Heute möchte ich 2 dinge teilen, die mich traurig machen. Beides ist heute passiert - bei mir auf Arbeid.
Wie viele Wissen bin ich in Norwegen auf dem Wasser beruflich unterwegs. Am fruehen morgen kommt eine bestimmter, aber doch hilfesuchender Aufschrei aus dem Funkgerät mit dem Wort "Mayday" - dannach war schluss. Wenige Sekunden später hat die Rettungsleitstelle verschiedene Boote in der Umgebung - auch uns - angefunkt, ob erstens der Rud gehört wurde und zweitens nähere Infos gegeben werden konnten. Da wir den Ruf auf Voice Rekorder hatten konnten wir ziemlich sicher bestimmen, das nach dem ersten aufruf "Mayday" die Leitung "unterbrochen wurde. Ob nun der betreffende die taste los gelassen hat, das Funkgerät den geist aufgegeben hat oder aber der Ruf nur einmal vorgenommen wurde und die taste am Funkgerät los gelassen wurde, bleibt unklar. Nach dem Boote in der Nähe den anruf bestätigt haben, ist leider nichts weiter passiert. Kann schon sein dass die Rettungsleistelle intern noch weiter geprueft hat, wir jedoch haben keine Hilfe aufforderung weiter bekommen.
Fazit 1: Bist Du in Not, ist es wichtig ein Funkgerät mit distress knopf zu haben. Dieser knopf, oft gesichert vor falschem Bedienen schuetzt vor Fehlfunktion. Versuche in jedem Fall - und wenn es nur deutsch, russich, englisch, polnisch oder was auch immer fuer sprache ist - ueber das Funkgerät auf deine Hilfesituation ausserdem hinzuweisen, im optimalfall mit Ortsangabe, und wenn es nur der ausgangspunkt ist! Ein Einfaches Mayday hat das potenzial nicht beachtet zu werden, da leider viele Informationen fehlen. Alleine das ruhige Ausrufen von drei mal "Mayday, Mayday, Mayday" ist da schon viel richtiger, so lange es die Situation zu lässt!
Zweiter fall, nach etwa 4 Stunden kommt ueber Seefunk von der Rettungsleistelle der Ruf einer MMSI Nummer.
Diese begann mit 972....... ein sicheres Zeichen dass es sich um einen persönlichen Notpeilsender mit MMSI handelt - ein MoB (man over bord) sender. Beim anruf der MMSI gab es natuerlich keine Reaktion. Wieder wurden Boote in der Nähe kontaktiert - ohne dass einer klarheit bringen konnte. Angenommen werden konnte ein Fischer - ein fischerboot hat nicht auf Anruf reagiert, oder aber eben Touristen im Boot ohne AIS. Nach etwa 20 minuten hat ein Boot den Ausløser lokalisiert, etwa 10km entfernt von der Stelle wo die Notrufleitstelle vermutet hat. Nach mehrmaligen Anruf des Bootes welches in unmittelbarer Umgebung war, hat sich herraus gestellt, dass es ein Fehlalarm ohne persönliche Folgen war. Der Alarm wurde geløscht.
Fazit2: der Notpeilsender hat seine Arbeid getan - er hat Hilfe gerufen, ABER die Hilfe hätte ganz woanders gesucht und nur das in der Nähe sein verschiedener Boote die den Fall beobachtet haben kam es zur Løsung. Solltet ihr solch einen MoB sender nutzen, ohne Seefunkgerät duerfte es schwer sein, nach meiner jetzigen Erfahrung, Hilfe direkt zu euch zu holen.
Eigendlich möchte ich beide Fälle total wertfrei ueber fehler oder Unachtsamkeiten halten, jedoch auch anregen zur sachlichen Diskussion ueber sinnvolle Rettungsmittel bei euch auf dem Boot im Urlaub. Die Norwegische Kueste ist Uebersäht mit Booten, die zu jeder tages und Nachtzeit auf Standby sind, ihr muesst nur auf euch Aufmerksam machen. Nach meinem dafuerhalten und erfahrung auf See schlägt nichts eine Rettungsrakete. Diese wird immer verfolgt,, gerade wenn sie von mehreren gesehen wird! Gefolgt von einem Seefunkgerät mit Disstress - um Hilfe wirklich zu euch zu bekommen....
Gruss Andy
Wie viele Wissen bin ich in Norwegen auf dem Wasser beruflich unterwegs. Am fruehen morgen kommt eine bestimmter, aber doch hilfesuchender Aufschrei aus dem Funkgerät mit dem Wort "Mayday" - dannach war schluss. Wenige Sekunden später hat die Rettungsleitstelle verschiedene Boote in der Umgebung - auch uns - angefunkt, ob erstens der Rud gehört wurde und zweitens nähere Infos gegeben werden konnten. Da wir den Ruf auf Voice Rekorder hatten konnten wir ziemlich sicher bestimmen, das nach dem ersten aufruf "Mayday" die Leitung "unterbrochen wurde. Ob nun der betreffende die taste los gelassen hat, das Funkgerät den geist aufgegeben hat oder aber der Ruf nur einmal vorgenommen wurde und die taste am Funkgerät los gelassen wurde, bleibt unklar. Nach dem Boote in der Nähe den anruf bestätigt haben, ist leider nichts weiter passiert. Kann schon sein dass die Rettungsleistelle intern noch weiter geprueft hat, wir jedoch haben keine Hilfe aufforderung weiter bekommen.
Fazit 1: Bist Du in Not, ist es wichtig ein Funkgerät mit distress knopf zu haben. Dieser knopf, oft gesichert vor falschem Bedienen schuetzt vor Fehlfunktion. Versuche in jedem Fall - und wenn es nur deutsch, russich, englisch, polnisch oder was auch immer fuer sprache ist - ueber das Funkgerät auf deine Hilfesituation ausserdem hinzuweisen, im optimalfall mit Ortsangabe, und wenn es nur der ausgangspunkt ist! Ein Einfaches Mayday hat das potenzial nicht beachtet zu werden, da leider viele Informationen fehlen. Alleine das ruhige Ausrufen von drei mal "Mayday, Mayday, Mayday" ist da schon viel richtiger, so lange es die Situation zu lässt!
Zweiter fall, nach etwa 4 Stunden kommt ueber Seefunk von der Rettungsleistelle der Ruf einer MMSI Nummer.
Diese begann mit 972....... ein sicheres Zeichen dass es sich um einen persönlichen Notpeilsender mit MMSI handelt - ein MoB (man over bord) sender. Beim anruf der MMSI gab es natuerlich keine Reaktion. Wieder wurden Boote in der Nähe kontaktiert - ohne dass einer klarheit bringen konnte. Angenommen werden konnte ein Fischer - ein fischerboot hat nicht auf Anruf reagiert, oder aber eben Touristen im Boot ohne AIS. Nach etwa 20 minuten hat ein Boot den Ausløser lokalisiert, etwa 10km entfernt von der Stelle wo die Notrufleitstelle vermutet hat. Nach mehrmaligen Anruf des Bootes welches in unmittelbarer Umgebung war, hat sich herraus gestellt, dass es ein Fehlalarm ohne persönliche Folgen war. Der Alarm wurde geløscht.
Fazit2: der Notpeilsender hat seine Arbeid getan - er hat Hilfe gerufen, ABER die Hilfe hätte ganz woanders gesucht und nur das in der Nähe sein verschiedener Boote die den Fall beobachtet haben kam es zur Løsung. Solltet ihr solch einen MoB sender nutzen, ohne Seefunkgerät duerfte es schwer sein, nach meiner jetzigen Erfahrung, Hilfe direkt zu euch zu holen.
Eigendlich möchte ich beide Fälle total wertfrei ueber fehler oder Unachtsamkeiten halten, jedoch auch anregen zur sachlichen Diskussion ueber sinnvolle Rettungsmittel bei euch auf dem Boot im Urlaub. Die Norwegische Kueste ist Uebersäht mit Booten, die zu jeder tages und Nachtzeit auf Standby sind, ihr muesst nur auf euch Aufmerksam machen. Nach meinem dafuerhalten und erfahrung auf See schlägt nichts eine Rettungsrakete. Diese wird immer verfolgt,, gerade wenn sie von mehreren gesehen wird! Gefolgt von einem Seefunkgerät mit Disstress - um Hilfe wirklich zu euch zu bekommen....
Gruss Andy






