Boot mit 3 ausländischen Angeltouristen bei Smøla vermisst

Ich denke mal die Hauptursache für bestimmtes Risikoverhalten liegt in der Notwendigkeit aufgrund der kurzen Zeit und dem geringen wetterbedingten Nutztagen die Chancen auf gewünschte Fangmasse zu erhöhen. Die sind draußen oftmals höher und daher die unkalkulierbaren Risiken.
Ich verfolge einen anderen Ansatz und fahr mindestens 3 Wochen zum Angeln und das ist zugleich mein Erholungsurlaub.
Mit der künftigen Ausfuhrreduzierung auf 10kg ab 2027 wird sich dieser Erfolgsdruck ungewollt reduzieren, insofern dann noch gefahren wird.
 
Ich bin auch mindestens 2 Wochen vor Ort , da werden die besten Tage ausgesucht und wenn man mal 2-3 Tage nicht loskommt egal . Dieses Fisch um jeden Preis ist eh nicht mein Ding . Wenn Wind ist , dann lieber vor oder in der Hütte sitzen und gemütlich ein Bier trinken .
 
ja, da ist was dran. Lange Vorfreude, dann spielt das Wetter nicht mit und
bei manchen steigt die Risikobereitschaft.

Allerdings erlebe ich es auch auf der Ostsee.
Da wird weit rausgefahren ohne Funk an Bord
(Auf See kann schon bei 2-3SM der Mobilfunkempfang anfangen zu wackeln), keine Rettungswesten/Feststoffwesten an usw.

In NO erlebte ich, dass Angler fast 1h zu
ihrem „Toppspot“ fahren. Im Notfall
bleibt denen nur die 112 oder 120 zu wählen
(fließendes englisch vorausgesetzt)

Notankern geht in der Ostsee aber kaum in Norwegen. Ankertiefe x 3 = benötigte Ankerleine macht das Ankern unmöglich.
Mit Ausnahme auf Dorsch und den vergleichsweise flachen Plateus angelt man ja im Schnitt >70m Tiefe und da benötigt man deutlich über 200m Ankerleine…
Was NO auch gefährlich macht sind mitunter starken Driften und wenn dann der Motor streikt und der nächste Felsen immer dichter kommt…

Was ich in all den Jahren in Norwegen
bei allen Fishing-Camps vermisse (ausser einen) ist ein vernünftiges Briefing für den Notfall. Nur einer gab neben klarer Einweisung für das Boot auch verständlichen Ablaufplan im Notfall und gab seinen Gästen bzw dem Bootsführer sogar ein PLB mit an Bord (personal locator beacon). Das ist ein wasserdichter Notfallsender. Wenn der ausgelöst wird, steigt 5 Minuten später der Helikopter und kennt die Koordinaten des Verunglückten. In DE kann man den PLB leider nicht registrieren.
Ansonsten teilen die meisten Camps ggf. im Nebensatz nur mit „wenn was ist ruf an“

Den vorgenannten Begriff Seemannschaft fand ich sehr treffend. Sich stets der Gefahren bewusst sein. Wetter-/Wind Vorhersagen im Blick behalten. Alle Notrufnummern speichern. Wer die norwegischen Rettungsorganisation anruft
sollte fließendes Englisch können. Auf jeden Fall aber auch die Nummer von Bremen-Rescue (DGzrS), die leiten den Notruf auch weiter. All das muss man wissen und beherzigen
 
Man könnte auch die "Quote" auf "Null" herabsetzen.
Dann gibt es auch null Angeldruck.

Schön, dass das Winterloch fast vorbei ist, nur Nordnorge fällt wieder aus der Reihe ...

Bleibt stabil :a020: :angler:
 
Man könnte auch die "Quote" auf "Null" herabsetzen.
Dann gibt es auch null Angeldruck.

Schön, dass das Winterloch fast vorbei ist, nur Nordnorge fällt wieder aus der Reihe ...

Bleibt stabil :a020: :angler:
Was für ein Quatsch, wenn man tausende von Kilometer anreist möchte man angeln, unabhängig von der Quote. Und oft steht der große Fisch nicht direkt vor der Tür. aber ich möchte hier nicht rumraten denn wir wissen rein gar nichts, evtl. hatten die alles richtig gemacht, hatten Westen, Schutzausrüstung und Notfallequipment und trotzdem passierte etwas Schlimmes.. So viele Vermutungen sogar mit Schuldzuweisung ohne zu wissen, ob tatsächlich irgendeiner der genannten Dinge zutrifft.
Mein Beileid an die Familie.
 
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