Boot mit 7 Anglern im Nappstraumen (Lofoten) gekentert - 6 StĂŒck sind an Land einer wird noch vermisst đŸ˜„

Das Boot wurde Kiel oben geschleppt. Nicht auszuschließen dass der Aufbau dabei abgetrennt wurde.
Das habe ich auch gedacht. Ich hoffe, dass sie die Kabine finden und auch zur Untersuchung bergen können. So lag das Boot gestern Abend noch am Hafen, als ich heute morgen 9 Uhr wieder da war haben sie es schon ausgepumpt. Die Helfer waren alle sehr auf Zack.1000036664.jpg
 
Ich meine bei den Arronets sind die Aufbauten gepuffert , die reißen dann frĂŒher oder spĂ€ter ab ! Ich komme ja selber aus der Seenotrettung , aber das eine Arronet von 33 Ft kapeister geht ist schon ein Hammer .
Was bedeutet gepuffert? Die Kabine bei dem Boot ist voll mit dem Boden verschweißt und mit extra Streben verbaut. Ich verstehe nicht, wie das abreißen kann, Grundkontakt dĂŒrfte an der UnglĂŒcksstelle nicht vorhanden sein.
 
Was bedeutet gepuffert? Die Kabine bei dem Boot ist voll mit dem Boden verschweißt und mit extra Streben verbaut. Ich verstehe nicht, wie das abreißen kann, Grundkontakt dĂŒrfte an der UnglĂŒcksstelle nicht vorhanden sein.
dann schau dir mal dieses Foto an, da ist nix verschweisst..aber es existieren Gumipuffer.
Arronett
 
Wenn da ein sehr junges MĂ€dchen ihr Leben verloren hat, ist mir das völlig wumpe ob das Boot einen gepufferten Aufbau hatte oder nicht. Man fragt sich wirklich was da passiert ist und warum! Schlussendlich zeigt es wie brutal die See sein kann und wie ĂŒberschĂ€tzend der Mensch sein kann. RIP
 
Zuletzt bearbeitet:
So ist es Christian, alles Andere ist hier fehl am Platz.
 
Wenn da ein sehr junges MĂ€dchen ihr Leben verloren hat, ist mir das völlig wumpe ob das Boot einen gepufferten Aufbau hatte oder nicht. Man fragt sich wirklich was da passiert ist und warum! Schlussendlich zeigt es wie brutal die See sein kann und wie ĂŒberschĂ€tzend der Mensch sein kann. RIP
Ich denke (nachdem was ich bisher sehe und lese) wir werden nichts im abschließenden Schadensbericht finden, was maßgeblich auf Materialverschulden hinweist.
DarĂŒber hinaus kann ich mir ungefĂ€hr vorstellen was wohl passiert ist, aber da ich das Seegebiet nicht kenne will ich mich da nicht zu weit aus dem Fenster lehnen.

FĂŒr den Moment können wir hieraus nur mitnehmen, dass jedes Boot seine Grenzen hat. Und eben, "je mehr Boot" man hat, desto eher ist man verleitet schwierige Seebedingungen vielleicht etwas zu locker zu sehen.

Wie gesagt, nur mein persönliche EinschĂ€tzung und das was ich fĂŒr mich und meine Kommunikation mit GĂ€sten direkt aus diesem schlimmen Vorfall mitnehme.
 
Heute Nachmittag ist die Kabine aus 25m geborgen worden und eine der Theorien nach der die Polizei die Suche geleitet hat, hat sich bestÀtigt. Das 11 JÀhrige MÀdchen ist in der Kabine tot aufgefunden worden. Vorher hatte der Guide schon berichtet, er konnte nach dem Kentern zur Kabine tauchen und dabei nur eines der beiden MÀdchen retten. Das andere MÀdchen hat es leider nicht geschafft.
Ruhe in Frieden kleine Anglerin.

Ich berichte dann hier, wenn ich etwas zum Bericht der Polizei und der Havariekommission lese.
 
Hier ein Artikel von Sol.no

 

AnhÀnge

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Die norwegische Zeitschrift "BĂ„tmagasinet" hat einen Artikel zum Arronet 33CC Boot im Hinblick auf das Geschehen am Nappstraumen veröffentlicht. Laut dem norwegischen Importeur dieser Boote sei es nur eines von wenigen Booten ĂŒber 6m, die nach einem Umkippen / Kentern noch schwimmen. Das Steuerhaus stehe auf 6 Gummipuffern, welche mehrere Tonnen Belastung aushalten und mit einer Metallsicherung gesichert seien. jedoch seien sie nicht dafĂŒr ausgelegt, unter dem Boot zu hĂ€ngen.

Hier könnt ihr den Artikel auf deutsch Übersetzt lesen:

 
kann ich leider nicht lesen, aber das das Steuerhaus auf Gummipuffern steht konnte man ja schon auf einem Bild erkennen. Wird wohl noch etwas dauern bis zur endgĂŒltigen KlĂ€rung des Unfalles.
 
Heute Nachmittag ist die Kabine aus 25m geborgen worden und eine der Theorien nach der die Polizei die Suche geleitet hat, hat sich bestÀtigt. Das 11 JÀhrige MÀdchen ist in der Kabine tot aufgefunden worden. Vorher hatte der Guide schon berichtet, er konnte nach dem Kentern zur Kabine tauchen und dabei nur eines der beiden MÀdchen retten. Das andere MÀdchen hat es leider nicht geschafft.
Ruhe in Frieden kleine Anglerin.

Ich berichte dann hier, wenn ich etwas zum Bericht der Polizei und der Havariekommission lese.

Schrecklich.
Hoffentlich wird der Guide damit fertig, dass er das andere MĂ€dchen nicht retten konnte.
Menschen können aus so etwas ja ein PTBS entwickeln und machen sich VorwĂŒrfe obwohl es dazu nicht die geringsten rationalen GrĂŒnde gibt.
 
Mein Beileid den Betroffenen. Hab mir die Meldungen heute Mal alle durchgelesen, kann mir selbst kaum vorstellen dass so ein Kahn unter normalen Bedingungen kentert. Echt Tragisch das Ganze.
 
Ich habe vor vielen Jahren im Nappstraumen geangelt.
Das Wasser war glatt und ich hatte gerade den Pilker gewechselt ,dreh mich um und mir war sofort klar ,das wars !
Da kam eine ,gefĂŒhlt 2m hohe, Welle auf mich zu. Die war aber lang,also wie DĂŒnung. Ich kann mir allerdings vorstellen,daß die ein Boot umwirft,wenn es im ungĂŒnstigen Winkel steht .
 
Nochmal mit korrigierten Tippfehlern - @Admins könntet ihr bitte den ersten Beitrag löschen?

Ein Zwischenbericht zu den Untersuchungen wurde gestern in der Lofotposten veröffentlicht (leider hinter einer Plus-Mitgliedschaft also gegen Bezahlung). Daher fasse ich die Hauptpunkte kurz zusammen. Hier ist der Link zum Artikel vom 14.12.:
www.lofotposten.no

Fulgte ikke dykkerforskriften: – Regelverket Ă„pner for Ă„ handle etter nĂždrett


Folgte nicht den Tauchvorschriften - die Gesetzeslage lies aber Handlung nach dem "NĂždrett" (anm.: Handlung bei Gefahr um Leben innerhalb von Sekunden) zu

Nach dem BootsunglĂŒck im Nappstraumen am 26. September laufen die Untersuchungen der Polizei und Havarikommission weiter und sind noch nicht abgeschlossen. Bei dem UnglĂŒck kamen Ebba Torstensson und der Taucher der Redningselskap Adrian Willyson ums leben. Der Obduktionsbericht stellte bei Beiden Ertrinken als Todesursache fest.

Die Havarikommission gibt an, bisher Interviews mit Zeugen und Beteiligten gehalten zu haben und arbeitet zur Zeit an StabilitÀtsberechnungen am Boot. Sollten sie sicherheitskritische Aspekte aufdecken, werden diese fortlaufend veröffentlicht. Bisher sei dies aber noch nicht der Fall, sagt Dag S. Liseth (Abeteilungsdirektor in der Statens Havarikommission).

Die PolizeianwĂ€ltin Rita Hermansen Dahl sagt, dass auch die Polizeiuntersuchungen weiterhin im Gange seien. Die Untersuchungen der Gutachter seien noch nicht abgeschlossen, noch nicht alle Verhöre seien abgeschlossen und man mĂŒsse auch noch einige Sachverhalte mit der Redningsselskap abklĂ€ren. Ziel sei es, den UnglĂŒckshergang so genau wie möglich zu untersuchen.

Es wurde schon bestĂ€tigt, dass der Taucher keine Funkkommunikation mit der Mannschaft an Bord des Redningsselskap-Schiffes hatte, was ein Verstoß gegen die Tauchvorschriften darstelle. Dort sei auch festgehalten, dass mindest eine weitere Person an Bord bereit zum Tauchen sein soll. Diese Person muss unmittelbar fertig zum Tauchgang sein und die notwendige AusrĂŒstung bei sich haben.

Rita Hermansen Dahl (PolizeianwÀlting) bestÀtigt Lofotposten auf Nachfrage, dass der Bereitschaftstaucher nicht entsprechend der Vorschrift mit dem notwendigen Equipment ausgestattet war. Demzufolge solle der Bereitschaftstaucher fertig zum Tauchgang gekleidet, mit Maske ab und klar zum Abtauchen innerhalb der nÀchsten Minute sein.

Gorm Hilgaar (Mairitim Direktor in der Redninsselskapet) bestÀtigt dies auf Nachfrage von Lofotposten. Er bestÀtigt auch, dass man nach dem Notrecht ("NÞdrett") gehandelt habe, was in Situationen herangezogen werden kann, in denen es um Leben und Tod innerhalb von Sekunden gehe. Als das Rettungsboot zum havarierten Boot gelangte, war die Situaionslage so akkut und es lag die Information vor, dass ein MÀdchen unter dem gekenterten Boot gefangen sei, sodass man diese Wahl traf.

Er bestÀtigt auch, dass die Auswertungen der Redningsselskap auch weiterhin anhalten und der fortlaufende Austausch mit Polizei und Havarikommission stattfindet.

Zum Schluss fragt Lofotposten noch nach, ob die Redningsselskapet TauchgĂ€nge wieder aufegnommen hĂ€tte (anm: diese wurden anch dem TauchunglĂŒck bis auf Weitereseingestellt). Daraufhin antwortet Hilgaar, dass diese weiterhin eingestellt seien und erst wieder aufgenommen wĂŒrden, wenn die Untersuchungen abgeschlossen seien und die Sicherheit bei TauchgĂ€ngen gewĂ€hrleistet ist.
 
Tragische Entscheidung der Rettungsmannschaft, um dem MĂ€dchen eine Chance zur Rettung zu geben. Diese Entscheidung wird der Taucher in Abstimmung eigenverantwortlich getroffen haben, ...das Risiko wird er gekannt haben. Von meiner Seite grĂ¶ĂŸten Respekt dafĂŒr.
Die Unfallursache wird vermutlich weitreichende Folgen haben, ... wobei Bootsklasse und Qualifikation des BootsfĂŒhrers schon ĂŒberdurchschnittlich war. Bleibt also nur noch allgem. Bootssicherheit fĂŒr auflaufende Wellen und das ist auch ein riesen Schwachpunkt bei den heutigen Angelbooten.
... to be continued ...
 
DarĂŒber hinaus kann ich mir ungefĂ€hr vorstellen was wohl passiert ist, aber da ich das Seegebiet nicht kenne will ich mich da nicht zu weit aus dem Fenster lehnen.

Aber gerade deine vermutete Ursache (gern auch in nen anderen Thema) sowie

Bleibt also nur noch allgem. Bootssicherheit fĂŒr auflaufende Wellen und das ist auch ein riesen Schwachpunkt bei den heutigen Angelbooten.
... to be continued ...

solche AnsĂ€tze geben die Möglichkeit, dass man die Sinne fĂŒr derartige Situationen schĂ€rft.

Bitte nicht falsch verstehen und die Diskussion auf dem RĂŒcken der VerunglĂŒckten austragen, aber allein die möglichen Ursachen und deren Aufarbeitung können anderen das Leben retten.

Sollte Sven eventuell mal Zeit und Lust haben könnte man das Ganze in nen separaten Thread aufarbeiten.
 
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