Pollack versus Köhler

tihi82

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3 Juni 2024
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Hallo in die Runde!


Nach meiner Erfahrung mögen Köhler eine schnelle Köderführung und Pollacks mögen es eher gemütlicher.

Frage:
Wenn ihr ein neues Gebiet beangelt und ihr driftet über eine vielversprechende Stelle (Unterwasserberg): Wovon macht ihr abhängig, ob ihr gezielt auf Pollack oder Köhler angelt?
 
Wenn wir zB mit drei oder vier Leuten an Bord sind, sprechen wir uns ab.

Einer nimmt einen Taumelpilker dunkel, einer einen Speedpilker hell, einer Gummifisch langsam eingeleitet, einer mit Naturköder usw. Beliebig erweiterbar.

Je nach Tiefe und/oder Umgebung (flach oder steil abfallend) und Untergrund (Sand, Stein) unter Wasser bis hinter den Berg driften und gucken, was passiert...

2 x driften und wenn nix da ist, ab zum nächsten Spot oder anders ansetzen.

Sehr grob und einfach erklärt.
 
Wir hatten es schon dass die beiden gemischt standen und aus Fressneid war es egal wie geführt und Bisse immer gemischt.

Mal eins standen die Pollacks unter den Seelachsen, ein anderes Mal waren die ersten Meter der Drift Pollack, dann Seelachs.

Im Mai/Juni hatten wir aber die Pollacks meist viel flacher, (große) Seelachse dann neben den Bergen über tiefem Wasser.
Und damit dann häufig eben ganz unterschiedliche Stellen für die beiden Fischarten.
Bei nem 5m Berg mit Kelb bewachsen sind eher seltener große Seelachse 🤷‍♂️

Grundsätzlich gehen wir ähnlich vor wie @Horst04 es erklärt.
Und zusätzlich gucken wir aufs Echolot. Seelachse sieht man auf dem Echolot, auch die Größe kann man sehr gut abschätzen. Pollacks sieht man eher selten auf dem Echo (wir auf jeden Fall nicht). Und danach wird eben entschieden auf was gefischt wird, ob der Berg noch angeworfen wird, vertikal geguckt wird oder schnell auf Seelachs gekurbelt wird (oder neu angesetzt wenn man keinen Seelachs in der Truhe möchte)
 
Wenn der Pollack extrem flach auf den mit Kelp bewachsenen Bergen steht lässt sich die Fischerei eigentlich gut abgrenzen. Stehen sie jahreszeitlich bedingt eher an den 25m Plateaus und den Kanten außen rum mischen sich auch mal Dorsch und Köhler mit rein.
Dorsch dann eher am Grund, Pollack etwas näher am Berg und die Köhler im Freiwasser, jedoch oft ein gutes Stück vom Plateau weg.
Das die großen bzw. vernünftigen Köhler direkt auf dem flachen Plateau stehen hab ich selber nochn nicht erlebt.

Dieses Phänomen kann man auch im hohen Norden beobachten: Auf dem Berg die Zappler, außen rum direkt am Plateau zwischen 35 und 100m die großen Dorsche und wenn man denkt man ist über den Spot getrieben (oft auch Wassertiefen von 100 bis 150m) steigen beim Hochholen die großen Köhler ein.

Sollten beide Arten (bzw. auch der Dorsch) die Zielfische sein macht es schon Sinn gerade auf bzw. an bzw. um die "tieferen" Plateaus von 25 bis 40m mit unterschiedlichen Ködern bzw. Methoden ans Werk zu gehen. Einer mit Gummi, einer mit Pilker. Ablassen, in Grundnähe ein paar Mal auf Dorsch pilken und dann durchspeeden bzw. relativ langsam durch die Wassersäule kurbeln. Gerne auch im Wechsel. So macht ihr euch ein schnelles Bild was, worauf und vor allem wo es am Berg beißt.
An den tieferen Außenkanten kommen dann auch noch die Lengs hinzu.

Jahreszeitlich ist es halt von den Tiefen her sehr variabel, weshalb man da eigentlich Jahr für Jahr neu probieren muss. Wichtig ist, dass man nicht stur am Grund bleibt sondern die Wassersäule komplett durchfischt
 
Klasse Tipps! Vielen Dank fürs Teilen 👍

Da wird der nächste Trip sicherlich (noch) erfolgreicher!
 
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