Ausrüstungs-Check für Mittelnorwegen

Jenssch

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13 Mai 2026
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Hallo zusammen,

dies ist meine erste Anfrage, ich hoffe, ich habe das richtige Forum gewählt.
Anlass ist die bevorstehende Angelreise zum Fensfjorden mitte Juni. Ich war bereits ein mal in Norwegen vor 4 Jahren, damals aber nur mit rudimentärer Ausrüstung und es wurde hauptsächlich Naturköderangeln betrieben.

Für dieses Jahr möchte ich gerne mehr ausprobieren. Dazu habe ich mir einiges bereits angeschafft, bzw. von meinem Vater übernommen, der jede Menge rumliegen hatte. Die Frage ist nur, was davon verwendet werden kann und was auf jeden Fall noch fehlt in der Liste.
Ich beschränke mich mal ausschließlich auf das Angel-Equipment.
Zur Angelart: Wir haben Boote mit 50PS, angeln aber aufgrund der Entfernung zum offenen Meer wahrscheinlich ausschließlich im Fjord, heißt Zielfisch wird Pollack, Leng, Lump und Seelachs ein, ggfs. auch Rotbarsch.

Mein Tackle:
1. SGS4 Shad und Metal Specialist 2,41m bis 80g + Daiwa BG 3500 + 0,15er geflochtenen
2. WFT Rute (Modell unbekannt) 2,70m mit 50-160g + Penn Slammer 460 + 0,17er geflochtene
3. Balzer 71° North Boat 2,10m mit 40lbs + Avet JX 4.6 + 0,25er geflochtene
nach allem, was ich bisher gelesen habe, sollten damit alle Bereiche abgedeckt sein. Einwände hierzu?

Jetzt kommt der kritische Teil.
Ich habe ein Sammelsurium aus Gummifischen, Pilkern, Sandaalen zusammengetragen. Bloß kann ich einfach nicht einschätzen, was sinnvoll ist und was noch fehlt, deshalb anbei ein paar Fotos und Erläuterungen dazu:
Verschiedene Sandaale von SG und Westin in Gewichten von 30g bis 150g
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Diverse Pilker in Gewichten von 80-250g
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Verschiedene Gummifische, überwiegend Kopytos in Größen von 7,5-15cm (die größeren habe ich aussortiert, die werden nach allem was ich gelesen habe in Westnorwegen nicht gebraucht), dazu ein paar Jigköpfe, wobei mir hier noch größere Gewichte im Bereich von 80-150g fehlen.

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Dazu noch diverse Kleinteile, wie Karabiner, Einzelhaken, Drillinge, etc. Das ist nur nebensächlich, da hilft man sich ggfs. untereinander aus. Ach ja, es sind auch ein paar solvkroken Bergmann Pilker in 125g, 175g, 250g dabei.
So jetzt die große Frage: Was ist eure Meinung als erfahrene Angler dazu? Bin ich bereit oder was sollte ich auf jeden Fall noch besorgen?

Vielen Dank vorab und schöne Grüße
Jens
 
Kenne den Fensfjord nicht !
Gehe mal davon aus, das die Pollack-Angelei da wohl genauso wie in anderen Fjorden ist ! ?
Die spielt sich in Flachwasserbereichen bis etwa max. 40m Wassertiefe und an Steilwänden etwa bis 60m ab.
Dafür eignen sich deine Kopytos schon mal sehr gut. Wobei 15cm wäre mir schon zu groß !
Wenn du dafür noch Jigköppe von 16 bis 40g hast, sollte es perfekt sein !
Eine Rute bis etwa 50g WG würde ich da empfehlen mit Länge um die 2.70m.
Um auch mal ne vernünftige Wurfweite zu erzielen ( was durchaus oft erforderlich ist ! ).

Seelachsangeln (jedenfalls auf Exemplare größer 5kg) wird sicherlich das Speedpilken über tiefem Wasser sein !
Dafür reichen Pilker von 50 bis 100g. Schnellsinkende, schlanke Modelle, die beim hochkurbeln nicht wie irre ausschlagen !

Ob deine Rollen und Ruten dafür geeignet sind, beurteile ich mangels Kenntnis nicht !
Da sollen sich die Geräte-Gurus und Tackle-Fetischisten lieber dran auslassen ! ? :wink:
 
Ich finde Deine Ausrüstung schon mal ganz passend, damit kann man was anfangen👍🏻

Ich persönlich würde wohl noch eine leichtere, straffe Rute von 2,40-2,70m Länge bis 60g Wurfgewicht mitnehmen für die leichte Fischerei auf Pollack, Dorsch, Seelachs oder Makrele. Dazu eine 3000-4000er Rolle. Oder Du schraubst Deine BG3500 schnell mal um.

Dazu unbedingt noch ein paar kleine Pilker/Jigs bis 40g, z.B. von Savage Gear den Psycho Sprat in 36g oder welche von Speedy Fish. Meerforellenblinker wie der Westin G360 bis 29g gehen auch sehr gut, auch auf größere Fische.

Wir hatten schon Tage, wo kleine Pilker gegenüber Gummis haushoch überlegen waren.
 
Ich habe gesehen, das für Deine Rute ein Wurfgewicht von 0-80g angegeben ist. Hast Du mal leichte Köder damit geworfen und geführt? Wenn beides für Dich ok ist, dann wird die Rute schon passen. Wäre sie mit 50-80g angegeben, hätte das Werfen mit Ködern bis runter auf 20g schon nicht mehr so viel Spaß gemacht.
 
Die Kombo Nummer eins kenne ich jetzt nicht aber ich halte eine 80g WG Spinnrute für Pollack geeignet und werde nichts neues anschaffen.
Wenn ein guter Pollack ins Kelp will kann eine Rute mit ein wenig mehr Rückgrat von Vorteil sein.
Ich fische eine 40-90g Spinnrute mit sensibler Spitze auf Pollack und zu wenig Spaß hatte ich damit nicht.
Hat den Vorteil das man sie auch noch auf Seelachs einsetzen kann.
 
Die SG4 habe ich im letzten Jahr auf Pollack & Co. gefischt. Mit einer 4000er Okuma.
Lädt sich auch mit 20g-Ködern gut auf.
Dann hab ich die im Meer versenkt. :ergibmich:
Passt auf jeden Fall.

Besorg' dir noch ein paar Makrelen-Paternoster. Am besten mit nur 3 Haken.

Dazu noch ein paar Naturköder-Vorfächer.
 
Ruten und Rollen decken alles ab. Die Sandaal Galerie sieht auch klasse aus. Bei den Kopytos brauchst du nicht unbedingt schwerere Köpfe als 80g (wichtig sind eher 30-60 g). Zumal du ja Sandaale bis 150g hast für das vertikale Angeln im Tiefen.

Kleine Speedpilker ca. 60-100g wurden schon genannt.

Falls du vor hast grundnah bzw. mit Naturköder zu angeln dann solltest du dir noch den einen oder anderen schweren Pilker 300/400g zulegen um bei Drift anständig runter zu kommen. Oder ggf. andere Bleigewichte 300/400 g je nach Naturködermontage.

Aber sieht schon mal gut aus. Hauptsache die Schnur ist noch in gutem Zustand.
 
Vielen Dank an eure konstruktiven Beiträge, das nimmt mir schon mal eine große Sorge. Hatte die Befürchtung, dass ich jede Menge zeugs mitschleppe, am Ende aber nicht das richtige dabei habe. Mit dem Thema Naturköderangeln bin ich etwas bewandert, das haben wir bei meinem ersten Trip fast ausschließlich gemacht. Da bekomme ich eine vernünftige Montage nach Anleitung hin. Dann hoffe ich mal, dass ich auch vor Ort die Theorie in die Praxis umsetzen kann.
 
Habe mir vor allem viel über die Fangplätze und Auswahl von spots anhand von Seekarten angelesen. Ob ich das auch verstanden habe, wird sich dann zu gegebener Zeit zeigen 😉
 
Dazu unbedingt noch ein paar kleine Pilker/Jigs bis 40g, z.B. von Savage Gear den Psycho Sprat in 36g oder welche von Speedy Fish
Vielen Dank, da werde ich noch mal schauen. Wenn ich das richtig gesehen habe, Decke ich aktuell mit Pilker nur den Bereich von 80 bis 250g ab. Dann schau ich mal, ob ich nicht noch ein paar kleinere auftreibe.
 
Für meine Verhältnisse reichen die Ruten. Zu den rollen kann ich nicht viel sagen. Aber wie schon in anderen Beiträgen sollte für Pollackangelei eine 4000er ausreichen.
Bei den Jigköpfen ist mir aufgefallen, dass es die Gummifischkiller sind. Ich benutze lieber die Jigs mit Wiederhaken. Auf dem dicken Blei platzen mir gerade die kleinen Kopytos immer auf.
 
Bei den Jigköpfen ist mir aufgefallen, dass es die Gummifischkiller sind. Ich benutze lieber die Jigs mit Wiederhaken. Auf dem dicken Blei platzen mir gerade die kleinen Kopytos immer auf.

Das ist in Problem, aber es gibt eine Lösung:
Wenn du dir vor dem montieren auf den Jigkopf mit einem per Feuerzeug erhitzten Nagel (mit Zange halten) einen „Hakenkanal“ in den gummifisch machst, hat der dicke bleischaft des Jigkopf genug Platz und lässt dann den Gummifisch nicht aufplatzen.
Alternativ kannst du den Bleischaft abfeilen ist aber mehr Arbeit.
 
Alternativ kannst du den Bleischaft abfeilen ist aber mehr Arbeit.
Nix abfeilen !
Einfach mit einem kleinen Seitenschneider der Länge bis auf den Haken aufschneiden,
einmal hinter der Murmel ein Rundschnitt , aufbiegen und Bommel abnehmen !
So ist der Bommel eher weg, bevor du überhaupt deine Feile angesetzt hast !! :wink:
 
Hatte mit den Lunker City wenig Probleme mit dem Aufplatzen. Trotz allem kommen in diesem Jahr ein paar Varianten vom Schroyber mit in die Kiste.
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18 und 20 gr.
 
Vielen Dank, da werde ich noch mal schauen. Wenn ich das richtig gesehen habe, Decke ich aktuell mit Pilker nur den Bereich von 80 bis 250g ab. Dann schau ich mal, ob ich nicht noch ein paar kleinere auftreibe.
die kleinen Pilker gibts in Norwegen auch in den Supermärkten oft günstig in den Wühlkisten.
Wenn Du aber, wie es aussieht, Jigköpfe in kleineren Gewichten hast, bräuchte es nach meiner Ansicht nicht zwingend auch noch kleine Pilker. Aber da sind die Vorlieben halt verschieden... lieber haben als brauchen :-)

Bzgl. Ruten denke ich, dass die Spinrute etwas länger und die Pilkrute etwas kürzer sein könnte, aber wenn du die eben so hast, dann passt das auch. Die Rollen dazu sind ebenfalls kein High-End, aber bewährte und gut funktionierende Modelle.

Ansonsten braucht es halt noch das übliche Kleinzeug... ne vernünftige Hakenlösezange, Totschläger, Vorfächer mit Beifängern,...
 
Bzgl. Ruten denke ich, dass die Spinrute etwas länger und die Pilkrute etwas kürzer sein könnte, aber wenn du die eben so hast, dann passt das auch. Die Rollen dazu sind ebenfalls kein High-End, aber bewährte und gut funktionierende Modelle.

Ansonsten braucht es halt noch das übliche Kleinzeug... ne vernünftige Hakenlösezange, Totschläger, Vorfächer mit Beifängern,...
Ich denke ich werde dieses Jahr meine Erfahrung damit machen, fürs nächste Mal gehe ich dann mit den gewonnenen Erkenntnissen ins Rennen.
Was das Kleinzeugs angeht, werden wir uns demnächst direkt im Angelladen eindecken mit dem, was noch evtl. Fehlt.
 
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