hecht99
Stammnaffe
- Registriert
- 25 Juni 2018
- Beiträge
- 799
Liebe Naffen,
nachdem unser Nordkap 1 nach ca. 10 gemeinsamen Norwegenfahrten völlig unerwartet seine letzte Reise angetreten hat und plötzlich verstorben ist
sind mir die Bilder vom August letzten Jahres in die Hände gefallen. Deshalb nun der verspätete Reisebericht.
Nach der völlig unkomplizierten Anreise mittels Direktflug von Frankfurt nach Tromso und einem angehmen Aufentahlt in der Business-Lounge erreichten wir 6 die Anlage Amberfish am späten Nachmittag. Nachdem die Tidentabelle auf 18.00 Uhr Tiefstand vorraussagte hieß es schnell 2 Ruten ins Rennen zu bringen und ab in Richtung Sundausgang Kvalsund/Grotsund. Aufgrund der hohen Driftgeschwindigkeiten ist der Kvalsund nur um die Gezeitenwechsel effektiv zu befischen (die 1,5h reichen aber in der Regel).
Nach kurzem suchen hatten wir den ersten Zapplerschwarm inklusive Anhang gefunden und beide Boote konnten eine "Einheit" (schwarzes Gefäß;-) Dorsch zwischen 60 und 105cm zum Mitfahren überreden. Mit einem Butt knapp über den Meter Deckel auf die Kiste und nach 2,5h nach dem Auslaufen standen wir bereits wieder am Hafen.
Erster Dorsch beim ersten mal ablassen:

Deckel drauf vom Kollegen:

Bereits am 2ten Tag hatten wir Karibikwetter und es konnte zu einer Offshore-Tour rausgehen:

Draußen angekommen erwartete uns ein nahezu spiegelglattes Meer mit herrlichen Blick. Wir suchten zuerst die Berge ab, bis auf einige wenige Zappler ohne Begleitung konnten wir nichts finden. Nachdem auch die Ränder mit 60 - 100m keine Erfolge brachten versuchten wir es noch eine Etage tiefer. Zwischen 100 - 140m Tiefe konnten wir dann einige Küchendorsche sowie drei gute Meterdorsche erarbeiten. Und Pilken mit 460gr in 130m Tiefe ist Arbeit!
1,06m aus 140m!

Den Übeltäter hab ich auch mal fotografiert ;-)

Nachdem nach ca. 1 Stunde den Dorschen auch die Lust verging und nur noch ab und zu ein Lumb zu erbeuten war versuchten wir es nochmals tiefer auf Köhler und Rotbarsch. Schnell wanderte eine halbe "Einheit" ins Boot, dazwischen immer mal schöne Küchenköhler zwischen 70 und 80cm. Die roten bissen übrigens auch auf blanke Gummimakks und so fischten wir ohne Fischfetzen genauso schnell und effektiv wie mit. Für Rotbarschexperten bestimmt interessant.
Wir hatten im übrigen bis auf die letzten 1,5 Tage Temperaturen zwischen 25 und 28Grad, ab und an mit etwas Wind.
Die nächsten Tage bestanden daraus die Sunde auf Butt unsicher zu machen und beim Gezeitenwechsel eine "Einheit" Küchendorsche einzusammeln. Das stillstehende Wasser in den Abendstunden (Niedrigwasser) war dem Hochwasser tagsüber fischgrößenmäßig bei weitem überlegen.
Noch ein Bild vom Königssee; ähm Grotsund:

Im Grotsund konnten wir auch im tieferen Wasser bei ca. 80-100m vereinzelt gute Dorsche der 10-15 Pfund-Klasse fangen. Waren aber nie mehr wie 2 Stück an einem Platz. Mehr oder weniger zufällig sind wir in einen Köhlerschwarm geraten, der auf 120m Tiefe patroullierte. Nach 3 oder 4 guten Fischen haben wir den Schwarm verloren, haben ihn aber auch nicht wieder gesucht. Es war übrigens das erste mal dass wir "drinnen" größere/große Köhler gefunden haben.
Die Buttfischerei war die Tage mit extremer Sonne und seeeeehr wenig Drift zwar schwierig, einen haben wir aber eigentlich jeden Tag gekitzelt. Am letzten Tag hatten wir dann endlich mal bedecktes Wetter und ein wenig Drift und Wind, sodass die Buttangelei etwas effektiver wurde. So hatten wir am letzten Tag noch das ein oder andere Mal gebuttet und der Buttschluck-Flachmann neigte sich dem Ende;-)
Küchenbutt:

In dieser Sandrinne muss doch einer Liegen:

Treffer und gesichert:

Und dann war die kurzweilige Woche auch schon wieder rum. Butt ging ganz gut; alle in ziemlicher Einheitsgröße zwischen 95cm und ca. 120cm. Dorsch war im Sund stückzahlenmäßig bombastisch, die meisten im Schnitt mit 60-70cm aber kleiner wie die Jahre davor. Offshore hatten wir die Jahre davor eine bei weitem bessere Dorschangelei, wenngleich wir hier auch hier aufgrund der 3 "Guten" zufrieden waren.
Zum Schluss möchte ich mich bei meinem Freund für 10 schöne Touren bedanken! Wird in 4 Wochen ein komisches Gefühl sein ohne dich in den Flieger zu steigen. Ich wünsch dir auf dem Meer dort oben böse Butts und große Dorsche; hätte auch nichts dagegen wenn du uns einen runterschickst...
nachdem unser Nordkap 1 nach ca. 10 gemeinsamen Norwegenfahrten völlig unerwartet seine letzte Reise angetreten hat und plötzlich verstorben ist
sind mir die Bilder vom August letzten Jahres in die Hände gefallen. Deshalb nun der verspätete Reisebericht.Nach der völlig unkomplizierten Anreise mittels Direktflug von Frankfurt nach Tromso und einem angehmen Aufentahlt in der Business-Lounge erreichten wir 6 die Anlage Amberfish am späten Nachmittag. Nachdem die Tidentabelle auf 18.00 Uhr Tiefstand vorraussagte hieß es schnell 2 Ruten ins Rennen zu bringen und ab in Richtung Sundausgang Kvalsund/Grotsund. Aufgrund der hohen Driftgeschwindigkeiten ist der Kvalsund nur um die Gezeitenwechsel effektiv zu befischen (die 1,5h reichen aber in der Regel).
Nach kurzem suchen hatten wir den ersten Zapplerschwarm inklusive Anhang gefunden und beide Boote konnten eine "Einheit" (schwarzes Gefäß;-) Dorsch zwischen 60 und 105cm zum Mitfahren überreden. Mit einem Butt knapp über den Meter Deckel auf die Kiste und nach 2,5h nach dem Auslaufen standen wir bereits wieder am Hafen.
Erster Dorsch beim ersten mal ablassen:

Deckel drauf vom Kollegen:

Bereits am 2ten Tag hatten wir Karibikwetter und es konnte zu einer Offshore-Tour rausgehen:

Draußen angekommen erwartete uns ein nahezu spiegelglattes Meer mit herrlichen Blick. Wir suchten zuerst die Berge ab, bis auf einige wenige Zappler ohne Begleitung konnten wir nichts finden. Nachdem auch die Ränder mit 60 - 100m keine Erfolge brachten versuchten wir es noch eine Etage tiefer. Zwischen 100 - 140m Tiefe konnten wir dann einige Küchendorsche sowie drei gute Meterdorsche erarbeiten. Und Pilken mit 460gr in 130m Tiefe ist Arbeit!
1,06m aus 140m!

Den Übeltäter hab ich auch mal fotografiert ;-)

Nachdem nach ca. 1 Stunde den Dorschen auch die Lust verging und nur noch ab und zu ein Lumb zu erbeuten war versuchten wir es nochmals tiefer auf Köhler und Rotbarsch. Schnell wanderte eine halbe "Einheit" ins Boot, dazwischen immer mal schöne Küchenköhler zwischen 70 und 80cm. Die roten bissen übrigens auch auf blanke Gummimakks und so fischten wir ohne Fischfetzen genauso schnell und effektiv wie mit. Für Rotbarschexperten bestimmt interessant.
Wir hatten im übrigen bis auf die letzten 1,5 Tage Temperaturen zwischen 25 und 28Grad, ab und an mit etwas Wind.
Die nächsten Tage bestanden daraus die Sunde auf Butt unsicher zu machen und beim Gezeitenwechsel eine "Einheit" Küchendorsche einzusammeln. Das stillstehende Wasser in den Abendstunden (Niedrigwasser) war dem Hochwasser tagsüber fischgrößenmäßig bei weitem überlegen.
Noch ein Bild vom Königssee; ähm Grotsund:

Im Grotsund konnten wir auch im tieferen Wasser bei ca. 80-100m vereinzelt gute Dorsche der 10-15 Pfund-Klasse fangen. Waren aber nie mehr wie 2 Stück an einem Platz. Mehr oder weniger zufällig sind wir in einen Köhlerschwarm geraten, der auf 120m Tiefe patroullierte. Nach 3 oder 4 guten Fischen haben wir den Schwarm verloren, haben ihn aber auch nicht wieder gesucht. Es war übrigens das erste mal dass wir "drinnen" größere/große Köhler gefunden haben.
Die Buttfischerei war die Tage mit extremer Sonne und seeeeehr wenig Drift zwar schwierig, einen haben wir aber eigentlich jeden Tag gekitzelt. Am letzten Tag hatten wir dann endlich mal bedecktes Wetter und ein wenig Drift und Wind, sodass die Buttangelei etwas effektiver wurde. So hatten wir am letzten Tag noch das ein oder andere Mal gebuttet und der Buttschluck-Flachmann neigte sich dem Ende;-)
Küchenbutt:

In dieser Sandrinne muss doch einer Liegen:

Treffer und gesichert:

Und dann war die kurzweilige Woche auch schon wieder rum. Butt ging ganz gut; alle in ziemlicher Einheitsgröße zwischen 95cm und ca. 120cm. Dorsch war im Sund stückzahlenmäßig bombastisch, die meisten im Schnitt mit 60-70cm aber kleiner wie die Jahre davor. Offshore hatten wir die Jahre davor eine bei weitem bessere Dorschangelei, wenngleich wir hier auch hier aufgrund der 3 "Guten" zufrieden waren.
Zum Schluss möchte ich mich bei meinem Freund für 10 schöne Touren bedanken! Wird in 4 Wochen ein komisches Gefühl sein ohne dich in den Flieger zu steigen. Ich wünsch dir auf dem Meer dort oben böse Butts und große Dorsche; hätte auch nichts dagegen wenn du uns einen runterschickst...






