Zurück (zum ersten mal) – 1 Woche Hausvik am Rosfjord

ribnitzer

Stammnaffe
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27 Dezember 2006
Beiträge
216
Ort
Ribnitz-Damgarten
Moin moin allerseits!

Wir (10 Personen – buntes Familienallerlei) haben am 18.8. um 10.00 Uhr unser schönes Haus verlassen und sind nach ca. 32 h (12h Rückfahrt mit der Fjord Line 20.00 – 8.00 Uhr) ziemlich geschafft zu Hause angekommen.

Erst nach der Buchung im Dezember 2006 habe ich hier im Forum erfahren, dass es sich um das Revier von Hoddel und anderen bekannten Naffen handelte. Umso mehr freute ich mich über diese Entscheidung.

Nun zu den Einzelheiten.
:
11.8.: Die 7-stündige Hinfahrt (10 bis 17 Uhr) war durch die Erwartungshaltung schnell vergangen, obwohl wir auf der meiner Meinung nach personell überfüllten Fähre keinen Platz mehr (außer Treppe oder Fußboden) im Innenraum bekamen (wie viele andere auch –Tribut an die Hochsaison). So saßen wir die meiste Zeit oben auf dem Deck.
Die schöne Hafeneinfahrt in Egersund
entschädigte jedoch alle. Die Autofahrt durch die sehr schöne Landschaft hatte alle begeistert (fast alles NORGE-neulinge).
Unser Haus (N36906 Baujahr 2007) kann ich jedem (besonders Familien) nur empfehlen.
Ausgepackt und dann den etwas beschwerlichen Weg zum Hafen runter und das Boot gesucht und gefunden. Zum raus fahren war es leider zu spät.

12.8.: Am Morgen gab es kein Halten mehr. Zum Haus gehörte ein Schlüssel für die direkte Hafenzufahrt (Hoddel, du hattest recht – spazieren zum Hafen –ja --- mit Gepäck rauf und runter – nein). Da nur vier potentielle Angler dabei waren, reichte das Boot völlig aus – vorerst störte uns das Wetter auch nicht. Das Geschirr ins Auto und ab ins Boot Richtung Kieswerk. Danke für den Tipp mit der Harper – nach ca. 2 – 3h hatten wir ne Menge Makrelen verhaftet und fuhren zurück zur Verarbeitung derselben. Am Nachmittag starteten wir unsere ersten Pilkversuche (ohne Echolot) mit den ersten Verlusten und ohne Erfolg. So landeten wir wieder mit reichlich Makrelen an, von denen einige noch am Abend im Rauch hingen.
13.8.: Heute fuhr ich mit Angelneulingen raus und konzentrierte mich neben der Unterstützung meiner Mitfahrer auf das Naturköderangeln (Empfehlung aus dem Forum) mit Grundblei und zwei Haken. Außer ein paar zaghaften Zupfern war nichts zu holen. Am Nachmittag mit einer Neubesetzung und an anderer Stelle (im Fjord – ins offene Meer trauten wir uns nicht mit 15 Fuß und 15 Ps) das gleiche Spiel. Der Wind drehte immer mehr auf westliche Richtung und nahm langsam zu, was uns etwas beunruhigte. Ich war dann noch von den Felsen am Fort mit Pose bzw. Mefo-blinker im Einsatz, immerhin haben mich die Hornhechte nicht im Stich gelassen.
Während ich am Abend etwas angesäuert war, berichteten die anderen begeistert von ihren Ausflügen in die Umgebung.
14.8.: Diesmal ging es (mutig geworden) trotz ziemlichen Wellenganges (Westwind) Richtung Fjordausgang – sozusagen vor unserer Haustür probierten wir wieder verschiedene Methoden und Tiefen aus, außer Makrelen war auch dort nichts zu holen.
Eine zweite Ausfahrt am Abend brachte dann endlich den ersten Dorsch (68 cm) aus ca. 100m zum Vorschein. Das war Balsam für die Anglerseele.
Der Ärger hielt sich noch aus einem anderen Grund in Grenzen. Zwei Nachbarhäuser bestückt mit Yellowbooten und Echolot (Elchferien) hatten am 3. Tag außer ein paar Gestreiften gar nichts vorzuweisen.
15.8.: Der Ausblick auf den Fjordausgang, die weiß umspülten Felsinseln und die wankenden Wipfel der Bäume verhießen nichts Gutes. Aber vielleicht täuscht ja auch der Blick aus 50m Höhe auf das Wasser? Er täuschte nicht, es war weit und breit kein Boot zu sehen, die Wellen und der Wind stießen fast direkt in den Fjord und auf dem Bootssteg wurde es dann Gewissheit. Also wieder zum Haus zurück und abwarten und Bier trinken.
Dann die Idee es mal vom Steg (ca. 10 – 15m tief) zu versuchen, Mit zwei Spinnruten ging es dann gemütlich zu Fuß hinunter. Eine Rute mit 80g Grundblei und darüber zwei Fetzenköder. Die andere mit Heringspaternoster und Blinker Nach einigen Zupfern von Krabben und Kleinfischen ging die Knarre dann richtig los. Nach und nach kamen dann 3 Pollaks 50, 60, 70 an der Grundangel zum Vorschein (außerdem zwei Aussteiger).
16.8.: In kürze: wieder windig (west), - einmal 3h raus und nichts, – Abends noch einen Pollak und einen Hornhecht am Steg. Wir nahmen uns vor am letzten Tag die Fischkisten mit Makrelen aufzufüllen.
17.8.: Noch kürzer: Weststurm – also vom Bootssteg, mein erster Köhler – knapp 40cm auf leichten Pilker (da es der erste war durfte er nicht wieder zurück) und einige Gestreifte.
Abschlußparty war geil.

Fazit: 1 Woche ist zu wenig, Tolles Haus, Herrliche Landschaft, das Boot ist etwas klein für schlechtes Wetter, die Yellows hatten aber noch weniger als ich nach einer Woche, wir hatten sehr viel Spass, schöne Grill- und Räucherabende, frische Makrelen vom Grill oder aus dem Rauch sind superlecker (Grill ist vorhanden, Räuchertonne hatte ich mit dabei), die Eingangs erwähnte Rückreise war belastend (künftig nur noch von Hirtshals), das mit dem Westwind scheint zu stimmen, ich könnte schon wieder los (Norge-Virus eingefangen)
Fragen an Hoddel und alle anderen:

1. Was habe ich alles falsch gemacht?
2. Wie lief es bei dir Hoddel? - Bericht?

Bilder folgen: Wie kriege ich die hier hinein?

Gruß Günter
 
...und falsch gemacht hast Du nichts, Du hattest einen schönen Urlaub und bist gesund und infiziert zurück gekommen. Also, alles richtig gemacht. :)
 
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