Nochmal mit korrigierten Tippfehlern - @Admins könntet ihr bitte den ersten Beitrag löschen?
Ein Zwischenbericht zu den Untersuchungen wurde gestern in der Lofotposten veröffentlicht (leider hinter einer Plus-Mitgliedschaft also gegen Bezahlung). Daher fasse ich die Hauptpunkte kurz zusammen. Hier ist der Link zum Artikel vom 14.12.:
Folgte nicht den Tauchvorschriften - die Gesetzeslage lies aber Handlung nach dem "NĂždrett" (anm.: Handlung bei Gefahr um Leben innerhalb von Sekunden) zu
Nach dem BootsunglĂŒck im Nappstraumen am 26. September laufen die Untersuchungen der Polizei und Havarikommission weiter und sind noch nicht abgeschlossen. Bei dem UnglĂŒck kamen Ebba Torstensson und der Taucher der Redningselskap Adrian Willyson ums leben. Der Obduktionsbericht stellte bei Beiden Ertrinken als Todesursache fest.
Die Havarikommission gibt an, bisher Interviews mit Zeugen und Beteiligten gehalten zu haben und arbeitet zur Zeit an StabilitÀtsberechnungen am Boot. Sollten sie sicherheitskritische Aspekte aufdecken, werden diese fortlaufend veröffentlicht. Bisher sei dies aber noch nicht der Fall, sagt Dag S. Liseth (Abeteilungsdirektor in der Statens Havarikommission).
Die PolizeianwĂ€ltin Rita Hermansen Dahl sagt, dass auch die Polizeiuntersuchungen weiterhin im Gange seien. Die Untersuchungen der Gutachter seien noch nicht abgeschlossen, noch nicht alle Verhöre seien abgeschlossen und man mĂŒsse auch noch einige Sachverhalte mit der Redningsselskap abklĂ€ren. Ziel sei es, den UnglĂŒckshergang so genau wie möglich zu untersuchen.
Es wurde schon bestĂ€tigt, dass der Taucher keine Funkkommunikation mit der Mannschaft an Bord des Redningsselskap-Schiffes hatte, was ein VerstoĂ gegen die Tauchvorschriften darstelle. Dort sei auch festgehalten, dass mindest eine weitere Person an Bord bereit zum Tauchen sein soll. Diese Person muss unmittelbar fertig zum Tauchgang sein und die notwendige AusrĂŒstung bei sich haben.
Rita Hermansen Dahl (PolizeianwÀlting) bestÀtigt Lofotposten auf Nachfrage, dass der Bereitschaftstaucher nicht entsprechend der Vorschrift mit dem notwendigen Equipment ausgestattet war. Demzufolge solle der Bereitschaftstaucher fertig zum Tauchgang gekleidet, mit Maske ab und klar zum Abtauchen innerhalb der nÀchsten Minute sein.
Gorm Hilgaar (Mairitim Direktor in der Redninsselskapet) bestÀtigt dies auf Nachfrage von Lofotposten. Er bestÀtigt auch, dass man nach dem Notrecht ("NÞdrett") gehandelt habe, was in Situationen herangezogen werden kann, in denen es um Leben und Tod innerhalb von Sekunden gehe. Als das Rettungsboot zum havarierten Boot gelangte, war die Situaionslage so akkut und es lag die Information vor, dass ein MÀdchen unter dem gekenterten Boot gefangen sei, sodass man diese Wahl traf.
Er bestÀtigt auch, dass die Auswertungen der Redningsselskap auch weiterhin anhalten und der fortlaufende Austausch mit Polizei und Havarikommission stattfindet.
Zum Schluss fragt Lofotposten noch nach, ob die Redningsselskapet TauchgĂ€nge wieder aufegnommen hĂ€tte (anm: diese wurden anch dem TauchunglĂŒck bis auf Weitereseingestellt). Daraufhin antwortet Hilgaar, dass diese weiterhin eingestellt seien und erst wieder aufgenommen wĂŒrden, wenn die Untersuchungen abgeschlossen seien und die Sicherheit bei TauchgĂ€ngen gewĂ€hrleistet ist.