•   
  •   
 
 
 

Sandaale, Sandaale und noch mehr Sandaale

hecht99

Stammnaffe
Registriert
25 Juni 2018
Beiträge
868
Mittlerweile gibt es ja von x Firmen ihr eigenes Sandaalmodell, doch fangen sie nur die Angler im Geschäft oder auch ihre Fische? Das Thema diskutieren wir in der Gruppe öfter mal durch, da jeder von der Mitte bis in den Norden die unterschiedlichsten Erfahrungen damit gemacht hat.

Hier mal zu meinen:

Im Norden zählen die Rios Aale zu meinen Lieblingsködern auf Butt, egal ob beim vertikalen Leiern oder beim Werfen.
Die großen 300gr lassen sich gut in der Strömung halten, die 150 bis 200gr sind meine Allrounder und zum Werfen setze ich fast ausschließlich den 100gr Orca ein. Dorsch geht auch ganz gut.


20260802_100916.webp

IMG-20220601-WA0017.webp
IMG-20230807-WA0007.webp


Und nun zu den Sandaalen die mich mehr abholen als die Fische. Ich finde die SG Sandaale ja echt gelungen, von der Fängigkeit her stehen sie bei mir allerdings nicht an erster Stelle. Egal ob in West- oder Mittelnorwegen auf Pollack und Dorsch haben sie bei mir den Durchbruch noch nicht erreicht. Im Westen waren selbst die 33gr Modelle eine Nummer zu groß, auf Hitra haben Fox Pro Shads, Lieblingsköder usw an konventionellen Bleiköpfen besser gefangen.

20260802_100811.webp

Hier mal eine Auswahl an SG Aalen

Und dann gibt es ja noch Draufgänger und Co. Diese doch recht langen bzw großen Köder kann ich mir eigentlich nur auf den Offshoreplateaus vorstellen. Bei der oft wetterbedingten Schärenfischerei scheinen mir die meisten Aale fürs Gewicht einfach zu groß.

Wie sind eure Erfahrungen mit den Aalen? In welchen Situationen setzt ihr sie erfolgreich ein? Wann schlagen sie andere Köder? In welchen Region seid ihr damit erfolgreich (geht es erst ab ner gewissen Höhe los bei euch)?
 
Meiner Erfahrung nach ist es wichtig dass die Größe und die grobe Form zum aktuellen Futterfisch passt. Ob da SG, Rios, oder Alitackle runtersaust ist den Fischen egal, die Größe sollte man bewusst wählen. Bringt auch nichts wenn die 300g gut in der Strömung stehen, die Fische aber keinen Bock darauf haben. Ich finde die Paddle bei den SG übrigens viel zu groß - so sieht kein Sandaal aus. In Møre og Romsdal fahre ich mit 12cm / 25g Sandaalen gut. Die haben aber kein Paddle am Ende.
 
Auch sehr zu empfehlen ist der Mag SwimZ von Z-Man am BKK Harpax Offshore, mittlerweile mein Lieblings - Aal.
 
ich nutze die selbstmontierten (no name) Gummifische mittlerweile genauso gern wie die vormontierten kleinen Modelle von Savage Gear oder Storm; selbst die (chinesischen?) Mini-Sandaalmodelle mit 12cm; hier fallen allerdings die Haken schwächer aus, was mir aber noch keinen Fischverlust (Pollack+Dorsch bis ca. 90cm) bescherte; entscheidend ist nach meiner Erfahrung die Ködergröße und ab und zu auch mal die -farbe; beides sollte der aktuellen Vorzugs-Beute entsprechen
 
Mich haben die Sandaale bisher nicht überzeugt, egal in welcher Form und Gewicht. Mit dem Slottershad oder anderen FISCHEN haben wir immer besser gefangen.
Bei jedem Versuch mit den Aalen hab ich spätestens nach 20 Minuten wieder gewechselt, weil wenig bis gar nix ging oder meine Kollegen besser gefangen haben. Ich schlepp sie trotzdem jedes Mal wieder mit und versuche es auch jedes Jahr wieder damit. Ganz individuelle Erfahrung halt.

Vielleicht überzeugen sie mich ja ab 10.08. in Vikna - schaumama.
 
Kann die Erfahrungen zu wechselnder „Vorliebe“ der Fische auch aus diesem bzw. Vorjahren bei den
Sandalen bestätigen.
Da entscheidet manchmal schon die zu groß gewählte nächste Gewichts- und/oder Ködergrösse
über Erfolg oder Nichterfolg. Vermutlich hängt einfach das Beuteschema und das Köderverhalten
zu stark davon ab.
Bisher beste Sandaalergebnisse gab‘s mit den RonZ, SG aber nur in den kleinen Größeren <50g
und von Westin Sandy Andy auch die Kleinformate.
Die Rios waren bei mir bisher noch nicht so erfolgreich und das getrennte Lagern stört nicht hier etwas,
daher hab ich hier die meisten schon wieder veräußert.

Es gibt aber auch Tage, da gehen die „klassischen“ GuFi besser als Sandaalimitate.
 
Kleiner Nachtrag zur Haltbarkeit zumindest bei mir:
1. RonZ
2. SG
3. Westin -> die sind recht schnell hinüber und zernagt
 
Die Slottershads sind fast unkaputtbar. Hab schon mal 14 Tage fast täglich mit einem einzigen geangelt. Bevor die Frage kommt: Ja, hab auch was gefangen 🤭
Am Ende des Urlaubs war er zwar durch, aber extrem haltbar die Teile. Der Erfolg hat sich auch dadurch bestätigt, dass die Produktion vor ein paar Jahren eingestellt wurde aber viele Angler "rebelliert" hatten, weshalb er wieder produziert wird.
 
Die Slottershads sind fast unkaputtbar. Hab schon mal 14 Tage fast täglich mit einem einzigen geangelt. Bevor die Frage kommt: Ja, hab auch was gefangen 🤭
Am Ende des Urlaubs war er zwar durch, aber extrem haltbar die Teile. Der Erfolg hat sich auch dadurch bestätigt, dass die Produktion vor ein paar Jahren eingestellt wurde aber viele Angler "rebelliert" hatten, weshalb er wieder produziert wird.
Und nun bekommste die mit viiielen %. :wink:
 
die kleinsten Modelle aller Baureihen sind bei mir, zumindest beim Pollackangeln, die klaren Favoriten - leider noch nicht die 1m-Marke geknackt sondern "nur" echte 99cm

stehen die Pollacks mal deutlich tiefer, muss man dann doch schwerere Geschütze auffahren; dabei funktioniert aber der Mini-Köder auch "englisch" gefischt (Seitenarm mit Endblei)
 
Letztes Jahr auf die Blux Sandaale und die SG V2 bis ca 60g und 12-15cm gute Pollacks gefangen, dieses Jahr um die gleiche Zeit in Südnorwegen nur 10-15cm kleinere auf Blinker/Pilker...
 
Ich fische zu 90% die Rios Sandaale
Die Größe 3 auf Pollack und die Größe 1 und 2 auf Dorsch und Heilbutt
Die Köder sind nahezu unkaputtbar
 
Ich fische die Rios Sandaale in 80g und 100g zum Spinnfischen auf Heilbutt.
Ich bin mit den Rios Baits sehr zufrieden. Einen 80g Sandaal habe ich mittlerweile
schon 6 Jahre und der kommt jedes Jahr zum Einsatz.

Auf Pollack fische ich RonZ in 8" von Mai bis Oktober, immer die gleiche Größe.
 
Von der Atlantikstrasse bis Flatanger sind Sandaale seit Jahren unsere Top Köder auf Pollack. Dorsch und Seelachs gesellen sich auch gerne dazu.

Wir haben den Eindruck dass es sehr stark darauf ankommt auf welche Beute sich die Jäger gerade eingeschossen haben. Wenn Sandaale hoch im Kurs stehen (was oft der Fall ist) dann haben andere Köder das Nachsehen. Wir versuchen es zu Beginn eines Urlaubes herauszufinden, direktes Duell Sandaal vs Kopyto, No Action vs Paddel, klein vs. groß usw. Meistens haben Sandaale die Nase vorn aber es gab z.B. im Mai in Roan mal einen Urlaub da lief ohne orangene Kopytos über Grund gejiggt gar nichts (laut Mageninhalt hatten es die Brüder gerade auf Krebse abgesehen). Und manchmal ist sowieso alles egal und sie hämmern alle Köder weg.

Zuletzt waren wir mit No Action Sandaalen deutlich erfolgreicher als mit Paddel. Und ich würde sagen dass die Köderführung viel ausmacht. Dieses Jahr im Frühling war es zum Beispiel extrem, wenn man nicht gerade in absoluter Slow Motion Zeitlupe mit langen Pausen eingekurbelt hat dann kamen keine Bisse. Und damit das über flachen Bergen funktioniert braucht man schön leichte Köder (20-40g).

Die Haltbarkeit der Sandaale kann man deutlich verlängern indem man sie im Bereich des Hakens mit Geflochtener umwickelt, so ähnlich wie diese Polnische Salami im Netz.
 
Oben