich merke das Fische drauf sind, kurbel ich die Fische gleichmäßig an die Oberfläche und versuche dabei die Fische nur über die Rolle einzukurbeln und gleiche Wellenbewegungen aus, sodass die Rute immer nach Möglichkeit gleichmäßig unter Zug ist.

Wir verlieren allerdings sehr häufig Fische auf dem Weg nach oben. Ich bin am überlegen, worauf ich noch achten kann oder was wir besser machen können um die Aussteiger zu minimieren.
Was ich noch versuchen werde sind Circle Hooks die aus einer dickeren Drahtstärke bestehen. Dadurch erhoffe ich mir, dass das Maul bzw. die dünne Haut nicht so leicht einreißen.
Aktuell ist das meiner Meinung nach nämlich der Hauptgrund warum die Fische verloren gehen.

Ich bin gespannt wie euer Vorfach so aussieht und vllt hat Jemand einen Hinweis, worauf ich noch achten könnte oder was man besser machen kann.

Viele Grüße
Chole
 
Ich hatte gerade für unsere letzte Sørøya Tour neue Vorfächer gebastelt. Leider kamen diese auf grund von schlechtem Wetter nicht zum Einsatz.

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Hab leider nur ein Bild gemacht vom Aufgewickelten Vorfach.
Es ist 10m lang mit 5 Seitenarmen die je 15cm lang sind. Ich verwende 1,2mm Vorfach. Weitere Komponenten sind 8/0er Varivas Circle Hooks, Seandra Combo Swivel, Søvik Leichtschlauch und Doppelcrimphülsen (Alu). Das Vorfach hab ich so von unserem Vermieter auf Sørøya kennengelernt und nachgebaut.
Es ist für die richtig großen Rotbarsche im XXL Format ausgelegt und hat auch schon geliefert.
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Ich würde immer auf einen Dreifachwirbel oder ähnliches gehen. Den Seandra gibt's leider nur in England, ist aber ein absoluter Gamechanger und rostet auch nicht. Bei Ali gibt's ähnliche Wirbel die ich aber noch nicht getestet habe.
Ich crimpe aus Faulheit, aber auch damit der Leuchtschlauch stram sitzt und nicht hin und her wandern kann. Außerdem bekomme ich so leichter eine Schlaufe in der sich der Circlehook frei bewegen kann.
Der unterste Seitenarm ist zwei Meter über dem Wirbel für die Abreisschnur (0,35er Mono). Wollen bei dieser Angelei ungern Lumben einsammeln.
Bei den Circlehooks bin ich absoluter Varivas Fan. Ultrascharf und etwas dünner als viele vergleichbare Haken! Fallen ein bisschen größer aus als VMC oder BKK, deshalb reichen mir 8/0er.

Ich hab die Erfahrung gemacht das der Köder fast egal ist. Wichtig ist das er lange genug am Haken hält. Wir verwenden etwa 15cm lange streifen (mit Haut) vom Lumb oder Seelachs. Lumb hält mit Abstand am besten am Haken. Ich steche am Ende des Filetstreifens zweimal durch so das die Spitze auf der Hauptseite austritt. Dann verwende ich ein 2x2cm großes Stück Luftballon doppelt gefaltet, was zuletzt auf den Haken gespiest wird. Es fungiert als eine Art Stopper und verhindert , das der Köder vom Haken gelutscht wird.
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Gefischt wird in 200-350m tiefe mit 1000-1500g Blei. Das ist wegen den großen Ködern und der Strømung notwendig. Wenn verfügbar mit E-Rolle, ansonsten aber auch schon mit 08er Maxel per Hand.

Einer der wichtigsten Punkte überhaupt ist das aufladen des Leuchtschlauchs. Wir befestigen des Vorfach schon vor der Ausfahrt an der Reling (Rohrisolierung). So hat es genug Zeit sich aufzuladen. Søvik Schlauch hat sich hier von der Leuchtdauer am besten bewährt.
Beim Ablassen stoppen ich ca. 30m vor Grund damit sich das Vorfach strafft. Erst dann suche ich einmal Grundkontakt und hole sofort 10m ein. In dieser Tiefe starte ich mit der Suche. Macht man das nicht, kann es passieren das man nach Grundkontakt erst mal den Schnurbogen einkurbelt. Genug Zeit in der sich ein Lumb ans Vorfach hängt.
 
Vielen Dank für deine ausführliche Beschreibung. Wir machen das ebenfalls mit der Rohrisolierung an der Reeling und lassen die Leuchtschläuche ordentlich aufladen.
Und ja, der Søvik Leuchtschlauch hat wirklich eine super Leuchtkraft.
Das mit dem Crimpen werde ich evtl. auch mal testen. Ansonsten ist es wirklich schwierig die kurzen Mundschnüre mit dem Leuchtschlauch zu binden, sodass der Leuchtschlauch fast die ganze Mundschnur bedeckt.
 
Die Circle Hooks hattest du jetzt nur eingeschlauft oder ist da noch ein Wirbel dazwischen ?
 
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Sieht man hier hoffentlich. So kann sich der Circlehook frei bewegen. Ich mag das nicht wenn der fest angeknotet ist.
 
Ja jetzt sehe ich es. Ich glaube so ähnliche Wirbel wie du sie verwendest, gibt es auch von Asari.
Die Idee finde ich super und die werde ich mir mal ordern.
 
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